Archiv für die Kategorie ‘Presse’

Interessenwandel – US-Autobosse fürchten automüde Teenager

Dienstag, 17. Januar 2012

Manager-Magazin-Autor Markus Gärtner beschreibt einen Trend, den es erfreulicherweise auch in Deutschland gibt. Die emotionale Bindung zum Auto lässt nach. So langsam aber sicher rückt die Verkehrswende in greifbare Nähe.

Es klingt unglaublich: Ausgerechnet in den USA, dem Mutterland der Mobilität, verzichten vermehrt junge Amerikaner auf das eigene Auto. Sie surfen lieber im Internet. Und viele bekommen auch keinen Kredit für einen Pkw. Beides türmt sich zu einem Tsunami, der die US-Autoindustrie massiv bedroht.

Detroit – Der Presserummel um die Neuheiten der Auto Show in Detroit hat sich gelegt. Doch die Manager der PS-Branche bleiben in Feierlaune und freuen sich an der Wiederauferstehung des US-Markts: Er hat im vergangenen Jahr mit einem Absatzplus von mehr als 10 Prozent eine beeindruckende Kehrtwende hingelegt. Auch 2012 soll das Verkaufsplus zwischen 5 und 10 Prozent liegen, so dass die USA im laufenden Jahr auf den Verkauf von 14 Millionen verkauften Pkw zusteuern. Damit werden sie eine der globalen Zugmaschinen in der weltweiten Autoindustrie sein.

Doch wer nur die Firmenbilanzen und die Vorhersagen der nächsten zwölf Monate liest, übersieht einen der wichtigsten Trends in dieser Industrie. Er stellt die Autobranche in den USA vor die vielleicht größte Herausforderung, der sie je begegnen musste.

Das Wachstum der US-Bevölkerung ist so niedrig wie seit den 40er Jahren nicht mehr. Die Jugendarbeitslosigkeit ist – ähnlich in manchen Teilen Europas – doppelt so hoch wie die allgemeine Arbeitslosigkeit. Und hier kommt der bedenklichste Trend von allen: Ausgerechnet die junge Generation, für die seit Jahrzehnten das Auto ein Symbol frisch erlangter Unabhängigkeit und der ultimative Ausdruck von Individualität war, gibt nicht mehr so viel auf diese Art der Mobilität. (weiterlesen…)

Kein Geld mehr für Straße und Schiene

Freitag, 09. September 2011

Die Realität hält also langsam auch beim BMVBS Einzug. Instandhaltung und Ausbau vor Neubau sind schon seit langem Forderungen des VCD. Warum dann aber ausgerechnet Stuttgart 21 weitergebaut und die nicht prioritäre NBS von Wendlingen nach Ulm gebaut werden sollen, das hat noch keiner erklärt.

Geldmangel – Bund legt große Bauprojekte auf Eis
Spiegel Online, 09.09.2011

Der Bundesregierung geht das Geld für neue Bahn- und Straßenprojekte aus. Das Verkehrsministerium will nun zahlreiche Bauvorhaben aus seinem aktuellen Fünfjahresplan streichen. Der Grund: Viele ältere Projekte sind noch nicht fertiggebaut und die Vorhaben werden immer teurer. (weiterlesen…)

Stuttgart 21 fällt beim Stresstest für den S-Bahn-Fahrplan durch

Mittwoch, 13. Juli 2011

Bahnkritiker sehen Betriebsqualität in Gefahr
Stuttgarter Zeitung vom 13.07.11

Bei dem im Stresstest für Stuttgart 21 erstellten Fahrplan für die S-Bahn nach dem Bau des Tiefbahnhofs kann nach Ansicht der Gegner des Schienenprojekts nicht mehr von einer – wie in der Schlichtung verlangt – guten Betriebsqualität die Rede sein.
Warum dem so ist, und wo die Probleme liegen, erklärt Matthias Lieb – Vorsitzender des VCD in Baden-Württemberg – in der Stuttgarter Zeitung.

Zeit zu Stuttgart 21: Bahn und Bund verschwenden Steuergeld

Mittwoch, 11. August 2010

Nach dem Stern hat jetzt auch die Zeit einen Artikel zu Stuttgart 21.

In dem Gutachten für das Umweltbundesamt (UBA) heißt es, die Infrastrukturpolitik müsse “grundlegend um­ge­staltet” werden und diese Kehrtwende dulde “keinen weiteren Aufschub”. Ohne “Verzicht auf die Prestige­projekte” beim Schienenbau seien “die sinnvollen Vor­haben nicht einmal bis 2030 finanzierbar”.

