Archiv für die Kategorie ‘Gesundheit’

Dieselfahrer: Jetzt Partikelfilter nachrüsten

Mittwoch, 11. Mai 2016

Pressemitteilung, Berlin, 11. 05 2016

Im aktuellen Skandal um schmutzige Diesel kämpfen vor allem Umweltverbände für neue Messverfahren und Grenzwerte und somit auch für den Einsatz innovativer Technik in Neufahrzeugen. Doch die Gebrauchtfahrzeuge und ihre Wirkungen auf die Umwelt dürfen dabei nicht aus dem Fokus geraten. Ältere Dieselfahrzeuge, die vor 2009 auf den Markt kamen, wurden vielfach nicht mit Partikelfiltern ausgestattet und stoßen weiterhin extrem gesundheitsgefährdende Rußpartikel aus. Ein Problem vor allem für städtische Ballungsgebiete.

Abhilfe kann die Nachrüstung mit einem Partikelfilter schaffen. Der Filter hält durchschnittlich gut 50 Prozent der Partikel zurück und reduziert gleichzeitig den Ausstoß von Stickoxiden. Dies senkt das Gesundheitsrisiko von Bewohnerinnen und Bewohnern erheblich und erhöht die Lebensqualität aller. Mit dieser Erkenntnis fördert die Bundesregierung in diesem Jahr letztmalig den Einbau von Partikelfiltern. (weiterlesen…)

Luftreinhaltung in Städten zur Chefsache machen – Umweltministerkonferenz muss Druck auf Bundesregierung ausüben

Mittwoch, 06. April 2016

Pressemitteilung, Berlin, 06. 04 2016

Auch 2016 wird der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid (NO2) in Deutschland vielerorts überschritten. Schadstoffquelle Nummer eins ist der motorisierte Straßenverkehr. Da die Bundesregierung auch nach dem Abgasskandal in Sachen Luftreinhaltung weiter auf der Bremse steht, fordern Umweltverbände nun die Umweltminister der Länder auf, sich für ambitionierte Maßnahmen im Verkehrssektor einzusetzen. Die Weiterentwicklung der Umweltzonenregelung durch eine Blaue Plakette ist dringend erforderlich.

Die Umwelt- und Verkehrsverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der ökologische Verkehrsclub VCD fordern im Vorfeld der morgen stattfindenden Sondersitzung der Umweltministerkonferenz ein Umdenken in Sachen Luftreinhaltung in Städten ein. Insbesondere die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) liege aufgrund des hohen Anteils von Dieselmotoren in der Pkw-Flotte weiterhin deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten und schädige so Tag für Tag die Gesundheit hunderttausender Menschen. Nach Angaben der Europäischen Umweltbehörde (EEA) gehen allein in Deutschland jährlich mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle auf die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid zurück. (weiterlesen…)

„Elternhaltestellen“ für das Taxi Mama neben Schulen und Kitas sind der falsche Weg

Freitag, 04. März 2016

Pressemitteilung, VCD Nord-Ost, Potsdam/ Berlin, 4. März 2016.
VCD Brandenburg: Besser die Selbstständigkeit der Kinder fördern

Die Landesverbände des VCD in Brandenburg und Nordost (Bundes­länder Berlin und Mecklenburg-Vorpommern) kritisieren den Vorstoß der Landesregierung Brandenburg, vermehrt so genannte „Eltern­haltestellen“ direkt an Schulen und Kitas einzurichten. Laut Mitteilung des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landes­planung richtet derzeit die Gemeinde Glienicke als vierte Gemeinde nach Falkensee, Cottbus und Fürstenwalde (Spree) einen solchen Autoparkplatz ein, bei dem die Kinder in der Nähe von Schulen oder Kitas abgesetzt werden können. Gefördert werden diese „Haltebuchten“ jetzt mit Mitteln des Landes für die „bauliche Schul- und Spielwegsicherung“ zu 75 Prozent, so eine Mitteilung des Ministeriums. (weiterlesen…)

Steigende Zahl der Verkehrstoten darf nicht länger hingenommen werden

Donnerstag, 25. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 25. 02 2016

Erneut steigt die Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr. Laut den heute veröffentlichen vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundes­amtes sind im vergangenen Jahr 3.475 Menschen tödlich Straßen­verkehr verunglückt. Was einer Zunahme von 2,9 Prozent zum Vorjahr entspricht. Und auch die Zahl der Unfälle und Verletzten steigt weiter. 393.700 Menschen wurden bei Unfällen schwer oder leicht verletzt.

