Archiv für die Kategorie ‘Elbe-Saale’

Bahnhöfe gehören in die öffentliche Hand

Montag, 29. März 2010

Pressemitteilung, VCD Landesverband Elbe-Saale, 29. März 2010
VCD: Kommunen müssen von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen

Die Deutsche Bahn hat am Wochenende angekündigt, weitere 100 Bahn­hofsgebäude in Thüringen zu verkaufen und langfristig nur noch ein Dutzend Gebäude, vorwiegend an größeren Bahnhöfen, zu behalten. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) erwartet nun, dass ein großer Teil der Bahnhofsgebäude dem weiteren Verfall preisgegeben wird. Lutz Dressler, der Sprecher des VCD-Landes­verbands, sagte dazu am Montag: “Investoren sind in der Regel nur auf den eigenen Profit aus. Es steht zu befürchten, dass sie sich für die Sanierung nur die Sahnestückchen herauspicken, also all jene Bahnhöfe, bei denen entsprechend hoher Fahr­gast­zahlen auch lukrative Gewinne über Ladenmieten zu erzielen sind.
(weiterlesen…)

Unfallursache Nummer Eins ist die Raserei

Mittwoch, 24. März 2010

Pressemitteilung VCD Landesverband Elbe-Saale, 24.3.2010
“Wer das generelle Tempolimit von 120 km/h verhindert setzt Leben aufs Spiel”

Aus den neuen Verkehrsunfallzahlen für die sächsischen Straßen geht klar hervor, dass die Hauptunfallursachen nach wie vor un­an­gepasste Geschwindigkeit bei schlechten Witterungs­bedin­gun­gen und Raserei sind. Jeder Zweite der 192 Menschen, die im letzten Jahr auf den sächsischen Straßen ihr Leben lassen mussten, starb infolge eines dadurch verursachten Unfalles.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert nun angesichts dieser deutlichen Zahlen in Sachsen ein generelles Tempolimit auf den Auto­bahnen einzuführen. Lutz Dressler, der Sprecher des VCD-Landes­verband Elbe-Saale: “Wer das generelle Tempolimit von 120 km/h verhindert setzt Leben aufs Spiel. Denn dadurch ließe sich nicht nur die Unfallgefahr deutlich reduzieren sondern natürlich auch die Schwere von Unfällen.” Am Dienstag hatte Innenminister Markus Ulbig gesagt, dass er zur Beantwortung der Entscheidung über ein generelles Tempolimit noch etwas Zeit brauche.

Für den VCD gibt es neben dem Hauptargument der Ver­kehrs­sicher­heit auch noch einige andere Argumente, die für Tempo 120 spre­chen: “Ein Tempolimit bedeutet mehr Klimaschutz, denn es senkt sofort den Spritverbrauch und verringert damit den Treib­haus­gas­ausstoß spürbar. Es bedeutet aber auch weniger Staus, denn es mindert die hohen Geschwindigkeits­unterschiede auf Auto­bahnen, die eine wichtige Ursache bei der Stau­entstehung sind“, so VCD-Sprecher Dressler.

Mitteldeutschland besser an das ICE/IC-Netz anschließen!

Sonntag, 21. März 2010

Resolution des VCD Landesverband Elbe-Saale, Freiberg, 20. März 2010
Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn AG lässt sich auch mit angespannter Fahrzeugverfügbarkeit flächendeckend und wirtschaftlich betreiben.

Die Mitglieder der Jahreshauptversammlung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale fordern die Deutsche Bahn AG nachdrücklich auf, ihre Pläne für das Fernverkehrsnetz in Mitteldeutschland kurzfristig offen zu legen und zu einer ver­nünftigen Bahnpolitik zurückzukehren.

Der VCD fordert die Landesregierungen der drei mitteldeutschen Länder auf, sich bei der Deutschen Bahn sowie beim Bund als Eigentümer nachhaltig dafür einzusetzen, das Angebot des ICE- und IC-Verkehrs zu verbessern.

Dazu entwickelt der VCD derzeit ein Fernverkehrskonzept, welches für die Bahn wirtschaftlich tragfähig, betrieblich sofort umsetzbar ist und den Ansprüchen der Einwohner und Bahnkunden in Mittel­deutschland genügt. Dieses Fernverkehrskonzept wird in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt.

