Archiv für die Kategorie ‘Deutschland’

VCD fordert Investitionen ins Bahnnetz

Montag, 10. Januar 2011

VCD-Pressemitteilung 03/11 – Berlin, 10.01.11
Massive Benachteiligung des Verkehrsträgers Schiene

Trotz der Erfahrungen des letzten Winters gab es auch mit dem er­neuten Kälteeinbruch ab Anfang Dezember Schwierigkeiten im Bahn­verkehr. Damit zeigte sich: Der Schienenverkehr ist und bleibt stör­anfällig. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert daher die Bundes­regierung auf, die jährliche Dividende, die der Bund von der Deutschen Bahn AG (DB AG) erhält, nicht zur Sanierung des Bundes­haushalts zu verwenden. Die 500 Millionen Euro sollten stattdessen in den Erhalt und die Modernisierung der Eisenbahn­infra­struktur investiert werden.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Die Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag für geschlossene Finanzierungs­kreis­läufe ausgesprochen. So werden unter anderem die Einnahmen aus der Lkw-Maut ab 2011 nur noch in die Straßen­infra­struktur fließen und nicht wie zuvor anteilig auch in Schiene und Wasserstraßen investiert. Andererseits fordert der Bund von der DB AG eine jährliche Dividende von 500 Millionen Euro, mit der er nicht etwa den Schienenverkehr, sondern den Bundeshaushalt sanieren will. Hier wird deutlich, dass die Bundesregierung den Verkehrsträger Schiene massiv benachteiligt. So wurde heute bekannt, dass der Bund die Mittel für den Erhalt der Bundes­fern­straßen in Deutschland in diesem Jahr auf rund 2,2 Milliarden Euro erhöht, um die Leistungsfähigkeit der Straßen zu erhalten. Argumentiert wird damit, dass eine gute Substanz der beste Schutz vor Winterschäden sei. Dies muss auch für die Schiene gelten.
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Mitmachen und Familienkurzurlaub gewinnen!

Montag, 10. Januar 2011

VCD-Service-Pressemitteilung 02/11 – Berlin, 10.01.11
VCD sucht Tipps für Familienurlaub ohne Auto und Flieger/Familien mit Kindern fahren besonders oft mit dem Auto in den Urlaub.

14 Prozent nutzen für die Reise das Flugzeug. Das hat ent­sprechende Konsequenzen für Umwelt und Klima. Um zu zeigen, dass umweltverträglicher Urlaub mit Bahn, Bus und Fahrrad auch für Familien funktioniert und Spaß macht, hat der ökologische Verkehrs­club VCD eine Mitmach-Aktion gestartet.

Noch bis zum 28. Februar 2011 sammelt das VCD-Projekt »Mit Kindern unterwegs – ökologisch und entspannt« Tipps für ge­lun­ge­ne Familienreisen ohne Auto und Flugzeug. Ob Winterurlaub oder Sommerferien – über ein Online-Formular auf der Internetseite www.vcd.org/tipps_familienurlaub.html können Familien von ihren Reisen ohne Auto und Flugzeug berichten. Ausgewählte Urlaubs­tipps werden dann auf der Internetseite des VCD veröffentlicht und sollen so anderen Familien Lust auf eine umwelt­freundliche Mobilität im Urlaub machen. Unter allen Teilnehmenden verlost der VCD ein Familienwochenende für vier Personen von »ReNatour« an der Ostsee, mit zwei Übernachtungen im Öko-Haus inklusive Bio-Frühstücksbuffet.
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Straßenschäden durch strengen Winter

Mittwoch, 05. Januar 2011

VCD-Pressemitteilung 02/11 – Berlin, 05.01.11
VCD fordert Sanierung nicht nur für Hauptstraßen

