Archiv für die Kategorie ‘Baden-Württemberg’

Unabhängiges Gutachten bestätigt VCD-Kritik: Stuttgart 21 ist nicht zukunftsfähig

Dienstag, 27. Juli 2010

Ein von der Landesregierung Baden-Württemberg beim renommierten Züricher Büro sma + Partner in Auftrag gegebenes Gutachten zu Stuttgart 21 wurde “aufgrund der Brisanz der vorliegenden Resultate” seit 2008 geheim gehalten. Das erste unabhängige Gutachten stellt den Planungen für den Tunnelbahnhof ein katastrophales Zeugnis aus.

Nach dem der Stern über das Gutachten berichtet hat, wurden die Ergebnisse vom Aktionsbündnis Kopfbahnhof 21 ausgewertet und können auf der Website kopfbahnhof-21.de nachgelesen werden. Die Stuttgart 21-Kritiker sind in allen Punkten bestätigt. Das Fazit für Stuttgart 21 fällt vernichtend aus:

  1. sma+ Partner bestätigen gravierende Mängel bei der Fahrbarkeit von S21.
  2. Ursache für die aufgezeigten Engpässe ist die zu knapp ausgelegte Infrastruktur.
  3. Die Leistungsfähigkeit des Durchgangsbahnhofs ist deutlich geringer als versprochen. Der Bahnhof wird zum Nadelöhr.
  4. Die vorhandene Infrastruktur im Wirtschaftsraum Mittlerer Neckar wird reduziert.
  5. Es gibt gravierende Nachteile für die S-Bahn, die Gäubahn und die Verknüpfung von Verkehrslinien.
  6. Ein Integraler Taktfahrplan ITF ist mit Stuttgart 21 nicht machbar.
  7. Die These, dass Stuttgart 21 die doppelte Leistungsfähigkeit wie der Kopfbahnhof besitzt, ist widerlegt.
  8. Aufgrund der Engpässe besteht die Gefahr, dass in Zukunft Züge um Stuttgart herum geführt werden müssen.

VCD: Land muss sämtliche Bahnaufträge ausschreiben

Donnerstag, 22. Juli 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 29/10, Stuttgart, 22. Juli 2010
Gerichtsurteil verlangt Transparenz bei Auftragsvergabe im Schienennahverkehr
Verkehrsclub fordert Ende der Direktvergaben für Baden-Württemberg

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) betrachtet den aktuellen Fahrplan der Landesregierung für die Vergabe von Aufträgen im Schienen­personen­nahverkehr (SPNV) als hinfällig. Dies ist die Konsequenz eines Urteils des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Demnach dürfen keine SPNV-Leistungen mehr ohne öffentliche Ausschreibung an Verkehrsunternehmen vergeben werden. „Die Bundesländer werden damit gezwungen, SPNV-Aufträge grund­sätzlich europaweit auszuschreiben“, erläuterte der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. Das Instrument der Direktvergabe habe damit endgültig ausgedient.

Die Landesregierung plane derzeit, besonders ertragreiche Regionalverkehrs­strecken unter Umgehung fairer Wettbewerbs­verfahren direkt an die Deutsche Bahn (DB) zu vergeben. „Solche Verfahren sind nicht transparent und haben immer ein Gschmäckle“, sagte Matthias Lieb. Nach dem jüngsten Gerichts­urteil könnten DB-Konkurrenten mit großer Aussicht auf Erfolg gegen solche Direktvergaben und die Verschwendung von Steuergeldern klagen.
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„Dein Rad zählt“ – bundesweite Radshow macht Halt beim Kinder- und Jugendfestival in Stuttgart

Donnerstag, 15. Juli 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Service 9/10, Stuttgart, 13.07.10
Elektro-Fahrräder testen

Am 17. und 18. Juli präsentiert sich der ökologische Verkehrsclub VCD beim 8. Kinder- und Jugendfestival auf dem Stuttgarter Schlossplatz und im Bereich des Oberen Schlossgartens mit der bundesweiten Radshow der Verbraucherallianz „für mich.für dich.fürs klima“. „Rad-Fans und Drahtesel-Muffel können beim kostenlosen Probefahren mit Elektrorädern ein überraschend neues Fahrgefühl entdecken“, ist sich Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender, sicher.

