Archiv für die Kategorie ‘Gesundheit’

Zum morgigen Tag gegen Lärm (27.April 2011)

Dienstag, 26. April 2011

Gemeinsame Pressemitteilung VCD, Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD), BG BAU, Initiative Hören – 26.4.2011
Lärm trennt

Verkehrslärm, Nachbarschaftslärm, Freizeitlärm, Lärm in der Schule, Baulärm, Kinderlärm, Maschinenlärm – die Liste verschiedener Geräuschquellen ist sehr lang und zeigt, dass Lärm im alltäglichen Leben überall auftreten kann. Doch Lärm ist nicht nur allgegenwärtig, sondern auch schädlich für Gesundheit und Wohlbefinden und trägt somit nachhaltig zu einer Reduzierung der Lebensqualität bei. Er hat zudem negative soziale Folgen. Der diesjährige Tag gegen Lärm stellt mit seinem Motto “Lärm trennt“ diese gesellschaftlichen Auswirkungen in den Fokus. Lärm am Arbeitsplatz und zunehmend im Freizeitbereich trägt zum Verlust der Hörfähigkeit bei. Nach dem Diktum von Immanuel Kant “Nicht Sehen trennt von den Dingen, nicht Hören trennt von den Menschen“ kann dies zu Unsicherheit in Gruppensituationen, zur Ver­meidung von sozialen Kontakten, zu Misstrauen und Minder­wertigkeits­gefühlen und schließlich zur Gefahr der Vereinsamung führen. Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang der sorglose Musikkonsum (MP3-Player, Konzerte, Diskotheken usw.) vieler junger Menschen: Die Nutzung von MP3-Playern mit durchschnittlicher Lautstärke an nur 4 Stunden in der Woche entspricht der wöchentlichen Lärmbelastung an einem Arbeitsplatz, an dem Hörschutz vorgeschrieben ist. Studien belegen, dass inzwischen relevante Teile der Jugendlichen bereits hörgeschädigt sind. Die Trennwirkung des Lärms wird auch bei vielen gesellschaftlichen Konflikten deutlich, vor allem zwischen Nachbarn: Der Lärm der Nachbarn ist inzwischen nach dem Straßenverkehrslärm die störendste Lärmart in Deutschland: 37% der Wohnbevölkerung fühlen sich von ihm belästigt. Die Lösung dieser Konflikte ist mitunter besonders schwierig, weil die Einen Geräusche als lästig empfinden, die für Andere Ausdruck von Lebensfreude und notwendiges Medium lebendiger Kommunikation sind. Verkehrslärm schließlich führt zur unerwünschten städtebaulichen Trennung: Untersuchungen in Deutschland zeigen, dass sich die unteren Einkommensklassen im Vergleich zu den Besserverdienenden doppelt so stark von Straßenverkehrslärm gestört fühlen (siehe auch die Beiträge des UBA und des VCD). Aktuell erleben wir, dass der Streit um Flugrouten in Frankfurt und Berlin die Umlandgemeinden der Flughäfen in der Frage entzweit, wie die Belastungen zu verteilen sind.
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WHO legt neue Lärmstudie vor

Mittwoch, 30. März 2011

VCD-Pressemitteilung 28/11 – Berlin, 30.03.11
VCD fordert strengere Lärmrichtlinie für Straßenverkehr

Angesichts der Ergebnisse einer heute von der Welt­gesund­heits­organisation (WHO) vorgestellten Studie zu den Auswirkungen von Lärm auf die menschliche Gesundheit fordert der ökologische Ver­kehrsclub VCD strengere europaweite Lärmgrenz­werte. Der Bericht bestätigt erneut, dass Verkehrslärm nach der Luft­verschmutzung das zweitgrößte gesundheits­schädliche Umwelt­problem sei. Die neuen Berechnungen beziehen sich auf den Verkehrs­lärm und seine Auswirkungen auf die Gesundheit im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kognitiven Störungen bei Kindern, Schlafstörungen, Tinnitus und Stress.