Von den Frostschäden auf den Straßen, die der zweite strenge Winter in Folge bundesweit verursacht hat, sind nicht nur Auto­fahrer betroffen. Der ökologische Verkehrsclub VCD weist darauf hin, dass auch Fuß- und Radwege starke Schäden davon­getragen haben, und fordert, die Winterfolgen umfassend zu beheben.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Die Medien richten den Fokus ihrer Berichterstattung auf Autobahnen und Durch­gangs­straßen und die starke Autolobby wird dafür sorgen, dass zumindest dort hinreichend ausgebessert wird. Es gibt aus den Bundesländern bereits Appelle an die Bundesregierung nach Millionen­hilfe für die Instandsetzung der kaputten Fahrbahnen. Vernach­lässigt werden jedoch weiterhin Fuß- und Radwege und auch Nebenstraßen in Wohngebieten.“ Nicht nur Fahrbahnen, auch viele Geh- und Radwege seien nach dem vergangenen Winter noch nicht saniert worden und würden gemeingefährliche Schäden auf­weisen. Tiefe Schlaglöcher in Tempo-30-Zonen machen zwar das Autofahren unkomfortabel und verkürzen die Lebensdauer von Stoß­dämpfern. Viel schlimmer jedoch: Für Radfahrer erhöhen sie die Sturz- und Unfallgefahr.
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Bundesdelegiertenversammlung 2010 des VCD

Montag, 06. Dezember 2010

VCD-Pressemitteilung 110/10, Berlin 6.12.2010
VCD-Vertreter fordern neue Planungskultur für Schienen­wege / Bundesvorsitzender Michael Ziesak im Amt bestätigt

Die Bundesdelegiertenversammlung des ökologischen Verkehrsclubs VCD fordert die Bundesregierung und die Deutsche Bahn AG auf, aus den beim Bahnprojekt »Stuttgart 21« gemachten Fehlern zu lernen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Am Wochen­ende tagten in Hofgeismar bei Kassel rund 120 Vertreterinnern und Vertreter des VCD auf ihrer jährlichen Bundes­delegierten­ver­sammlung.
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Bundesrat entscheidet über Winterreifenpflicht

Freitag, 26. November 2010

VCD-Pressemitteilung 107/10 – Berlin, 26.11.10
VCD fordert eindeutige Reifenkennzeichnung

Der ökologische Verkehrsclub VCD unterstützt den heutigen Bundes­ratsbeschluss zur Winterreifenpflicht. Er fordert jedoch die ver­lässliche Prüfung und eindeutige Kennzeichnung von Winter­reifen. Die neue Regelung wurde durch ein Urteil des Oberlandes­gerichts Oldenburg notwendig, das feststellte, dass die alte Regelung zu Winterreifen gegen das Bestimmtheitsgebot verstoße.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Die Neu­regelung ist zu begrüßen, da sie mehr Klarheit schafft, indem sie die Bedingungen ausdrücklich nennt, bei denen Winterreifen Pflicht sind: Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reif­glätte. Sie schreibt jedoch lediglich fest, was für jeden ver­ant­wortungs­bewussten Autofahrer schon bisher selbst­verständlich war – nämlich sein Fahrzeug den Witterungs­bedingungen anzupassen.“ Wer im Flachland wohne und die Möglichkeit habe, bei widrigen Witterungs­bedingungen jederzeit auf sein Auto zu verzichten, könne jedoch auch mit Sommerreifen durch den Winter kommen.
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Bundesregierung diktiert EU lasche Ver­brauchs­vorgaben für Transporter

Donnerstag, 18. November 2010

VCD-Service-Pressemitteilung 17/10 – Berlin, 18.11.10
VCD bietet Übersicht zu sparsamen und schadstoffarmen Transportermodellen

Als Reaktion auf die laschen Verbrauchsvorgaben für leichte Nutz­fahr­zeuge, auf die sich die EU-Mitgliedsstaaten auf Druck der Bundes­regierung verständigt haben, stellt der ökologische Ver­kehrs­club VCD für Gewerbe­treibende, die schon heute Wert auf kosten- und umweltschonende Transporter legen, eine Entscheidungs­hilfe bereit.