„Mit elektrischer Tretunterstützung können auch weniger trainierte Radfahrerinnen und Radfahrer mit Leichtigkeit die steilen Anstiege in Stuttgart meistern“, erklärt Lieb. „Und wer mit dem Rad – egal ob mit oder ohne eingebautem Rückenwind – statt mit dem Auto fährt, spart sowohl klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) als auch Spritkosten und hält sich ganz nebenbei auch noch fit.“

Wem das Fahrerlebnis auf den kürzeren Teststrecken im Schlossgarten nicht ausreicht, der kann jeweils am Samstag- und Sonntagnachmittag bei einer ca. einstündigen, geführten Probefahrt mit Elektrorädern durch Stuttgart auf seine Kosten kommen. Die Anmeldung erfolgt direkt am Radshow-Stand.
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Überhitzte Züge: Deutsche Bahn lässt Kunden bei Problemen allein

Mittwoch, 14. Juli 2010

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 28/2010, Stuttgart, 14. Juli 2010
VCD fordert Wiedereinsetzung von Zugbegleitern in Baden-Württemberg

Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert von der Deutschen Bahn (DB) mehr Kun­den­service und die Wiedereinsetzung von Zug­begleitern im Regionalverkehr von Baden-Württem­berg, um Fahr­gästen in kritischen Situationen schnell helfen zu können.

Defekte oder versagende Klimaanlagen in DB-Zügen sind auch im Regionalverkehr in Baden-Württemberg ein Thema“, sagt Birgit Maier, verbraucherpolitische Sprecherin beim VCD Baden-Württemberg. Die derzeitigen Probleme seien nicht auf den Fern­verkehr und den ICE begrenzt.
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Stuttgart 21: Abriss der Seitenflügel soll Fakten schaffen statt Lösungen

Mittwoch, 14. Juli 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 27/10, Stuttgart, 13. Juli 2010
Abriss der Seitenflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes im August?
VCD: Drexler will Fakten schaffen statt Lösungen

Der ökologische Verkehrsclub VCD hat mit Empörung auf die Ankündigung von Stuttgart 21-Sprecher Wolfgang Drexler reagiert, mit dem Abriss der Seitenflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes noch im August beginnen zu wollen. Im Zusammenhang mit dem Prestigeprojekt Stuttgart 21 seien noch so viele Fragen ungeklärt, dass weitreichende Baumaßnahmen völlig unverantwortlich seien. Anstatt Fakten zu schaffen, sollten sich die Stuttgart 21-Planer um die Lösung ihrer Probleme kümmern.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Für jeden Geräteschuppen im Kleingarten braucht es eine ordentliche Genehmigung. Für Stuttgart 21 meint man, auf die noch ausstehenden Planfeststellungsverfahren verzichten zu können und will stattdessen scheibchenweise Fakten schaffen. Das ist verantwortungslos und soll den falschen Eindruck erwecken, Stuttgart 21 sei unumkehrbar.“
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Verkehrsplanung steht Kopf bei S 21

Donnerstag, 08. Juli 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Presseinformation Nr. 26/2010, Stutt­gart, 8. Juli 2010
Bahn und Land stellen bei Stuttgart 21 die Verkehrsplanung auf den Kopf

Anstatt Anpassungen bei der Infrastruktur vorzunehmen, werden Fahrpläne aus­gedünnt

