Archiv für die Kategorie ‘Klimaschutz’

VCD kritisiert Ergebnisse des Benzingipfels als armselig

Dienstag, 08. März 2011

VCD-Pressemitteilung 24/11 – Berlin, 08.03.11
Der ökologische Verkehrsclub VCD bewertet das Ergebnis des so­ge­nann­ten Benzingipfels, der am heutigen Nachmittag im Bundes­wirt­schafts­ministerium tagte, als armselig.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Wenn als zentrales Ergebnis des großangekündigten Benzingipfels verkauft wird, dass die Listen, die darüber informieren, welche Fahrzeuge E10 nicht vertragen, nun flächendeckend an den Tankstellen aus­liegen sollen, ist das mehr als dürftig. Damit wird die Verant­wortung auf die Tankstellen verlagert, die inzwischen oft mehr Geschäft mit dem nächtlichen Verkauf von Lebensmitteln und Alkohol machen, aber meist nur mit einem Menschen an der Kasse besetzt sind. Wenn es jetzt wieder mit der E10-Einführung nicht klappt, dann sind halt die Tankwarte schuld. Karnevalesk!

Bundesumweltminister Norbert Röttgen, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und die Industrievertreter geben zwar Kom­mu­nikations­pannen zu. Die wirklich wichtigen Fragen zur öko­logischen und sozialen Verträglichkeit von Ethanol­beimischungen werden jedoch nicht gestellt.
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Zum heutigen Benzin-Gipfel: „Bessere Verkehrs­politik sichert Unabhängigkeit vom Öl“

Dienstag, 08. März 2011

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 6/2011, Hannover 08.03.11
Flächenland Niedersachsen angesichts hoher Spritpreise besonders gefordert

Anstatt sich heute in Berlin vornehmlich über das neue E10-Benzin zu streiten, sollte eine bessere Verkehrspolitik die von allen Fach­leuten geforderte Unabhängigkeit von teuren Ölimporten sichern. Niedersachsen kann hier Vorreiter sein“, so Michael Frömming, Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD).

Die Debatte um Vor- und Nachteile von E10 greift nach Auffassung des VCD zu kurz und darf sich nicht auf die Verträglichkeit für Auto­motoren reduzieren. „Die geforderte Unabhängigkeit von immer teureren Ölimporten ist angesichts von zunehmenden Kon­flikten in den Förderländern wichtig. Statt dabei aber auf E10 als wesentlichen Faktor zu setzen, sollten gerade Flächenländer wie Niedersachsen mit einer vernünftigen Verkehrspolitik dafür Sorge tragen, dass die Abhängigkeit vom Auto reduziert wird“, so Frömming.
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Neue Studie für UNEP stärkt »Rußfrei fürs Klima«-Kampagne

Mittwoch, 02. März 2011

Gemeinsame Pressemitteilung von VCD, NABU, BUND und DUH – Berlin, 02.03.2011
Dieselmotoren ohne Filter sind Klimakiller und machen Menschen krank

Umwelt- und Verkehrsexperten von BUND, DUH, NABU und VCD sehen sich durch die Ergebnisse der umfangreichen wissen­schaftlichen Studie für das UN-Umweltprogramm (UNEP) und die World Meteorological Organization bestätigt. Demnach sind feinste Rußpartikel aus Dieselmotoren nicht nur für schwere Gesund­heitsschäden der Menschen insbesondere in den Ballungs­zentren verantwortlich, sondern sie verstärken auch deutlich die Klima­erwärmung, belegt die Studie.

Damit wird es umso dringender, das Ziel der Verbände umzusetzen, Rußemissionen aus Dieselmotoren von Lkw, Lokomotiven, Bau­maschinen und der Schifffahrt vollständig zu stoppen. Die viel diskutierten Umweltzonen spielen dabei eine entscheidende Rolle. “Wer den Klimawandel bekämpfen will, darf sich nicht allein auf die Reduzierung von Kohlendioxid beschränken. Auch der Ausstoß von Rußpartikeln muss schnell reduziert werden“, erklärte NABU-Verkehrs­experte Dietmar Oeliger bei einem Pressegespräch am Mittwoch in Berlin.
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Agrosprit: E10 bringt vor allem Sonderprofite für Ölkonzerne