Der WHO-Bericht zeigt deutlich, wie gesundheitsschädlich Ver­kehrs­lärm ist“, sagt VCD-Verkehrsreferent Michael Müller-Görnert. “Was wir nun endlich brauchen, sind strengerer Lärm­standards für Fahrzeuge. Die EU-Kommission wird voraussichtlich im Juni einen Vorschlag für neue Lärmgrenzwerte veröffentlichen. Sie darf die Chance, den Straßenverkehrslärm mindestens zu halbieren und Millionen von Europäern vor diesem Gesundheits­risiko zu schützen, nicht verstreichen lassen. Die neue Richtlinie muss wirksame Lärm­grenzwerte für Autos, Lieferwagen, Lastwagen und Busse setzen. Das Ziel muss sein, die Gesundheit zu schützen, die Lebens­qualität zu verbessern und die Ausgaben im Ge­sund­heits­wesen zu senken.
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fairkehr-Titelthema »Lärm tut weh«

Freitag, 08. Oktober 2010

VCD-Pressemitteilung 84/10 – Berlin, 08.10.10
Das unerhörte Umweltproblem

Schlafstörungen, Bluthochdruck, erhöhtes Herzinfarktrisiko – dauer­hafter Lärm macht krank. Fast 60 Prozent der Bundesbürger leiden unter Straßenlärm, etwa 30 Prozent fühlen sich von Schienenlärm belästigt, knapp 25 Prozent von Fluglärm. Was gegen Verkehrslärm unternommen werden kann und muss und warum Lärmschutz oft noch an wirtschaftlichen Interessen scheitert, zeigt der ökologische Verkehrsclub VCD in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr.

Fairkehr 5/2010

Fairkehr 5/2010


Lärm ist das am meisten unter­schätzte Umweltproblem unserer Zeit. Dabei ist der Lärmpegel an Autobahnen und Bundesstraßen heute lauter als je zuvor. Seit den 1970er Jahren hat sich der Krach, den die einzelnen Fahrzeuge erzeugen, zwar halbiert. Das enorme Verkehrswachstum hat diese Ingenieursleistungen jedoch längst zunichte gemacht. Lärmschutzwände und sogenannter Flüsterasphalt können etwas Abhilfe schaffen, verursachen jedoch hohe Kosten. Tempolimits, die gegen Straßenlärm helfen, brauchen politischen Druck, um durchgesetzt zu werden.
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Deutschland droht EU-Klage wegen Fein­staub­belastung

Freitag, 01. Oktober 2010

VCD-Pressemitteilung 82/10 – Berlin, 1. 10.2010
VCD: Filter-Förderung verlängern, Umweltzonen und Euro VI forcieren

Wie die EU-Kommission gestern in einem zweiten Mahnschreiben mit­teilte, gehen Deutschland und vier andere EU-Staaten nach wie vor nicht wirksam genug gegen den übermäßigen Ausstoß von Fein­staub­partikeln in die Luft vor. Der ökologische Verkehrsclub Deutsch­land VCD fordert die Bundesregierung dazu auf, daraus die Kon­se­quen­zen zu ziehen und endlich die Gesundheit seiner Bürger und den Klimaschutz vor die Interessen der Autolobby zu stellen.
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Verkehrsclub für weitere Verschärfung der Stuttgarter Umweltzone

Dienstag, 29. Juni 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 24/10, Stuttgart, 29. Juni 2010
VCD: Fußgänger und Radfahrer erzeugen keinen Feinstaub
Einfahrtsverbot für Autos mit roter Plakette ab dem 1. Juli

Der Umweltverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. begrüßt das ab Donnerstag geltende Einfahrtsverbot in die Stuttgarter Umweltzone, das allerdings nur für Autos mit roter Plakette gilt. Die Verschärfung der Umweltzonenregelungen sei allerdings nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Der VCD fordert für die Landeshauptstadt ein umfassendes, gesundheits- und klimaverträgliches Mobilitätskonzept.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Die Umweltzonen im Land sind unverzichtbare Nothilfemaßnahmen um die Feinstaubgrenzwerte der EU auch nur annähernd einzuhalten. Stuttgart gilt zu Recht als Feinstaubhauptstadt, denn die Menschen in der Landeshauptstadt sind weiterhin massiven Belastungen ausgesetzt. Insofern ist es verwunderlich, dass die Einfahrtsbeschränkungen so spät kommen und bisher nur Fahrzeuge mit roter Plakette betreffen.“

Nach Einschätzung des VCD können die Umweltzonen allein die notwendige Reduzierung der Emissionen ohnehin nicht leisten. Vielmehr müsse den Belastungen mit konsequenter Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung auf Bus, Bahn sowie Fuß- und Radverkehr begegnet werden. (weiterlesen…)

Rußpartikelfilter-Förderung

Dienstag, 01. Juni 2010

VCD-Service-Pressemitteilung 07/10 – Berlin, 01.06.10
Anträge ab heute wieder möglich – jetzt Partikelfilter nachrüsten!