Bei Stuttgart 21 (S21) stellen Land und Deutsche Bahn (DB) AG übliche Planungs­prin­zipien geradezu auf den Kopf“, kritisiert der Umwelt–und Verbraucher­verband Ver­kehrs­club Deutschland (VCD) e.V. deren Reaktion auf die Ergebnisse des Gut­achtens der Züricher Firma SMA zu Stuttgart 21 (S21). „Anstatt Änderungen an der vor­gese­he­nen Eisenbahninfrastruktur, wie von der Firma SMA im Gut­achten zu S 21 dringend an­geraten, vorzunehmen, überarbeiten Land und DB die Fahrpläne aufgrund der be­grenz­ten Kapazitäten des neuen Bahnhofs“, erklärt der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. „Das heißt im Klartext, sie dünnen die Fahrpläne so weit aus, um Fahr­plan­konflikte zu vermeiden und um S 21 funktionsfähig zu halten“, übersetzt Lieb die kryp­tische Ministeriumssprache in verständliches Deutsch.
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VCD-Radtour am 11. Juli auf den Spuren alter Eisenbahnen

Donnerstag, 08. Juli 2010

VCD Pforzheim Enz, Presseinformation Nr. 10/2010, Mühlacker, 07. Juli 2010
VCD-Radtour auf den Spuren alter Eisenbahnen
175 Jahre Eisenbahn in Deutschland

Eine Radtour im westlichen Enzkreis entlang der ehemaligen Pa­no­rama­bahn-Strecke Pforzheim – Itters­bach (Pforzheimer Klein­bahn) und zurück über die derzeit diskutierte Stadtbahnlinie Pforzheim – Ittersbach über Neuenbürg-Wilhelmshöhe – Strauben­hardt , führt am Sonntag, 11. Juli 2010, der Verkehrsclub Deutschland, Kreis­verband Pforzheim/Enzkreis e.V. (VCD) durch. Im Jubiläumsjahr „175 Jahre Eisenbahn in Deutschland“ möchte der VCD die ehemaligen Eisenbahnstrecken im Enzkreis per Rad erkunden und über neue Projekte informieren. Diese Radtour findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „den Enzkreis genießen“ statt. Die Pforzheimer Kleinbahn verband von 1900 bis 1968 Brötzingen mit Ittersbach über Keltern – Dietlingen und kann auch als Keimzelle der späteren Pforzheimer Straßenbahn bezeichnet werden. Heute wird wieder über eine neue Stadtbahnlinie nach Ittersbach diskutiert, auch mit dem Hintergedanken an eine Straßenbahn für Pforzheim. Matthias Lieb zeigt die geplante Streckenführung über Straubenhardt und Neuenbürg-Wilhelmshöhe auf.

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stern: Große Studie zweifelt Stuttgart 21 an – Zahlreiche Probleme durch neuen Hauptbahnhof

Mittwoch, 07. Juli 2010

Ich glaube morgen muss ich mir den Stern besorgen:

Hamburg (ots) – Stuttgarts Hauptbahnhof soll für fünf Milliarden Euro unter die Erde. Stuttgart 21 (S 21) ist eines der teuersten Bahnprojekte Deutschlands – und das umstrittenste. Eine neue Studie gibt dem Protest gegen das Großprojekt nun neue Nahrung. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Die Züricher Firma SMA kommt darin zu dem Befund, dass durch S 21 “Infrastrukturengpässe” entstehen. “Konflikte zwischen Hauptbahnhof und Flughafen mit dem Regionalverkehr” stellen die Gutachter fest, das alles sei “nicht kompatibel mit den angenommenen Fernverkehrszügen in Stuttgart”. So befürchten sie Fahrzeitverlängerungen. Außerdem monieren die Experten ein “hohes Stabilitätsrisiko”, eine “knapp dimensionierte Infrastuktur” und stellen laut stern fest: “Gestaltung des Fahrplans nur in geringem Maße möglich.”

Die knapp 60-seitige Studie wurde vor zwei Jahren vom baden-württembergischen Innenministerium in Auftrag gegeben – und ist seitdem unter Verschluss, nur zwei Dutzend Experten kennen ihre Ergebnisse. SMA, das häufig mit der Deutschen Bahn zusammenarbeitet, ist eines der wenigen Ingenieurs-Büros weltweit, das die überaus komplexen Strukturen eines Fahrbetriebs exakt analysieren kann.

