Archiv für die Kategorie ‘Flugverkehr’

Flughafenausbau bringt keine neuen Arbeits­plätze

Donnerstag, 16. Februar 2012

VCD-Hessen, Pressemitteilung 1/2012, Frankfurt, 16. Februar 2012.

Durch die jüngsten Entwicklungen am Frankfurter Flughafen sieht sich der ökologische Verkehrsclub VCD in seiner Kritik am Bau der neuen Lande­bahn bestätigt. Nach Recherchen des TV-Magazins “Report Mainz” entstehen am Flughafen bei weitem nicht so viele neue Arbeits­plätze wie behauptet. Die meisten würden nur von anderen Standorten an den Airport verlagert.

Wir haben immer darauf hingewiesen, dass das Arbeitsplatz-Argument wenig stichhaltig ist“, erklärte Martin Mützel, Geschäftsführer des VCD Hessen. “Denn die Jobs, die am Flughafen neu geschaffen werden, fallen häufig an anderer Stelle weg.” Die negativen Auswirkungen des Flug­hafenausbaus auf den Arbeitsmarkt seien nie richtig untersucht worden. Nach Einschätzung des VCD erzeugt die Luftverkehrsbranche kein Wachstum, sondern verdrängt lediglich andere Dienstleistungen und Produkte. Die enormen Belastungen, denen die Bevölkerung in der Rhein-Main-Region ausgesetzt ist, dürften nicht länger mit den angeblichen ökonomischen Vorteilen des Flughafenausbaus gerecht­fertigt werden.
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VCD sucht Tipps für Familienurlaub ohne Auto und Flieger

Montag, 09. Januar 2012

VCD Region Ulm, Pressemitteilung, Ulm, 04.01.2012
Jetzt mitmachen und einen Kurzurlaub gewinnen

Familien mit Kindern fahren besonders oft mit dem Auto in den Urlaub oder nutzen das Flugzeug. Das hat Konsequenzen für Umwelt und Klima. Um zu zeigen, dass Urlaub auch mit Bahn, Bus und Fahrrad für Familien funktioniert und Spaß macht, hat der ökologische Verkehrsclub VCD eine Mitmach-Aktion gestartet. Zu Beginn des neuen Jahres geht diese in die zweite Runde.

Noch bis zum 15. Februar 2012 sammelt das VCD-Projekt »Mit Kindern unterwegs – ökologisch und entspannt« Tipps für gelungene Familienreisen ohne Auto und Flugzeug. Ob Winterurlaub oder Sommerferien, über ein Online-Formular auf der Seite www.vcd.org/tipps_familienurlaub.html können Familien von ihren ganz persönlichen Reisen berichten. So reiste eine Familie beispielsweise mit dem Zug aus München zum Skifahren in die Schweiz und genoss die spektakuläre Bahnstrecke zwischen Chur und Arosa. Andere fuhren mit dem Fahrradbus an den Atlantik oder wanderten mit den Kindern zu Fuß auf dem Jakobsweg entlang.

Machen Sie mit. Die besten Urlaubstipps werden auf der Internetseite www.vcd.org/urlaubstipps.html veröffentlicht. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir bis Ende Februar ein Wochenende für zwei Erwachsene inklusive der Kinder in einer Familien-Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH). Im Preis inbegriffen ist die Verpflegung und ein kleines Aktionsprogramm für alle.

Projektleiterin Steffi Windelen vom VCD:„Viele Familien berichteten, dass das Reisen per Bahn, auf dem Rad oder zu Fuß viel entspannter war und dass sie viele schöne Erlebnisse verpasst hätten, wenn sie mit dem Auto gereist wären.“
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Subventionierung des Luftverkehrs abschaffen

Dienstag, 15. November 2011

Pressemitteilung VCD Rheinland-Pfalz, Mainz, 15.11.2011
Verkehrsclub für Kerosinsteuer

Der VCD Rheinland-Pfalz (Verkehrsclub Deutschland e.V.) nimmt die Absenkung der Luftverkehrs­steuer zum Anlass, auf die nach wie vor fehlende Besteuerung von Kerosin hinzuweisen. Die jüngst von Innen­minister Roger Lewentz geäußerten Bedenken, die Luft­verkehrs­abgabe sei wettbewerbs­verzerrend, ist für den ökologisch orientierten Verkehrsclub in keiner Weise nachvollziehbar.