Donnerstag, 24. Februar 2011

VCD-Pressemitteilung 17/11 – Berlin, 24.02.11
VCD: E10 bringt vor allem Sonderprofite für Ölkonzerne

An immer mehr Tankstellen wird derzeit Kraftstoff mit einem Etha­nol­anteil von bis zu zehn Prozent – das sogenannte E10 – ein­geführt. Nach Vorgaben der EU müssen alle Mitgliedsstaaten bis 2020 zehn Prozent des Energiebedarfs im Verkehrsbereich aus erneuer­baren Energien decken und dies in nationalen Aktionsplänen fest­schreiben. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert in diesem Zusammen­hang, dass statt der Umwelt die Ölkonzerne profitieren würden; die Zeche zahlten die Autofahrer.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Agrokraftstoffe sind nicht per se klimaschonend. Autos stoßen damit zwar nur die Men­ge CO2 aus, die die Pflanzen zuvor gebunden haben, zusätz­liche Emissionen entstehen aber durch den Anbau und insbesondere durch die indirekte Landnutzungsänderung. Dabei werden Ener­gie­pflanzen auf Flächen angebaut, die bisher dem Anbau von Futter- und Lebensmitteln dienen. Zur Nahrungs- und Futter­mittel­produktion werden dann andere Gebiete in Agrarland umgewandelt – darunter sensible Ökosysteme. Eine aktuelle Studie im Auftrag eines breiten Bündnisses von europäischen Umwelt- und Entwicklungs­organisationen, dem mit T&E auch der europäische Dachverband des VCD angehört, belegt ganz klar: Die meisten Agrokraftstoffe haben unter Einbeziehung der indirekten Land­nutzungs­änderungen sogar eine deutlich schlechtere Klimabilanz als der herkömmlichen fossile Sprit, den sie ersetzen sollen.
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UNESCO zeichnet VCD-Projekte »FahrRad!« und »RADschlag« aus

Dienstag, 22. Februar 2011

VCD-Pressemitteilung 15/11 – Berlin, 22.02.11
VCD-Einsatz für nachhaltiges Handeln wird im Rahmen der »didacta« prämiert

Sie bringen Kinder und Jugendliche aufs Rad und begeistern den mobilen Nachwuchs für klimaschonende Fortbewegung: Dafür wer­den nun zwei Projekte des ökologischen Verkehrsclubs VCD durch die Deutsche UNESCO-Kommission ausgezeichnet. Bei »Fahr­Rad! Fürs Klima auf Tour« schwingen sich junge Menschen für reale und virtuelle Touren aufs Rad, »RADschlag« unterstützt Akteure der Fahr­rad­förderung bei ihrer Arbeit. Die Auszeichnungen für diesen Einsatz bei der Vermittlung von nachhaltigem Denken und Handeln werden am 23. Februar 2011 auf Europas größter Bildungs­messe »didacta« in Stuttgart übergeben.
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VCD-Jugendkampagne »FahrRad! Fürs Klima auf Tour« feiert fünften Geburtstag

Donnerstag, 10. Februar 2011

VCD-Pressemitteilung 11/11 – Berlin, 10.02.11
Jetzt anmelden zur fünften Runde!

Tage werden länger, Sonnenstunden häufiger und Thermometer messen immer höhere Plusgrade: Der Frühling naht – und damit auch für diejenigen, die nicht zu den Allwetterradlern gehören, die Gelegenheit, um wieder häufiger aufs Rad zu steigen. Das macht klug, hält fit und ist aktiver Klimaschutz. Daher startet der ökologische Verkehrsclub VCD jetzt die fünfte Runde seiner bundes­weiten Jugendkampagne »FahrRad! Fürs Klima auf Tour« und ruft Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren auf, sich zu beteiligen: im echten Leben und zugleich virtuell über das Online-Portal www.klima-tour.de. Ziel des Klimaschutz-Projekts ist es, junge Menschen für das Fahrrad als umweltschonendes Verkehrs­mittel auf Schul- und Freizeitwegen zu begeistern und so etwas gegen den Klimawandel zu tun.