Der ökologische Verkehrsclub VCD kommentiert: Es wird höchste Zeit, dass die Politik konsequent und mutig handelt. Das Thema Tempolimit muss raus aus der Tabuzone. Mit der Ankündigung der Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO), um Tempo 30 innerorts leichter ausweisen zu können, wird ein zaghaftes Schrittchen gewagt, doch das reicht längst nicht aus. Ausnahmen müssen zur Regel werden. (weiterlesen…)

EU-Entscheidung konterkariert Luftreinhaltung

Mittwoch, 03. Februar 2016

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 7/2016, Stuttgart, 3. Februar 2016
EU-Parlament zu Schadstoffmessungen bei PKW
VCD: EU-Entscheidung konterkariert Kampf von Städten gegen Luftschadstoffe

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland kritisiert die heutige Ent­scheidung des EU-Parlaments zu Abgastests bei Dieselfahrzeugen, mit der der geltende Grenzwert für Stickoxide (NOx) für PKW auf­geweicht werde und damit betroffene Städte wie Stuttgart in ihrem Kampf für saubere Luft in den Innenstädten geschwächt würden.
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VG-Urteil zu Dieselabgasen – VCD erwartet ver­gleichbares für Stuttgart

Freitag, 15. Januar 2016

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 1/2016, Stuttgart, 14. Januar 2016
DUH-Klage wegen Diesel-Abgasen
VCD erwartet vergleichbares Szenario für Stuttgart

Verwaltungsgericht Wiesbaden droht mit Zwangsgeld und empfiehlt Fahr­verbote und Citymaut zur Einhaltung der Grenzwerte für Luft­schad­stoffe

Der VCD sieht in den aktuell vom Verwaltungsgericht Wiesbaden getroffenen Zwangs­geldandrohungen gegen das Land Hessen – auf Antrag der Deutschen Umwelt­hilfe (DUH) – wegen der Luftqualität in Wiesbaden und Darmstadt ein durchaus realistisches Szenario, das alsbald in ähnlicher Form auf das Land Baden-Württemberg wegen schlechter Luft in Stuttgart zukommen könnte. Denn auch für die Landeshauptstadt werde gemäß dem Zeitplan des im letzten Jahr vorgestellten Luftreinhaltekonzeptes eine zuverlässige Ein­haltung der Schadstoffgrenzwerte frühestens im Jahr 2020 erwartet.

Dieser Verzögerungstaktik hat das Verwaltungsgericht in Wiesbaden nun eine klare Absage erteilt, und mit ihrer kurzen Fristsetzung zur Umsetzung von neun bzw. zwölf Monaten klargestellt, dass die Einhaltung der Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide im Interesse des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung nicht der Beliebigkeit der ver­ant­wortlichen Entscheider obliegt“, erklärt der VCD-Landes­vorsitzende Matthias Lieb.
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2015 erneut mehr Verkehrstote

Freitag, 11. Dezember 2015

Pressemitteilung, Berlin, 11. 12 2015

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wird es 2015 im zweiten Jahr in Folge mehr Verkehrstote im Straßenverkehr geben. Die Zahl steigt nochmals um rund zwei Prozent auf etwa 3.450 tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer. Diese Entwicklung muss im Bundesverkehrsministerium Alarm auslösen. Sie zeigt auch, dass Plakatkampagnen für mehr Rücksichtnahme zwar gut sind, aber nicht ausreichen. Ob im Stadtverkehr oder auf den Autobahnen, eine der Hauptunfallursachen ist die nichtangepasste Geschwin­dig­keit. Die Höchstgeschwindigkeiten zu reduzieren, ist daher der bekannte Lösungsansatz und es bedarf endlich des Mutes, diese Maßnahme umzusetzen.