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) weist darauf hin, dass Auto­fahrer seit heute wieder 330 Euro Barförderung beantragen können, wenn sie ihr Diesel-Auto mit einem Partikelfilter nach­rüsten. Nachrüstungen, die seit dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, werden rückwirkend gefördert. Auch Halter von leichten Nutz­fahr­zeugen bis 3,5 Tonnen können ab sofort von der Förderung durch die Bundesregierung profitieren – allerdings nur, wenn der Filter ab dem 13. Mai 2010 eingebaut wurde. Wer sein Fahrzeug nachrüste, spare nicht nur Bares, sondern könne in Zukunft in den meisten Fällen auch problemlos in die Umweltzonen fahren. Zudem erhöhe sich der Wagenwert deutlich.

In Hannover und Berlin dürfen bereits seit dem 1. Januar 2010 nur noch Autos mit grüner Plakette die Umweltzonen befahren. Städte wie Bremen, Frankfurt am Main oder Köln haben Dieselstinker mit roter Plakette ausgesperrt. Da immer mehr Städte in Deutschland Umweltzonen ausweisen und die Zufahrtsbestimmungen für Diesel­fahrzeuge verschärfen, ruft der VCD die Verbraucher auf, ihre Diesel-Fahrzeuge jetzt mit Partikelfiltern nachzurüsten. Auch leisten alle, die ihr Fahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüsten, einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz, denn Rußpartikel sind krebs­erregend. Der VCD weist zudem darauf hin, dass nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen Rußpartikel aus Dieselmotoren in erheblichem Maße den Klimawandel verstärken. Daher wird durch den Einbau von Partikelfiltern das Klima geschont.
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VCD Landesverband Baden-Württemberg zum Tag gegen den Lärm

Dienstag, 27. April 2010

Presseinformation Nr. 15/2010, Stuttgart, 27. April 2010

Verkehrslärm macht krank

VCD fordert zeitgemäße Mobilitätskonzepte

Lärm gefährdet die Gesundheit von Millionen Menschen in erheblichem Maße. Darauf weist der Landesverband Baden-Württemberg des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des Tages gegen Lärm am 28. April hin. BürgerInnen sollten vor Ort aktiv werden.

Die meiste Lärmbelastung vor Ort kommt vom Verkehr: Wer an einer vielbefahrenen Straße, einer lauten Bahntrasse oder in der Einflugschneise eines Flughafens lebt, hat statistisch ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung. Um diese Gesundheitsbelastung zu verringern, sind nach VCD-Ansicht Politik und BürgerInnen gleichermaßen gefordert.
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Kostbare Ruhe – teurer Lärm: Zum morgigen internationalen Tag gegen Lärm

Dienstag, 27. April 2010

Gemeinsame Pressemitteilung, Berlin, 27. April 2010
Zum morgigen internationalen Tag gegen Lärm (28.April 2010) – Lärm kommt uns teuer zu stehen

Lärm nervt und führt zu gesundheitlichen Schäden und Risiken. Seine Bekämpfung ist und bleibt deshalb eine unverändert not­wendige gesellschaftliche Aufgabe. Doch Lärm­minderung kostet in der Regel Geld. Deshalb werden Schutzziele abgeschwächt oder gar nicht erst verabschiedet und viele Regelungen des Lärmschutzes unzureichend formuliert und umgesetzt. Dabei wird gerne übersehen, dass auch der Lärm kostet, sogar viel kostet, vor allem in Form externer, nicht vom Verursacher, sondern von der Allgemeinheit getragener Folgekosten, aber auch in Form erheblicher Nutzungseinschränkungen und damit verbundener Wertverluste, die ebenfalls nicht von den Verursachern, sondern von vielen Betroffenen getragen werden.