Doris Neuschäfer vom VCD-Bundesvorstand: “Die Bilanz der Jugend­kampagne ist schon vor der diesjährigen Jubiläumsausgabe be­ein­druckend: Seit 2006 sparten mehr als 12 800 teilnehmende Jugendliche umgerechnet 285 Tonnen klimaschädliches CO2 ein, die sonst durch Autofahrten auf über zwei Millionen Kilometern entstanden wären. Und die Erfolgsgeschichte von *Fürs Klima auf Tour* geht auch in diesem Jahr weiter: Schon jetzt haben sich für die fünfte Runde mehr als 500 Jugendliche in 24 Gruppen angemeldet. Damit tragen sie aktiv zum Klimaschutz bei. Denn jeder mit dem Fahrrad zurückgelegte Weg spart Treibhausgase ein.“
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Deutsche Autoindustrie feiert CO2-Minderung bei Neufahrzeugen

Mittwoch, 02. Februar 2011

VCD-Pressemitteilung 07/11 – Berlin, 02.02.11
VCD: VDA spielt virtuos mit Zahlen

Anlässlich der heute vom Verband der Automobilindustrie (VDA) ver­kündeten CO2-Minderungszahlen bei Neufahrzeugen für 2010 be­scheinigt der ökologische Verkehrsclub VCD dem VDA-Präsi­den­ten Matthias Wissmann einen virtuosen Umgang mit Zahlen.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Die deut­sche Automobilindustrie feiert sich selbst für Erfolge bei der CO2-Minderung, die sie bereits vor Jahren kontinuierlich hätte erreichen können und müssen. 1998 verpflichtete sie sich im Chor der europäischen Autobauer, den CO2-Ausstoß der Neuwagen bis 2008 auf 140 Gramm je Kilometer zu senken, um so einen ver­pflich­tenden europaweiten Grenzwert auszuhebeln. Dann fiel sie in einen zehn Jahre währenden Tiefschlaf, so dass die CO2-Emissionen ihrer Neufahrzeuge 2008 mehr als 20 Gramm über dem Ziel der Selbstverpflichtung lagen. Auch 2010 sind die deutschen Autobauer mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 152,4 Gramm je Kilometer für die von ihnen verkauften Neuwagen weit davon entfernt. Hier hat die Industrie kläglich versagt.
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Verkehrspolitik Baden-Württemberg – viele Pläne, aber kein Konzept!

Dienstag, 01. Februar 2011

Presseinformation Nr. 4/2011, Stuttgart, 1. Februar 2011
Verkehrsclub moniert Generalverkehrsplan als eine An­samm­lung von Widersprüchen

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat mit dem Ge­ne­ral­verkehrsplans (GVP) 2010 und dem Entwurf für das Klima­schutzkonzept 2020PLUS zwei wichtige Zukunftskonzepte der Landes­regierung Baden-Württemberg analysiert und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Beide Vorhaben weisen eine Vielzahl an Wider­sprüchen auf . Der Generalverkehrsplan torpediere sogar die europäischen Be­mühun­gen für den Klimaschutz.

Man sollte meinen, die Klimaschutzziele der Europäischen Union würden auch für Baden-Württemberg gelten – doch der General­verkehrsplan des Landes ist ein Kniefall vor der LKW- und Auto­lobby und hat mit Klimaschutz überhaupt nichts zu tun“, kritisiert VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Nach dem GVP würden die Kohlendioxid(CO2)-Emissionen bis 2025 nur um fünf Pro­zent sinken. Die EU verlangt dagegen, dass der CO2-Ausstoß bereits bis zum Jahr 2020 sogar um 20 Prozent reduziert werden muss.
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Land vergibt bei Generalverkehrsplan Chance zugunsten Klimaschutz

Dienstag, 14. Dezember 2010

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 45/2010, Stuttgart, 14. Dezember 2010
Gemeinsame Pressemitteilung
Umweltverbände zum neuen Generalverkehrsplan (GVP) des Landes:

Chance vertan: Neuer GVP bietet keine Grundlage für eine nachhaltige und klimafreundliche Verkehrspolitik des Landes

