Archiv für die Kategorie ‘Flugverkehr’

Gestrandete Passagieren am Frankfurter Flughafen: Probleme sind teilweise hausgemacht

Mittwoch, 27. Juli 2016

Pressemitteilung VCD Hessen, Wiesbaden, 27.07.2016

„Die Flughafenbetreiberin Fraport will sich wegen einiger schlafloser Kunden über gesetzliche Regeln hinwegsetzen, hat aber kein Problem damit, den Schlaf hunderttausender Anwohner weiter zu beeinträchtigen. Die Versuche von Fraport, die sowieso schon beschnittene Nachtruhe der Bürger weiter einzuschränken, werden auch durch Wiederholung nicht origineller. Es war absolut richtig, dass Staatssekretär Mathias Samson diese Sommerloch-Diskussion schnell und unmissverständlich beendet hat“, kommentiert Werner Geiß, Vorstand des alternativen Verkehrclubs VCD Hessen.
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Klimaschutzabkommen: Bundesregierung muss Verkehrswende einleiten

Mittwoch, 20. April 2016

Pressemitteilung, Berlin, 20. 04 2016

Anlässlich der Unterzeichnung des in Paris verabschiedeten Klimaschutzabkommens, am Freitag bei den Vereinten Nationen, hat der ökologische Verkehrsclub VCD gemeinsam mit vierzig zivilgesellschaftlichen Organisationen einen eigenen Klimaschutzplan in Berlin vorgelegt. Mit diesem fordern die Verbände die Bundesregierung auf, konkrete Maßnahmen festzuschreiben, damit Deutschland seinen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten kann. Welche Maßnahmen die Bundesregierung explizit im Verkehrsbereich treffen muss, verdeutlicht der VCD in folgenden vier Punkten. (weiterlesen…)

Vorschlag des Umweltschutzkomitees der ICAO zu CO2-Obergrenzen neuer Flugzeuge ist längst nicht beschlossen

Mittwoch, 10. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 10. 02 2016

Dass der Flugverkehr der umweltschädlichste Verkehrsträger ist, kommt nicht von irgendwoher. Allein die direkten CO2-Emissionen von Flugzeugen machen derzeit zwei Prozent der weltweiten Treib­haus­gasemissionen aus. Gestern schien es so, als würde die UN-Organisation ICAO einen Schritt Richtung Eindämmung der CO2-Emissionen gehen. Deren Umweltschutzkomitee legte einen Vorschlag  auf den Tisch, nachdem für neue Flugzeuge ab 2020 eine CO2-Obergrenze gelten soll.

Während die Luftverkehrsbranche den Vorschlag in den Himmel lobte, sogar schon von verabschiedeten CO2-Grenzwerten sprach, stellt der ökologische Verkehrsclub VCD fest:
Nichts ist verabschiedet. Die 36 Länder im Rat der ICAO müssen diesem Vorschlag noch zustimmen. Und selbst wenn dies geschieht, tritt der Grenzwert für neue Flugzeuge vollumfänglich erst 2028 in Kraft. Flugzeuge die vor 2020 zugelassen werden, würden zudem überhaupt nicht adressiert.
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Kein Klimaschutz ohne Maßnahmen im Flug- und Schiffsverkehr

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Pressemitteilung, Berlin, 10. 12 2015

Gestern haben die Vertreter der Staaten auf der Pariser Klimakonferenz den internationalen Flug- und Schiffsverkehr aus ihrem Vertragsentwurf für eine neues Klimaabkommen gestrichen. Damit haben sie entschieden, erneut die größten Klimasünder des Verkehrsbereichs aus der Verantwortung zu nehmen.