Den Radverkehr im Winter nicht vergessen

Freitag, 19. März 2010

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 19.3.2010

Für Sonntag hat sich zur Eröffnung der Fahrradsaison in der Rad­wegekirche Wiehe (Kyffhäuserkreis) hoher Besuch angekündigt. Die Teilnahme des Thüringer Verkehrsminister Christian Carius nimmt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zum Anlass, auf Defizite der (Rad-)Verkehrspolitik hinzuweisen und Änderungen einzufordern.

Andreas Grimm, der stellvertretende Vorsitzende des VCD-Landes­verbandes Elbe-Saale begrüßt zunächst, dass der Minister hier für das Radfahren – einem der umweltfreundlichsten Fort­bewegungs­möglichkeiten überhaupt – mit zu erwartender medialer Präsenz werben will. Allerdings stößt sich Grimm an dem Begriff der “Fahrradsaison”: “Für den VCD geht die Fahrradsaison mit ent­sprechend angepasstem Equipment durch das ganze Jahr. (weiterlesen…)

VCD fordert Klarheit über Fernverkehrspläne in Mitteldeutschland

Dienstag, 16. März 2010

Pressemitteilung VCD-Landesverband Elbe-Saale, Dienstag, 16. März 2010
“Die Desinformationspolitik der Bahn ist schwer verständlich”

Weil die Deutsche Bahn aufgrund technischer Probleme an den Zü­gen offenbar Einschnitte beim ICE-Verkehr in Mitteldeutschland plant, gab es in der letzten Woche von allen Seiten Kritik sowohl am Bahnmanagement als auch an den mit ihm verhandelnden Politikern.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der sich auch als Fahr­gastverband versteht, beklagt zunächst die mangelnde Unter­richtung der Öffentlichkeit zu möglichen Fern­ver­kehrs­änderungen. Andreas Grimm, Vorstandsmitglied im VCD-Landes­verband für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sagte dazu am Montag: “Die Desinformationspolitik der Bahn zu den betroffenen Fern­ver­kehrs­strecken ist nur schwer verständlich. Wenn über derart gravierende Änderungen verhandelt wird, dann sollte es doch eine Selbstverständlichkeit sein, dass dies für die Öffentlich­keit in einem absolut transparenten Verfahren stattfindet und die Fahr­gast­verbände frühzeitig in die Planungen mit einbezogen werden. Es kann doch nicht sein, dass die DB erst im September genauere Angaben zu Fahrplanlagen macht, um dann zu vermelden, dass ‘leider’ nichts mehr änderbar sei. Die entsprechenden Trassen muss die DB längst angemeldet haben.” Nicht hinnehmbar sei es, dass die Pläne, über die diskutiert wird, überhaupt erst durch intensive Recherchen von Journalisten ans Tageslicht kamen. Die Bahn hat die Veröffentlichung von Details über den aktuellen Verhandlungsstand in den vergangenen Tagen jedoch verweigert.
(weiterlesen…)

Meißen: Zustimmung zu Lärmschutzplänen an der A 4

Montag, 15. Februar 2010

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 15.2.2010
Lärmgeplagte Bürger sollten mit “kreativen Aktionen” unterstützen

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale zeig­te sich sehr erfreut über die Initiative der Gemeinde Trie­bisch­tal, sich mit den Nachbarkommunen verbünden zu wollen, um sich gemeinsam für mehr Ruhe für die Autobahnanwohner ein­zu­setzen.
(weiterlesen…)

VCD zur Absage des Erfurter Karnevalumzuges

Freitag, 12. Februar 2010

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 12.2.2010
Die Absage ist konsequent aber auch bezeichnend

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Elbe-Saale be­wertet die Absage des Karnevalsumzuges als richtig und konse­quent: “Wenn die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet werden kann, ist das die einzig richtige Entscheidung.” sagte Andreas Grimm, der Stellvertretende Vorsitzende des VCD-Landes­verbands zu der Entscheidung der Stadt. “Allerdings lassen die Zustände in der Stadt den Eindruck entstehen, dass Erfurt wie auch fast der ganze Freistaat dem Winter nicht gewachsen ist.” Natürlich sei es verständlich, dass die Winterdienste bei längeren Schneefällen an ihre Grenzen stoßen. Die eigentliche Katastrophe jedoch sei, dass viele ältere Verkehrsteilnehmer und Menschen mit Behinderungen durch schlecht geräumte Fußwege und Haltestellen massiv in ihrer Mobilität eingeschränkt seien, da sie sich bei Schnee- und Eisglätte nicht mehr hinaus zu gehen trauten.
(weiterlesen…)