Die Mehrheit der Stuttgarter lehnt S 21 ohnehin ab, seit Monaten demonstrieren jeden Montag Tausende gegen das Projekt, mit dessen Bauarbeiten gerade begonnen wurde. Am Samstag wird es eine große Demonstration in Stuttgart gegen den neuen Hauptbahnhof geben.

Fast verzweifelt fragen die Gutacher in der Studie ihren Auftraggeber: “Letztes Wort bezüglich Infrastruktur-Dimensionierung gesprochen? Letztes Wort bezüglich Konzeption S-Bahn gesprochen?”

Quelle: www.presseportal.de/pm/6329/1643862/gruner_jahr_stern, Hervorhebung von mir.

Scheinbar klärt es sich langsam, warum die Studie so lange verheimlicht wurde.

Kommenden Samstag ist wieder eine Großdemo gegen Stuttgart 21!

Verkehrsclub: S-Bahn-Chaos in Stuttgart muss Konsequenzen haben

Donnerstag, 01. Juli 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 25/10, Stuttgart, 1. Juli 2010
VCD fordert Entschädigung für Fahrgäste

Das durch Pfusch der Stuttgart 21-Planer verursachte Chaos im Stuttgarter S-Bahn-Verkehr muss nach Ansicht des Umwelt­verbandes Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. Konsequenzen haben. Neben einer Entschuldigung von Bahnchef Grube fordert der VCD eine Entschädigung für die Fahrgäste, die auf unabsehbare Zeit unter dem ausgedünnten Fahrplan leiden werden.

VCD-Vorsitzender Matthias Lieb sagte: „Tausende Menschen haben sich im Vertrauen auf eine leistungsfähige S-Bahn und einen zuverlässigen Fahrplan für viel Geld Monats- und Jahrestickets gekauft. Die Leistung, für die die Menschen im Voraus bezahlt haben, wird in der versprochenen Form nicht mehr erbracht. Eine Entschädigung in Form von Rabatten und Gutscheinen – ähnlich wie beim Berliner S-Bahn-Chaos – ist das Mindeste, was die DB tun kann um diesen Vertragsbruch einigermaßen erträglich zu machen.“ (weiterlesen…)

Verkehrsclub für weitere Verschärfung der Stuttgarter Umweltzone

Dienstag, 29. Juni 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 24/10, Stuttgart, 29. Juni 2010
VCD: Fußgänger und Radfahrer erzeugen keinen Feinstaub
Einfahrtsverbot für Autos mit roter Plakette ab dem 1. Juli

Der Umweltverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. begrüßt das ab Donnerstag geltende Einfahrtsverbot in die Stuttgarter Umweltzone, das allerdings nur für Autos mit roter Plakette gilt. Die Verschärfung der Umweltzonenregelungen sei allerdings nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Der VCD fordert für die Landeshauptstadt ein umfassendes, gesundheits- und klimaverträgliches Mobilitätskonzept.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Die Umweltzonen im Land sind unverzichtbare Nothilfemaßnahmen um die Feinstaubgrenzwerte der EU auch nur annähernd einzuhalten. Stuttgart gilt zu Recht als Feinstaubhauptstadt, denn die Menschen in der Landeshauptstadt sind weiterhin massiven Belastungen ausgesetzt. Insofern ist es verwunderlich, dass die Einfahrtsbeschränkungen so spät kommen und bisher nur Fahrzeuge mit roter Plakette betreffen.“

Nach Einschätzung des VCD können die Umweltzonen allein die notwendige Reduzierung der Emissionen ohnehin nicht leisten. Vielmehr müsse den Belastungen mit konsequenter Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung auf Bus, Bahn sowie Fuß- und Radverkehr begegnet werden. (weiterlesen…)