Während das Umweltbundesamt die Subventionen jährlich auf 11,5 Mrd. EUR (2010) beziffert hat, bringe die Luftverkehr­steuer lediglich rund eine Milliarde Euro an Einnahmen. Die Subventionen für den Flug­verkehr als umwelt­schädlichsten Verkehrsträger würden somit immer noch mehr als 10 Milliarden Euro pro Jahr betragen. Durch die nicht erhobene Mineralölsteuer auf Kerosin komme es nicht nur zu massiven Umweltschäden, sondern auch zu erheblichen Wett­be­werbs­verzerrungen. Umwelt­freundlichere Verkehrsträger wie die Bahn und Reisebusse würden demgegenüber durch ent­sprechende Steuern belegt und dadurch im Wettbewerb der Verkehrsträger erheblich benachteiligt. Der VCD fordert daher die Landesregierung auf, sich aus Gründen des Klimaschutzes und für gleiche Wettbewerbs­bedingungen beim Bund für eine Besteuerung von Kerosin ein­zu­setzen.

VCD kritisiert einseitige und kurzsichtige Unter­stützung der Luftfahrtindustrie

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Presseinformation, Berlin, 20. Oktober 2011
So kann die Bundeskanzlerin wirklich nicht landen

Am morgigen Freitag, den 21. Oktober wird Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Landung ihrer Regierungsmaschine auf der Nordwest-Bahn des Flughafens in Frankfurt/Main die neue und vierte Bahn des Rhein-Main-Flughafens eröffnen.

Für den ökologischen Verkehrsclub VCD ist dieser Tag kein Tag zum Feiern. Die Eröffnung in Gegenwart der Bundeskanzlerin ist vielmehr ein Showakt der Industrie, die versucht, alle Umweltfolgen des Flugverkehrs zu ignorieren, insbesondere die extreme Zunahme von Lärm im Alltag von Hundertausenden. Die Schmerzgrenze ist erreicht, das bringen die Proteste an verschiedenen Flughäfen in Deutschland zum Ausdruck.

Auch die Auswirkungen des Klimawandels werden den Flugverkehr nicht unberührt lassen. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes ist die Klimawirksamkeit des Flugverkehrs mit 356 g CO2 pro Per­sonen­kilometer fast achtmal höher als bei der Bahn, wo nur 46 g CO2 freigesetzt werden.
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Neue Landebahn ist starke Belastung

Donnerstag, 20. Oktober 2011

VCD Hessen, Pressemitteilung 21/2011, Frankfurt, 20. Oktober 2011
Alternativen zum Flugverkehr endlich fördern

Mit der Landung von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der neuen Landebahn in Frankfurt beginnt am morgigen Freitag ein neues Kapitel der Belastung von Mensch und Umwelt durch den Flugverkehr. Der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen fordert aus diesem Anlass, Kurzstreckenflüge auf die Schiene zu verlagern sowie das Nachtflugverbot zu erhalten und auszuweiten.

Hätten sich Bund und das Land Hessen genauso für die Eisenbahn Frankfurt–Fulda eingesetzt wie für die zusätzliche Landebahn, gäbe es jetzt weniger Flüge von Frankfurt nach Leipzig oder Hannover“ bedauert VCD-Landesvorsitzender Udo Messer.
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Nachtflugverbot muss Dauereinrichtung werden

Dienstag, 11. Oktober 2011

VCD Hessen, Pressemitteilung 20/2011, Wiesbaden/Kassel, 11. Oktober 2011.

Der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen freut sich über die vorläufige gerichtliche Durchsetzung des Nachtflugverbotes am Flughafen Frank­furt. Dieses muss jedoch auf die ganze Nacht von 22 bis 6 Uhr aus­geweitet und dauerhaft etabliert werden.

Es gab ein Mediationsergebnis und es gab bereits ein VGH-Urteil zum Nachtflugverbot. Wer sich darauf verlassen hat, dass Lobby und Landes­regierung das Recht schon brechen werden, hat dieses Mal Pech gehabt. Und das ist gut so.” freut sich VCD-Landesvorsitzender Udo Messer. Der VCD fordert Landesregierung, Fraport und die Flug­gesell­schaften auf, das Verbot zu akzeptieren und auf den Boden des Mediations­ergebnisses zurück zu kehren.

Nach Ansicht des VCD ist ein Flughafen mit Nachtflugbetrieb inmitten eines dicht besiedelten Ballungsraumes nicht zu halten. Unabhängig von Flugrouten, Landeanflügen und Startverfahren gibt es keine Bereiche mehr, die unempfindlich gegen Fluglärm sind.