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Politischer Schutz der Autoindustrie zeigt seine hässlichste Seite

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Pressemitteilung, Berlin, 29. 10 2015
Einführung von RDE kombiniert mit Aufweichen des bestehenden Grenzwertes ist Verrat an der Gesundheit

Während der Skandal um manipulierte Abgaswerte noch in vollem Gange ist, hat es die Autoindustrie wieder einmal geschafft, erfolg­reich zu lobbyieren – gegen Grenzwerte, die die Gesundheit der Menschen wirklich und zeitnah schützen.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Es ist beschämend in welchem Maße die Bundesregierung vor der Autoindustrie einknickt, auf Kosten der Gesundheit der Menschen. Wie kann es denn sein, dass deutsche und europäische Autohersteller den amerikanischen Luftschadstoffgrenzwert einhalten können und in Europa argumentieren, dass dies nicht machbar sei?(weiterlesen…)

Abgasskandal in den USA? Nein: Vor allem in Europa belasten Millionen Dieselfahrzeuge die Städte

Dienstag, 06. Oktober 2015

Pressemitteilung, Berlin, 06. 10 2015

Zunächst war es ein Skandal um manipulierte Dieselfahrzeuge für den amerikanischen Markt, dann folgte die Offenbarung, dass auch VW-Dieselfahrzeuge in Europa mit einer Software ausgestattet sind, die dafür sorgt, dass diese Autos auf dem Papier bessere Schadstoffwerte ausweisen, als die Realität hergibt. Seit heute besteht Gewissheit darüber: die Mehrheit der unsauberen Dieselfahrzeuge ist in Europa unterwegs. Acht Millionen Dieselfahrzeuge belasten die Luft und gefährden Tag für Tag die Gesundheit der Menschen in Europa.

Aufgrund weiterer Tests unter anderem durch das ICCT, ist zudem davon auszugehen, dass die Tricksereien zur Einhaltung der Schadstoff-Grenzwerte noch viel umfänglicher sind. Extrem hohe Abweichungen zwischen den Werten vom Prüfstand und im Realverkehr treten auch bei Fahrzeugen anderer Hersteller auf. (weiterlesen…)

Fortschreibung des Luftreinhalteplans Stuttgart

Donnerstag, 23. Juli 2015

Pressemitteilung VCD Stuttgart und Klimabündnis Stuttgart, 21. Juli 2015

VCD und Klimabündnis Stuttgart begrüßen es, dass die Landes­regierung zur Einhaltung der Grenzwerte bei Feinstaub und Stick­oxiden den Zeithorizont nach vorne verschoben hat und sich um konsequentere Maßnahmen bemüht. Der Schutz der Bevölkerung vor den schädlichen Luftbelastungen muss endlich ernst genommen werden. Und der Gesetzgeber fordert Maßnahmen “so schnell wie möglich“.

Nach wie vor werden die Grenzwerte für Feinstaub an etwa 8 km und bei Stickstoffdioxid an ca. 100 km der Hauptverkehrsstraßen in Stuttgart überschritten. Die Gutachter sind sich einig: Allein mit Appellen und Abwarten werden die Grenzwerte auch bis 2021 nicht erreicht. Selbst der Ausschluss der Dieselfahrzeuge Euro 4 und 5 sowie insgesamt 20 % weniger Kfz-Verkehr würde nicht überall die Einhaltung der Grenzwerte sicherstellen, wie die LUBW in ihrem aktuellen Gutachten festgestellt hat. Um die Grenzwerte für Stick­stoffdioxide einzuhalten, wären an den “hot spots” aktuell Verkehrsreduzierungen auf 50 % erforderlich. (weiterlesen…)