Besonders fatal ist dies, da der internationale Flug- und Schiffsverkehr derzeit nicht unter die nationalen Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen fällt. So haben sich die globalen CO2-Emmissionen im Flug- und Schiffsverkehr seit 1990 fast verdoppelt. Bis zum Jahr 2050 wird sogar mit einem Anstieg um bis zu 270 Prozent gerechnet.
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VCD zu Spatenstich Terminal 3

Montag, 05. Oktober 2015

Pressemitteilung VCD Hessen, Wiesbaden, 5. Oktober 2015
Größere Fehlinvestition als BER

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Landesverband Hessen, re­agiert mit Kritik auf den Spatenstich für das Terminal 3 am Frank­furter Flughafen. „Alle Welt schüttelt zu Recht den Kopf über die 5,3 Milliarden Euro, die der neue Berliner Flughafen kosten wird. Allerdings entsteht dort ein kompletter Flughafen, während in Frankfurt 3 Milliarden für ein einziges, überflüssiges Gebäude verpulvert werden.“ Das neue Terminalwerde in einigen Jahren entweder leerstehen oder nur notdürftig mit Billigfliegern aufgefüllt sein – beides bedeuteweder einen Gewinn für Fraport noch für die Region“, so VCD-Landesvorstand Werner Geiß. „Unterm Strich ist das Terminal 3 eine noch größereFehlinvestition als der Flughafen BER. Es wird genauso wenig gebraucht,wie die Nordwest-Lande­bahn gebraucht wurde.(weiterlesen…)

NGO-Allianz stellt Luftverkehrskonzept vor und fordert verpflichtende Klima-Abgabe

Dienstag, 04. August 2015

Pressemitteilung, Berlin, 04. 08 2015

Zurzeit erarbeitet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) federführend das im Koalitionsvertrag vereinbarte Luftverkehrskonzept der Bundesregierung. Auch Nicht­regierungs­organisationen (NGOs) sind an dem Prozess beteiligt, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bundes­vereinigung gegen Fluglärm (BVF). Aus Sicht dieser und weiterer NGOs aus den Bereichen Umweltschutz, Lärmschutz und Entwicklungs­zusammenarbeit vernachlässigt das BMVI die Klimaschutzziele und die Nachhaltigkeits­strategie der Bundes­regierung. BUND, BVF, Brot für die Welt, Deutscher Natur-schutzring (DNR), Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), Klima-Allianz, Robin Wood und der ökologische Verkehrsclub VCD legen daher ein Luftverkehrskonzept auf Grundlage eigener Daten­auswertungen hervor. (weiterlesen…)

Terminal 3: Reaktion des VCD Hessen

Mittwoch, 04. März 2015

Pressemitteilung VCD Hessen, 4.3.2015
VCD sieht neue Situation / Kaufmännische Vernunft oder Terminal 3-Roulette?

Der Verkehrclub Deutschland (VCD), Landesverband Hessen sieht nach der Überprüfung der Fraport-Prognosen durch Verkehrs­minister Tarek Al-Wazir eine neue Situation. Mit der Kombination des Ausbaus im Bestand von ‘A Plus Nord und Flugsteig C Neu’ liege nun eine durchgerechnete, vernünftige Alternative auf dem Tisch, die nur ein Drittel der fast 3 Milliarden Euro für ein Terminal 3 kostet. Weiterer Vorteil: Mittelfristig müssten diese Areale sowieso modernisiert werden. Klarer Gewinner bei der Alternativ­lösung sei die Lufthansa: Sie würde sowohl von kürzeren Wegen und Zeitersparnis, als auch indirekt von den geringeren Kosten profitieren. Der erhöhte Passagierkomfort eines Ausbaus im Bestand könne mit einem 2 Kilometer entfernten Außenposten namens Terminal 3 nicht erreicht werden.

Die Überprüfung des Fraport-Gutachtens durch die Landesregierung hat aus Sicht des VCD Hessen vier gravierende Mängel deutlich gemacht:
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VCD zu Terminal 3: Fraport begibt sich in gefährliche Turbulenzen

Donnerstag, 22. Januar 2015

Pressemitteilung VCD Hessen, 22. Januar 2015

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) rät Fraport, schon aus eigenem Interesse die Finger vom Bau eines Terminal 3 zu lassen. Die aktuelle weltweite Marktentwicklung im Flugzeugbau mache mittel­fristig die Drehkreuzfunktion und damit auch ein zusätzliches Terminal überflüssig. Es käme nun auf die Vernunft des Manage­ments und der Aufsichtsräte von Fraport und Lufthansa an, Hessen vor einer weiteren milliardenteuren Fehlinvestition zu bewahren.