Lärmminderung kostet also nicht nur, Lärmminderung vermeidet bzw. verringert auch Kosten. Trotz erheblicher Bewertungs­un­sicher­heiten gehen selbst konservative Schätzungen der externen Kosten des Verkehrslärms (u. A. Wertverlust von Immobi­lien und gesundheitliche Folgekosten) von jährlichen Kosten in Milliarden­höhe (bis zu 9 Mrd. € laut aktueller Studie) aus. Oft stehen diesen externen Kosten geringere Kostender Lärmminderung gegenüber, dann “lohnt” sich Lärmschutz auch volkswirtschaftlich. So rechnet das Land Berlin damit, dass sich die geplanten Maßnahmen im “Lärmminderungsplan für Berlin” nach zwei Jahren amortisiert haben.

Ein wesentliches Steuerungsinstrument besteht in der Beteiligung der Verursacher an den Folge- und Vermeidungskosten, der sog. Internalisierung externer Kosten. Verkehrsteilnehmer können so an den von ihnen verursachten Lärmkosten beteiligt werden, etwa durch lärmabhängige Fluglande-, Straßen- und Trassen­nutzungs­gebühren. Dieses Konzept der Internalisierung externer Kosten ist ein wichtiger Ansatz, mit dem das traditionelle Instrumentarium der Lärmbekämpfung (Emissions- und Immissions­vorschriften) ergänzt und bereichert werden muss.
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Lärmminderung durch reduziertes Tempo

Montag, 26. April 2010

Pressemitteilung VCD Hessen, Regionalgruppe Rhein-Main, Frankfurt a. M. – 26. April 2010
VCD in Frankfurt: Geschwindigkeitsbeschränkung auf stadt­nahen Autobahnen und Tempo 30 im Stadtgebiet

Lärm gefährdet die Gesundheit in erheblichem Maße. Darauf weist die Regionalgruppe Rhein-Main des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) anlässlich des diesjährigen Tags gegen Lärm am 28. April hin. Wer an einer vielbefahrenen Straße, einer lauten Eisenbahntrasse oder im Einzugsbereich eines Flughafens lebe, habe – das belegten umwelt­medizinische Studien – mehr zu leiden als Menschen in ruhiger Umgebung. In einem Ballungsraum wie der Rhein-Main-Region seien hunderttausende Menschen massiv und dauerhaft von Lärm belastet.
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Stuttgart trauriger Spitzenreiter bei der Feinstaubbelastung

Mittwoch, 20. Januar 2010

VCD-Landesverband Baden-Württemberg, Pressemitteilung 3/2010, Stuttgart, 20.01.2010
Zu viele Luftschadstoffe in den Städten / VCD: Umweltzonen ausweiten und Fahrzeuge nachrüsten

Angesichts der heute vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten Daten zur Feinstaub- und Stickoxidbelastung des Jahres 2009 mahnt der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualität an. Wie das UBA mitteilte, wurden im Jahr 2009 an über der Hälfte aller verkehrsnahen Messstellen die Jahresmittelwerte für Stick­stoff­dioxid (NO2) überschritten, bei Feinstaub waren die Werte an 23 von 408 Messstationen zu hoch. Wie in den Vorjahren war die Messstelle am Stuttgarter Neckartor bundesweit die Problem­zone Nr. 1 bei der Feinstaubbelastung. Die Belastung mit Stick­stoff­dioxid lag an vielen Orten über dem seit dem 1. Januar 2010 geltenden EU-weiten Grenzwert für das Jahresmittel von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

„Es ist davon auszugehen, dass nicht nur bei Feinstaub, sondern insbesondere bei NO2 mit Überschreitungen auch im Jahr 2010 zu rechnen ist. Daher müssen die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Verringerung der Belastungen verstärkt werden“, betonte der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. „Die Überschreitungen treten vor allem in Städten und Ballungsräumen auf, wo viele Menschen leben. Diese Menschen haben ein Recht auf saubere Luft und müssen entsprechend vor Gesundheitsgefahren geschützt werden.“
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