Land streicht bei Verkehrsverbünden, um Flug­platz Calden zu finanzieren

Freitag, 02. September 2011

VCD Hessen, Pressemitteiliung 15/2011, Kassel, 2. September 2011
VCD: Prioritätensetzung als Realsatire

Der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen kritisiert die von Landes­verkehrs­minister Dieter Posch angekündigten Streichungen bei den hessischen Verkehrsverbünden scharf. Gegenüber den bisherigen Zusagen werden 2012 bei Bus und Bahn 20 Millionen Euro gestrichen. Der Verkehrs­club geht davon aus, dass dies Folgen für Fahrpreise, Angebot und Investitionen haben muss.

Da öffentliche Verkehrssysteme hohe Fixkosten haben, ist eine kurz­fristige Einsparung beim Betrieb nur durch überproportionale Streichungen im Fahrplan möglich. Hierbei sind die Verbünde auf das Wohl­wollen der Verkehrsunternehmen angewiesen, die ihrerseits auf Vertrags­erfüllung pochen können. Alternativen sind der Verzicht auf Bau­maß­nahmen oder weitere Fahrpreiserhöhungen.
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Flughafen Calden wieder einmal teurer

Sonntag, 28. August 2011

Pressemitteilung 14/2011, Kassel, 26. August 2011
VCD: Planungsverfahren transparenter gestalten

Angesichts der erneuten Kostensteigerung beim Regionalflugplatz Kassel-Calden fordert der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen transparentere Planungsverfahren.

Offensichtlich ist es möglich, Öffentlichkeit und Parlamente mit einseitig interessegeleiteten Prognosen zu täuschen, bis unumkehrbare Fakten geschaffen sind. Letztlich untergräbt das das Vertrauen in Politik und Verwaltung und schürt Politikverdrossenheit“, so VCD-Landes­geschäftsführer Martin Mützel. Er erinnert daran, dass noch vor zwei Jahren von Baukosten von 151 Mio. Euro die Rede war. Jetzt, noch vor Beginn der Hochbauten, sind bis zu 271 Mio. vorgesehen. In der Zwischenzeit blieb die Suche nach einem Betreiber erfolglos, nach wie vor hat keine Fluglinie einen Linienverkehr zugesagt.
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Deutscher Flugverkehr wird weiterhin massiv bevorteilt

Dienstag, 23. August 2011

Presseinformation, Berlin, 23. August 2011
Luftverkehrssteuer ist lediglich ein Kompensationsinstrument

Krise in der deutschen Luftverkehrsbranche aufgrund zu hoher Be­lastun­gen für die Airlines? Davon kann nach Ansicht des öko­lo­gi­schen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) nicht die Rede sein. Der Flugverkehr wird als einziger Verkehrsträger in hohem Maße subventioniert. Der Treibstoff, das Kerosin, ist steuerfrei und auf Flüge ins Ausland wird keine Mehrwertsteuer erhoben. Damit genießt ausgerechnet der besonders klimaschädliche Flugverkehr ein enormes Steuer­privileg.

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes erfreut sich der Luft­verkehr an einem Steuerprivileg von jährlich rund 11,5 Milliarden Euro. Die Luft­verkehrssteuer, die aktuell von den Airlines so harsch kritisiert wird, vermindert die Begünstigung lediglich um eine Milliarde Euro. Das heißt, der Flugverkehr in Deutschland wird weiterhin mit 10,5 Milliarden Euro subventioniert“, betont Heiko Balsmeyer, Luftverkehrsexperte des ökologischen Verkehrsclub VCD.
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Spatenstich für Flughafen Calden

Donnerstag, 10. März 2011

Pressemitteilung 4/2011, VCD Landesverband Hessen e.V., Kassel, 10. März 2011
Sinnloses Millionenloch macht Werbung für „Schulden­bremse“ unglaubwürdig

Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert den symbolischen Spaten­stich für den Flughafen Kassel-Calden. „Gut zwei Wochen vor der Abstimmung über eine Schuldenbremse werden noch einmal richtig teure Fehlentscheidungen gefeiert, die zukünftige Generationen sowohl finanziell als auch ökologisch dauerhaft be­lasten“ kritisiert Martin Mützel, VCD-Landesgeschäftsführer.

Der Flughafen soll die Steuerzahler nach derzeitigen Angaben 225 Mio. € kosten. Davon entfallen 187 Mio. € auf das Land Hessen, den Rest übernehmen die überwiegend hoch verschuldeten Kom­mu­nen der Region. Der VCD erwartet, dass es zu weiteren Kosten­steigerungen kommen wird, zudem wird über zusätzliche Straßen sowie Bahn- und Busverbindungen diskutiert, die in den Kosten noch nicht enthalten sind.
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