Werner Geiß, Landesvorstand und Flugverkehrsexperte beim VCD Hessen, analysiert: „Die Zeit der schweren Riesenflugzeuge läuft ab. Airbus erwägt, die Produktion des A380 – bislang größtes Ver­kehrsflugzeug – mangels Nachfrage einzustellen. Der Weltmarkt bevorzugt längst kleine, sparsame Modelle aus Verbundwerkstoff, die nahezu alle Ballungsräume der Welt nonstop verbinden können, ohne Zu­brin­ger­flüge und Umsteigen auf einem Luftfahrtdrehkreuz.“ Für diese vergleichsweise klimaschonenden und deutlich leiseren Flugzeuge lägen bereits rund 2000 Bestellungen vor. Und selbst ungeachtet dieser Marktentwicklung seien die meisten Zubringer­flüge leicht durch das Angebot schneller Züge zu ersetzen. Dies ist auch das Ergebnis einer aktuellen BUND-Studie. (http://www.bund-hessen.de/2014-Flug-auf-Schiene-Studie ) (weiterlesen…)

Neue Entgelte am Flughafen: Zu wenig Anreiz für Lärm-Reduzierung

Dienstag, 13. Januar 2015

Presseinformation VCD Hessen, 13.1.2015
VCD zu neuer Staffelung der Lärm-Entgelte am Flughafen:
Zu wenig Anreiz für Lärm-Reduzierung / Luftwirtschaft sträubt sich gegen technischen Fortschritt

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat die neuen Lärm­entgelte für alle Starts und Landungen am Frankfurter Flug­hafen unter die Lupe genommen. Mit den in 16 Stufen gestaffelten Entgelten verfolgt der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir das Ziel, dass die Fluggesellschaften Frankfurt mit leiseren Maschinen anfliegen. Der VCD hält die Grundidee für richtig, kritisiert die derzeitige Spreizung aber als nicht ausreichend für eine spürbare Fluglärm-Reduzierung. So würden einige besonders laute Lufthansa-Lieblinge von Fraport geschont.

22.680 Euro muss eine Fluggesellschaft für einen Start des lautesten Flugzeugtyps berappen. Eine spektakuläre Summe, die den Eindruck vermittelt, als würde die Fraport jetzt richtig durch­greifen beim Lärmschutz. Werner Geiß, Landesvorstand und Luftfahrt-Experte beim VCD Hessen, klärt auf: „Diese höchste Stufe gilt für museale Flugzeugtypen aus den 60er Jahren, wie B 707, DC-8 oder DC-9. Solche Maschinen sind schon seit Jahrzehnten nicht mehr in Frankfurt gestartet. Die Höchstsumme existiert also nur auf dem Papier.(weiterlesen…)

Bundesverfassungsgericht bestätigt: Luft­verkehr­steuer ist rechtens

Mittwoch, 05. November 2014

Pressemitteilung, Berlin, 05. 11 2014

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt das heutige Urteil des Bundes­verfassungsgerichts, das in der 2011 eingeführten Luft­verkehr­steuer keine verfassungsrechtlichen Bedenken sieht. Das Gericht bestätigte damit ein früheres Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg. Geklagt hatte jetzt das Land Rheinland-Pfalz, das neben rechtlichen Aspekten zusätzlich wirtschaftliche Gründe ins Feld führte.

Monika Ganseforth, Mitglied des VCD-Bundesvorstandes:Das klare Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist sehr wichtig, denn die Luftverkehrsteuer stellt derzeit das einzige Steuerinstrument für den klimaschädlichsten Verkehrsträger dar. Die Steuer setzt Anreize zur Verlagerung von Reisen aus der Luft zurück auf den Boden. Wenn sich zusätzlich Flugbewegungen auf weniger Stand­orte konzentrieren, verringert dies auch die Zahl der vom Fluglärm Betroffenen. Nicht zu vergessen, die Steuer leistet einen − wenn auch nur kleinen − Beitrag zum Abbau der erheblichen Subven­tionen im Luftverkehr.(weiterlesen…)