Dafür hat der VCD das derzeitige Modellangebot der Transporter-Her­steller analysiert und eine Liste mit sparsamen und schad­stoff­armen Modellen zusammengestellt. Gewerbetreibende, die schon heute ein Nutzfahrzeug anschaffen wollen, das Spritkosten spart und die Umwelt entlastet, können die Übersicht unter www.vcd.org/grueneflotte.html herunterladen. Aufgenommen wurden nur Transporter, die bereits die Schadstoffnorm Euro 5 erfüllen beziehungsweise mit Benzin oder Erdgas betrieben werden. Nicht nur bei CO2, sondern auch bei den übrigen Schad­stoff­emissionen könnten diese Fahrzeuge punkten. Dieseltransporter, die der Euro-5-Norm entsprechen, sind serienmäßig mit einem ge­schlos­senen Partikelfilter ausgestattet, der die Ruß­partikel­emissionen fast vollständig filtert. Zusätzlich stoßen solche Fahrzeuge weniger Stickoxide aus. Allerdings erreichen Diesel­fahr­zeuge erst mit der ab 2015 geltenden Euro-6-Norm das Schad­stoff­niveau von Euro-4-Benzinern.
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DB plant Ausbau ihrer Fernbuslinien

Montag, 15. November 2010

VCD-Pressemitteilung 103/10 – Berlin, 15.11.10
VCD warnt vor doppeltem Monopol im Fernverkehr

Anlässlich der Ankündigungen der Deutschen Bahn AG (DB AG), ihr Fern­bus­liniennetz ab 2011 massiv auszubauen, fordert der öko­logische Verkehrsclub VCD die Bundesregierung auf, die Ge­neh­mi­gungs­pflicht für den Busfernverkehr wie angekündigt ab­zu­schaffen. Die Öffnung des Fernbuslinienmarktes müsse per Gesetz geregelt werden, statt von Fall zu Fall gerichtlich zu entscheiden.

Bisher müssen neue Angebote im Fernlinienbusverkehr genehmigt werden, wenn sie auf Strecken stattfinden sollen, auf denen pa­ral­lel Fernverkehrszüge verkehren. Hierzu müssen potentielle An­bieter den zuständigen Genehmigungsbehörden Nachweise erbringen, dass sie mit ihrem neuen Angebot das schon bestehende Verkehrs­angebot deutlich verbessern. Zudem werden die betroffenen Ver­kehrs­unternehmen angehört – in allen Fällen die DB AG als faktisch ausschließliche Anbieterin von Schienenfernverkehr.
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Überprüfung des »Bedarfsplans Straße und Schiene«

Donnerstag, 11. November 2010

VCD-Pressemitteilung 102/10 – Berlin, 11.11.10
VCD: Bundesregierung setzt falsche Prioritäten

Anlässlich der heute von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vor­gestellten Bedarfsplanüberarbeitung für Straßen- und Schienen­projekte fordert der ökologische Verkehrsclub VCD neue Ansätze in der Infrastrukturplanung.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Der heute von Minister Ramsauer vorgelegte Bericht hat mit der Realität nicht viel zu tun. Zum einen werden Straßen­bauprojekte grundsätzlich besser be­ur­teilt als Schienen­projekte. In den Prognosen wird dabei mit einem Ölpreis für 2025 gerechnet, der fast ein Drittel unter dem heutigen Niveau liegt, obwohl selbst konservative Schätzungen von einem Preis von mehr als 100 Dollar pro Barrel für 2025 ausgehen. Es wird unhinterfragt von einer weiteren Zunahme des motori­sierten Individualverkehrs und einem hohen Anstieg des Güter­verkehrs auf der Straße ausgegangen. Im Gegenzug spielen die negativen Konsequenzen aus dem Klimawandel keine Rolle.“ Auch beim Neu- und Ausbau der Schiene würden falsche Prioritäten gesetzt: Lediglich sechs Milliarden Euro stünden für Schienen­projekte zwischen 2011 und 2015 zur Verfügung. Allein die 29 neu über­prüften Projekte hätten jedoch einen Bedarf von mehr als 25 Milliarden Euro.
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CO2-Grenzwerte für Transporter

Donnerstag, 11. November 2010

VCD-Pressemitteilung 101/10, Berlin, 11.11.10
VCD: Bundesregierung blockiert erneut wichtige Klima­schutzmaßnahme auf EU-Ebene

Anlässlich der morgigen Ausschusssitzung der ständigen Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel kritisiert der ökologische Ver­kehrs­club VCD den Versuch der Bundesregierung und weiterer Staaten, den geplanten CO2-Grenzwert für leichte Nutzfahrzeuge auf EU-Ebene weiter zu verwässern, scharf.