Das Gutachten liegt der ZEIT vor. Die Gutachter empfehlen auf das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 zu verzichten. Es müsse “umgehend gestoppt wer­den”, unter anderem weil es “kein Nadelöhr beseitigt, sondern neue schafft”, so die Studie. “Konzeptionell falsch” sei ebenfalls die Schnellfahrstrecke von Wend­lingen nach Ulm.

stern: Große Studie zweifelt Stuttgart 21 an – Zahlreiche Probleme durch neuen Hauptbahnhof

Mittwoch, 07. Juli 2010

Ich glaube morgen muss ich mir den Stern besorgen:

Hamburg (ots) – Stuttgarts Hauptbahnhof soll für fünf Milliarden Euro unter die Erde. Stuttgart 21 (S 21) ist eines der teuersten Bahnprojekte Deutschlands – und das umstrittenste. Eine neue Studie gibt dem Protest gegen das Großprojekt nun neue Nahrung. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Die Züricher Firma SMA kommt darin zu dem Befund, dass durch S 21 “Infrastrukturengpässe” entstehen. “Konflikte zwischen Hauptbahnhof und Flughafen mit dem Regionalverkehr” stellen die Gutachter fest, das alles sei “nicht kompatibel mit den angenommenen Fernverkehrszügen in Stuttgart”. So befürchten sie Fahrzeitverlängerungen. Außerdem monieren die Experten ein “hohes Stabilitätsrisiko”, eine “knapp dimensionierte Infrastuktur” und stellen laut stern fest: “Gestaltung des Fahrplans nur in geringem Maße möglich.”

Die knapp 60-seitige Studie wurde vor zwei Jahren vom baden-württembergischen Innenministerium in Auftrag gegeben – und ist seitdem unter Verschluss, nur zwei Dutzend Experten kennen ihre Ergebnisse. SMA, das häufig mit der Deutschen Bahn zusammenarbeitet, ist eines der wenigen Ingenieurs-Büros weltweit, das die überaus komplexen Strukturen eines Fahrbetriebs exakt analysieren kann.

Die Mehrheit der Stuttgarter lehnt S 21 ohnehin ab, seit Monaten demonstrieren jeden Montag Tausende gegen das Projekt, mit dessen Bauarbeiten gerade begonnen wurde. Am Samstag wird es eine große Demonstration in Stuttgart gegen den neuen Hauptbahnhof geben.

Fast verzweifelt fragen die Gutacher in der Studie ihren Auftraggeber: “Letztes Wort bezüglich Infrastruktur-Dimensionierung gesprochen? Letztes Wort bezüglich Konzeption S-Bahn gesprochen?”

Quelle: www.presseportal.de/pm/6329/1643862/gruner_jahr_stern, Hervorhebung von mir.

Scheinbar klärt es sich langsam, warum die Studie so lange verheimlicht wurde.

Kommenden Samstag ist wieder eine Großdemo gegen Stuttgart 21!

Die fünf Hauptfeinde der Bahn

Donnerstag, 24. Juni 2010

Ein äußerst ‘wahrer’ Kommentar aus der Taz vom 23.06.10:
Die sowjetische Landwirtschaft hatte nur vier, aber ewige Gegner: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Das trifft inzwischen auch auf das deutsche Bahnwesen zu. VON RUDOLF WALTHER

Als Rot-Grün seinerzeit die Glanzidee hatte, den vom Flugwesen kommenden Hartmut Mehdorn an die Spitze der Deutschen Bahn zu berufen, gelangte ein fünfter Gegner an Bord: die Kundschaft. Die fliegende Kundschaft lässt sich mittlerweile alles bieten beim Transport, der längst nichts mehr mit Reisen, aber ziemlich viel mit Verpacken zu tun hat. Das Flugpublikum hat sich daran gewöhnt, für schlechtes Essen und lauwarme Getränke oder auch gar nichts alles zu ertragen: von den stumpfsinnigen Kontrollen vor dem Flug über das blöde Dauerlächeln des Begleitpersonals bis zur sardinenmäßigen Verstauung während des Flugs. Mehdorn hat alles getan, um dieses Niveau der Erniedrigung beim Fliegen auf den Bahnbetrieb zu übertragen. Er durfte viel zu lange damit experimentieren, aufrechte Bahnfahrer zu pflegeleichten Flugschafen umzuerziehen, bis er endlich abgelöst wurde.
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Falsches Sparen – Wie Merkel die Verkehrswende torpediert

Sonntag, 20. Juni 2010

Na, wenn das mal kein feiner Kommentar auf Spiegel-Online ist …

Falsches Sparen
Wie Merkel die Verkehrswende torpediert

Ein Kommentar von Christian Schwägerl / 19.06.10

Das schwarz-gelbe Sparpaket befördert die Verkehrspolitik von vorgestern: Es schröpft die Bahn und belohnt PS-Protzerei. Merkels Regierung begreift nicht, wie groß ihr Gestaltungsspielraum gerade in Zeiten des Sparzwangs ist. So behindert sie die Entwicklung intelligenter Mobilitätskonzepte.

Je weiter jemand in Deutschland von seinem Arbeitsplatz entfernt wohnt, desto effektiver kann er Steuern sparen. Je verschwenderischer sein Dienstwagen ist, desto günstiger kommt er beim Finanzamt weg. Je öfter er Deutschlands Straßen be- und abnutzt, desto mehr profitiert er davon, dass alle Steuerzahler deren Bau und Unterhalt finanzieren.