Heute wurde der neue Generalverkehrsplan (GVP) des Landes vom Kabinett ver­ab­schiedet. Die baden-württembergischen Umwelt­verbände Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutschland (BUND), Landesnaturschutzverband (LNV) und Ver­kehrs­club Deutschland (VCD) kritisieren den neuen GVP als völlig unzureichend, um dem vom Land selbstgesetzten Anspruch einer nachhaltigen Verkehrs­entwicklung auch tatsächlich gerecht werden zu können. „Das Land hat eine weitere Chance vertan, den Verkehr nachhaltig und zukunftsgerecht zu gestalten“, kritisiert Dr. Brigitte Dahl­bender, Landesvorsitzende des BUND. Der GVP sei völlig ungenügend, um die Verkehrs­probleme des Landes im Kontext von Klimawandel, Energie­ein­sparung, Lärmreduktion, Luftreinhaltung und Schutz der biologischen Vielfalt zu lösen. „In den vier Fach­konzepten Straßen­verkehr, öffentlicher Personen­verkehr, Wirtschafts- und Luft­verkehr dominieren die jeweils sektoralen Wunsch­vor­stellungen, die alle unabhängig voneinander umgesetzt werden sollen. Eine Schwer­punkt­bildung mit der Zielsetzung einer nachhaltigen Mobilität ist nicht zu erkennen“, so Dahlbender. „Wieder einmal wird deutlich, dass das Land bei grundlegenden Fragen nicht nachhaltig handelt.
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CO2-Grenzwerte für Transporter

Donnerstag, 11. November 2010

VCD-Pressemitteilung 101/10, Berlin, 11.11.10
VCD: Bundesregierung blockiert erneut wichtige Klima­schutzmaßnahme auf EU-Ebene

Anlässlich der morgigen Ausschusssitzung der ständigen Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel kritisiert der ökologische Ver­kehrs­club VCD den Versuch der Bundesregierung und weiterer Staaten, den geplanten CO2-Grenzwert für leichte Nutzfahrzeuge auf EU-Ebene weiter zu verwässern, scharf.

Werner Korn vom VCD-Bundesvorstand: “Wie schon beim CO2-Grenz­wert für Pkw, versucht die Bundesregierung nun bei den geplanten Ober­grenzen für den CO2-Ausstoß für Transporter alles, um das bereits von 135 auf 140 Gramm CO2 je Kilometer abge­schwäch­te Ziel für das Jahr 2020 weiter auszuhöhlen.“ Mit Unterstützung vor allem der französischen Regierung übe die Bundes­regierung nun Druck auf die EU-Parlamentarier aus, sich für die anstehende Parlamentssitzung Ende November für ein Lang­fristziel von 155 Gramm CO2 je Kilometer auszusprechen, und drohe andernfalls damit, das Gesetz im Europarat zu blockieren. Gleichzeitig solle der für 2016 geplante Grenzwert von 175 Gramm CO2 pro Kilometer auf 2017 nach hinten verschoben werden. Korn: “Bundes­kanzlerin Angela Merkel und ihr französischer Amts­kollege Nicolas Sarkozy gerieren sich ein weiteres Mal als vermeintliche Retter der heimischen Autoindustrie. Dabei übersehen sie jedoch, dass sie damit nicht nur dem Klima, sondern letztlich auch der heimischen Wirtschaft schaden.

Die Erfahrungen aus dem Pkw-Bereich zeigten laut VCD, dass die Reduzierung des CO2-Ausstoßes wesentlich schneller zu bewerk­stelligen sei, als Politik und Autoindustrie im Vorfeld glauben machten.

Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsreferent: “Viele der bereits erfolgreich in Pkw eingesetzten Maßnahmen wie Start-Stopp-Automatik, Direktschaltgetriebe, Hochdruckeinspritzung und ver­bes­serte Aero­dynamik, die den Kraftstoffverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß senken, können problemlos auch in Transpor­tern zum Einsatz kommen. Die Autohersteller VW und Mercedes sind nach eigenen Angaben bereits heute in der Lage, bis 2015 einen Grenzwert von 175 Gramm CO2 pro Kilometer zu erreichen.“ Auch die britische »Society of Motor Manufacturers and Traders« habe vor wenigen Tagen zugeben müssen, dass ihre Mitglieder die Anstrengungen, die nötig seien, um den CO2-Ausstoß ihrer Fahr­zeuge zu senken, überschätzt hätten.