Werner Korn vom VCD-Bundesvorstand: “Wie schon beim CO2-Grenz­wert für Pkw, versucht die Bundesregierung nun bei den geplanten Ober­grenzen für den CO2-Ausstoß für Transporter alles, um das bereits von 135 auf 140 Gramm CO2 je Kilometer abge­schwäch­te Ziel für das Jahr 2020 weiter auszuhöhlen.“ Mit Unterstützung vor allem der französischen Regierung übe die Bundes­regierung nun Druck auf die EU-Parlamentarier aus, sich für die anstehende Parlamentssitzung Ende November für ein Lang­fristziel von 155 Gramm CO2 je Kilometer auszusprechen, und drohe andernfalls damit, das Gesetz im Europarat zu blockieren. Gleichzeitig solle der für 2016 geplante Grenzwert von 175 Gramm CO2 pro Kilometer auf 2017 nach hinten verschoben werden. Korn: “Bundes­kanzlerin Angela Merkel und ihr französischer Amts­kollege Nicolas Sarkozy gerieren sich ein weiteres Mal als vermeintliche Retter der heimischen Autoindustrie. Dabei übersehen sie jedoch, dass sie damit nicht nur dem Klima, sondern letztlich auch der heimischen Wirtschaft schaden.

Die Erfahrungen aus dem Pkw-Bereich zeigten laut VCD, dass die Reduzierung des CO2-Ausstoßes wesentlich schneller zu bewerk­stelligen sei, als Politik und Autoindustrie im Vorfeld glauben machten.

Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsreferent: “Viele der bereits erfolgreich in Pkw eingesetzten Maßnahmen wie Start-Stopp-Automatik, Direktschaltgetriebe, Hochdruckeinspritzung und ver­bes­serte Aero­dynamik, die den Kraftstoffverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß senken, können problemlos auch in Transpor­tern zum Einsatz kommen. Die Autohersteller VW und Mercedes sind nach eigenen Angaben bereits heute in der Lage, bis 2015 einen Grenzwert von 175 Gramm CO2 pro Kilometer zu erreichen.“ Auch die britische »Society of Motor Manufacturers and Traders« habe vor wenigen Tagen zugeben müssen, dass ihre Mitglieder die Anstrengungen, die nötig seien, um den CO2-Ausstoß ihrer Fahr­zeuge zu senken, überschätzt hätten.

VCD zieht Zwischenbilanz zu den Stuttgart 21-Schlichtungsgesprächen

Freitag, 05. November 2010

VCD-Pressemitteilung 99/10 – Berlin 5.11.2010
Kritik hat sich bestätigt / Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 nach wie vor fraglich

Nach den ersten drei Schlichtungsgesprächen zum Projekt Stutt­gart 21 sieht sich der ökologische Verkehrsclub Deutschland in seiner Kritik bestätigt. Die Befürworter hätten weder die Leistungs­fähigkeit des unterirdischen Bahnhofs noch die Wirt­schaft­lichkeit der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm belegen können.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Die Schlichtungs­ge­sprä­che zeigen in aller Deutlichkeit, dass der acht­gleisige Bahn­hof in seiner Leistungsfähigkeit nicht an den bestehenden heran­kommt. Das entsprechende Gutachten der Befürworter hat sich für die Bewertung des geplanten Bahnknotens als wertlos erwiesen. Es nimmt zu kurze Haltezeiten an und wurde unter unrealistischen Laborbedingungen errechnet: Engpässe im Zulauf und die bestimmenden übergeordneten Fahrpläne wurden dabei völlig außer Acht gelassen.“ Es sei schlichtweg falsch und irreführend, mit der maximal möglichen Zugzahl im Tunnelbahnhof zu kalkulieren, wenn diese überhaupt nicht zum Bahnhof geführt werden könnten. “Auch die Deutsche Bahn AG ist den Nachweis der Leistungs­fähigkeit von Stuttgart 21 bisher schuldig geblieben“, so Ziesak weiter. “Das vorgelegte Betriebskonzept lässt nicht erkennen, dass zukünftig mehr Züge fahren können als heute. Eine belastbare Fahrplansimulation zur Spitzen­belastung im Berufs­verkehr liegt nach 16 Jahren Planung nicht vor und soll erst jetzt zusammen­gestrickt und im Rahmen der Schlichtung nachgereicht werden.
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