Willkommen im Land der staatlich geförderten Auto-Abhängigkeit!
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Ampelschaltungen in Dresden – Bus und Bahn werden ausgebremst

Mittwoch, 31. März 2010

Pressemitteilung, VCD Elbe-Saale, 31. 3. 2010

VCD: “Vorrang für den ÖPNV hilft der Umwelt mehr als fließender Auto­verkehr. In Dresden findet sich bisher eine unzureichende Bevor­rechtigung für ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr und eine veraltete Ampeltechnik.

Lutz Dressler, Landesvorstandssprecher des Verkehrsclub Deutsch­land (VCD) zeigte sich am Mittwoch sehr besorgt über die For­derung des ADAC-Sprechers Markus Löffler, die Vorrang­schaltung für Bus und Bahn generell in Frage zu stellen: “Natürlich muss es ein Anliegen der Verkehrsplanung sein, unnötige Warte­zeiten bei allen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden. Da sich aber in Dresden der durchschnittliche Straßenbahnnutzer mit 19 km/h bereits jetzt deutlich langsamer als ein Autofahrer (28 km/h) bewegt, ist es absurd eine (bisher kaum ausgebaute) Bevorzugung von Bus und Bahn zu hinterfragen. Während der motorisierte Individual­verkehr in Dresden immer schneller voran kommt und europaweit spitze ist, werden die umweltfreundlichen Verkehrs­träger systematisch ausgebremst. Allein die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben in der Innenstadt mit den schlechtesten Verkehrszuständen zu kämpfen, während der Autoverkehr zu über zwei Dritteln in Dresden in guten bis sehr guten Verkehrszuständen voran kommt. So sieht die Realität aus!” Auch Radfahrer und Fußgänger werden mit sogenannten Bettel­ampeln immer mehr behindert. Das sei eine Verkehrspolitik gegen die gesundheits­freundlichen Verkehrsträger dieser Stadt, so der VCD.
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Nachrichten, die die Welt braucht

Sonntag, 21. Juni 2009

Berichte über umgefallene Säcke Reis in China kennt man ja – aber in Nürtingen ist jetzt ein Chinese vom Rad gefallen!

Nürtingen (biz) – Nicht genug damit, dass ein 29-jähriger Chinese am Mittwoch durch eine Straße mit dem exotischen Namen „Mutschlenjauchert“ in Nürtingen strampeln musste. Weil er die Bremsen verwechselte, stürzte er auch noch über den Lenker vom Rad. Die sind in China nämlich genau andersherum angeordnet. Wir wünschen gute Besserung und denken an ihn, wenn wir in China aufs Rad steigen.

Gefunden in der Eßlinger Zeitung vom 19.6.2009

Neuer Merian-Reiseführer: „Urlaub in Deutsch­land mit Bus & Bahn“

Samstag, 14. März 2009

Nicht nur der VCD sieht auf der ITB die Chancen eines nachhaltigen Tourismus. Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Verlag Travel House Media (THM) sind davon über­zeugt, das man Deutschlands schönste Seiten auch und gerade mit Bussen und Bahnen entdecken kann.

Unter dem Titel „Urlaub in Deutschland mit Bus & Bahn“ prä­sentieren sie in einem kompakten Reiseführer aus der Serie „MERIAN live!“ 33 außergewöhnliche Touren abseits viel befahrener Straßen vor.


Entwickelt wurde der Reiseführer speziell für Familien und Gruppen. Er bietet Informationen zu Verlauf und Dauer der Ausflüge, zu Reise­zielen, Veranstaltungen und Einkehr­möglichkeiten – für entspannte und günstige Ausflüge mit Bussen und Bahnen.

Auch die Vorteile für die Umwelt werden in ihrer aktuellen Pressemitteilung hervorgehoben:

„Gerade angesichts des Klimawandels sind Busse und Bahnen von entscheidender Bedeutung. Durch sie werden im Jahr 15 Millionen Tonnen weniger CO2 in Deutsch­land verursacht“, sagt die Hauptgeschäftsführerin des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Dr.-Ing. Claudia Langowsky. Damit leiste der Öffentliche Per­sonen­nahverkehr (ÖPNV) und alle, die ihn nutzen, einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt. „Dank der flächendeckenden Verkehrs­infrastruktur in Deutsch­land können wir fast jedes Ziel gut mit Bus und Bahn erreichen“, so die Hauptgeschäftsführerin des VDV weiter.

Es wäre schön, wenn es auf diesem Weg mehr Unterstützer für die vielfältigen Aktionen des VCD zum Tourismus gäbe – seien es mit dem Fahrziel Natur, die Tourentipps zum Edersee, Südbaden mit Bus und Bahn, Erhalt von Zugstrecken (Korbach-Frankenberg, Enztäler Freiteitexpress) oder auch den Forderungen nach Tourismusfreundlichen Leistungen wie der Radmitnahme im Fern­verkehr.