Dresden: Bombensuche in der Elbe

Freitag, 12. Februar 2010

Pressemitteilung VCD-Landesverband Elbe-Saale, 12.2.2010
Verkehrsclub kritisiert vorbereitende Maßnahmen für den Elbe­ausbau

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale be­fürchtet, dass die aktuelle Bombensuchaktion in der Elbe eine vor­be­rei­tende Maßnahme für den weiteren Ausbau des Flusses sei. “Die Argumentation, dass die Suchaktion für Aus­bag­gerungs­arbeiten nötig sei, erscheint reichlich dünn und die Beteuerungen, dass die Bag­ger­arbeiten lediglich den Zustand vor der Jahrhundertflut herstellen sollen, sind unglaubwürdig. Das Ziel, eine ganzjährige Fahr­rinnen­tiefe von 1,60 m, hat es auch vorher nicht so gegeben“, so VCD-Vorstandssprecher Lutz Dressler. Das Wasser- und Schiff­fahrts­amt Dresden scheine ebenso wie Staatssekretär Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium noch immer davon auszugehen, dass mittels Wasserbaumaßnahmen auf der Oberelbe ganzjährig eine Flusstiefe von 1,60 m garantiert werden könnte.
(weiterlesen…)

VCD bemängelt nach wetterbedingten Ausfällen im Regionalverkehr das Missmanagement der Bahn [Leipzig]

Donnerstag, 11. Februar 2010

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 11.2.2010

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat wie viele Bahnkunden feststellen müssen, dass die Bahn offenbar nicht mit den derzeitigen Wetterverhältnissen umzugehen weiß: So fahren die sowieso schon oftmals verspäteten Regionalexpresszüge auf der Strecke von Geithain nach Leipzig momentan kälte- und war­tungs­bedingt oft nur verkürzt weshalb die Wagen in den Morgen­stunden oft überbelegt sind. Es sieht so aus, als ob die Bahn im Jahr 2010 den Winter nicht in den Griff bekommt. VCD-Sprecher Andreas Grimm vom Landesverband Elbe-Saale sieht das allerdings nicht als Zufall an und verweist auf weitere Probleme, die in den letzten Tagen bekannt wurden: So musste sich die Bahn recht­fertigen, dass zahlreiche Bahnkunden am Wochenende im Leipziger Hauptbahnhof ihres ICEs verwiesen wurden, weil dieser aus ähnlichen Gründen nur mit halber Länge fahren konnte und stark überfüllt war. Dann gab es auch noch Medienberichte über die neu­angeführten Gründe für Verspätungen vom vorangegangenen Wochenende, als sogenannte “Pinkelpausenstopps” eines ICEs in Erfurt und Leipzig eingelegt werden mussten, weil im Zug keine aus­reichende Zahl an funktionierenden Toiletten vorhanden gewesen sein soll.
(weiterlesen…)

“Bierbikes” kommen nach Dresden und Erfurt

Dienstag, 09. Februar 2010

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 9.2.2010
VCD sieht Gefahren für die Verkehrssicherheit

In wenigen Wochen werden wohl auch zwischen Frauenkirche und Semperoper und in den Erfurter Altstadtgässchen sogenannte “Bier­bikes” verkehren, will man der Website des Kölner Betreibers Glau­ben schenken. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landes­verband Elbe-Saale befürchtet durch das Geschäftskonzept für die Alt­stadt neben Gefahren für die Verkehrssicherheit und lärmenden an­ge­heiter­ten Partygruppen in der Folge auch einen Image­schaden für den Tourismus.

Bierbikes sind Mehrpersonenfahrräder mit Platz für bis zu 17 Per­sonen, die alle miteinander um einen Tresen sitzen und beim gemein­samen Strampeln Getränke zu sich nehmen können – zumeist alkoholische, vornehmlich eben “Bier”. Das Geschäftskonzept sieht vor, dass nur derjenige, der lenkt, nüchtern bleiben muss. Für Lutz Dressler vom VCD ein Unding: “Wenn Dresden es mit der Ver­kehrs­sicherheit ernst meint, darf es Bierbikes so nicht geben. Jeder Teilnehmer im Straßenverkehr muss im Interesse der Ver­kehrs­sicher­heit immer vollständig Herr seiner Sinne sein.” Erst letztes Jahr habe es in Köln einen Unfall unter Beteiligung eines Bierbikes gegeben. Medienberichten zufolge wollte dort ein an­ge­trun­kener Mit­fahrer bei einem verkehrsbedingten Halt “aus­treten” gehen und wurde nach dem Absteigen prompt von einem Auto angefahren.
(weiterlesen…)