Archiv für die Kategorie ‘Fahrgastrechte’

EuGH Urteil zu Rechten von Bahnreisenden:

Donnerstag, 26. September 2013

Pressemitteilung, Berlin, 26. 09 2013

Wenn die Bahnreise zu lange dauert, haben Fahrgäste ein Recht auf Entschädigung auch bei höherer Gewalt. Das hat der Euro­pä­ische Gerichtshof (EuGH) mit seinem heutigen Urteil klar und deutlich gemacht, aus Verbrauchersicht eine positive und richtige Entscheidung.

Zukünftig ist es gleich, aus welchen Gründen ein Zug Verspätung hat, die Fahrgäste erhalten eine anteilige Erstattung des Fahr­preises vom Bahnunternehmen: 25 Prozent ab einer Stunde Verspätung und 50 Prozent ab zwei Stunden. Fahrgäste können dies ab sofort geltend machen.

Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert, dass der Europäische Gerichtshof die Pflicht zur Entschädigung im Falle höherer Gewalt ausschließlich für den Bahnverkehr festlegt. Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „In der Urteilsbegründung wird eine analoge Anwendung auf andere Verkehrsträger ausgeschlossen. Das ist Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Eisenbahnverkehrs und zu Gunsten der anderen Verkehrsträger.
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DB will Reisedaten ihrer Kunden verkaufen

Sonntag, 17. März 2013

Ob das reicht, die Mehrkosten von Stuttgart 21 abzufangen? Spiegel-Online berichtet:

Kunden der Deutschen Bahn müssen möglicherweise schon bald mit der Weitergabe ihrer Reisedaten rechnen. Der Grund: Die Bahn möchte nach Spiegel-Informationen zukünftig die Fahrt­infor­ma­tio­nen ihrer Vielfahrer vermarkten und damit Geld verdienen. Zu diesem Zweck lässt sie sich seit einigen Wochen neue Vertrags­bedingungen von solchen BahnCard-Inhabern bestätigen, die auch Bahn-Bonus-Kunden sind.
Künftig sollen diese auf ihre “individuellen Bedürfnisse” zu­ge­schnittene Werbeangebote erhalten – von Kooperations­partnern wie Banken, Versicherungen oder Fast-Food-Ketten.

Den ganzen Artikel gibt’s hier.

Fahrgastbeirat soll den Kunden des SPNV eine Stimme geben

Samstag, 28. April 2012

Pressemitteilung des Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Stuttgart, 28. April 2012
Konstituierende Sitzung des Fahrgastbeirats für den Schienen­personen­nahverkehr Baden-Württembergs
­VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb als Vorstand gewählt

Ausgewählte VertreterInnen verschiedener Verbände und SPNV-NutzerInnen folgten der Einladung des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann am Freitagnachmittag, dem 27. April 2012 nach Stuttgart, um den Fahrgastbeirat für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) des Landes Baden-Württemberg auf den Weg zu bringen. Minister Hermann sagte zur Begrüßung: „Der SPNV soll noch besser auf Wünsche der Kunden abgestimmt sein, dazu stellt der Fahrgastbeirat einen wich­ti­gen Baustein dar.

Die Mitglieder des Fahrgastbeirates haben in der konstituierenden Sitzung die Grund­züge ihrer Arbeit festgelegt. Zentrale Punkte werden dabei unter anderem Barriere­freiheit, Fahrgastrechte und die Ausstattung der Fahrzeuge sein. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und zunächst für zwei Jahre im Amt. Der Fahrgast­beirat soll die Anlaufstelle für Wünsche, Anregungen und Kritik von Fahrgästen des SPNV sein, will dem Land aber auch aktiv Vorschläge für einen attraktiven und umweltgerechten SPNV unterbreiten. Der Fahrgastbeirat tagt zwei Mal im Jahr, bei Bedarf auch häufi­ger. Aus ihrer Mitte haben die Mitglieder Matthias Lieb als Vorsitzenden und Gerlinde Kurzbach als Stellvertreterin gewählt.
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VCD fordert Entschädigung nach Berliner Modell

Mittwoch, 05. Januar 2011

Presseinformation Nr. 1/2011, Stuttgart, 5. Januar 2011
Stuttgarter S-Bahn-Chaos: VCD fordert angemessene Entschädigung
Verband Region Stuttgart lässt Nahverkehrskunden im Regen stehen

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die An­kündigung der Ver­antwortlichen der S-Bahn Stuttgart, ab kommen­den Montag wieder einen funktio­nieren­den Nahverkehr rund um Stuttgart gewährleisten zu wollen. Der VCD fordert, die vom halbjährigen Chaos bei der S-Bahn geplagten Fahrgäste nach Berliner Vorbild angemessen zu entschädigen.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: „Die bisherige Ent­schädigungs­regelung ist schäbig und wird der Verant­wort­lich­keit der Deutschen Bahn überhaupt nicht gerecht.

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Fahrplanwechsel am Sonntag

Freitag, 10. Dezember 2010

VCD-Pressemitteilung 112/10 – Berlin, 10.12.2010
VCD kritisiert weiterhin mangelhafte Angebotsqualität / Deutsche Bahn bei Bahnpreisen teilweise einsichtig

Zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag verzichtet die Deutsche Bahn AG (DB AG) zum ersten Mal seit 2003 auf eine Fahr­preiserhöhung im Fernverkehr. Im Nahverkehr hingegen erhöht sie die Preise für normale Fahrkarten und für Zeitkarten um durch­schnittlich 1,9 Prozent. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert von der DB AG, die routinemäßige Aufwärtsspirale bei den Preisen generell zu beenden und bei mangelhafter Qualität des Bahn­angebots auch im Nahverkehr auf eine Anhebung der Fahrpreise zu verzichten.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Es ist aus Sicht der Fahr­gäste eine Selbstverständlichkeit, dass die DB AG in diesem Jahr auf eine Fahrpreiserhöhung im Fernverkehr verzichtet. Alles andere wäre schlichtweg nicht zu vermitteln – nicht zuletzt angesichts der auch weiterhin mangelhaften Qualität des Bahn­verkehrs. Denn trotz Qualitätsoffensive und speziell für diesen Winter angekündigter besonderer Vorkehrungen wie Ent­eisungs­anlagen für Weichen und Schutz vor Schotterflug gab es beim ersten Schnee wieder Probleme im Bahnverkehr: Strecken­sperrungen, Zugausfälle, Verspätungen – das Bild der Bahn im Winter hat sich nicht geändert.“ Der VCD fordert von der DB AG, die alljährliche, routinemäßige Erhöhung der Bahnpreise zum Fahrplan­wechsel im Dezember endgültig zu beenden. Fahrpreis­erhöhungen seien nur bei steigender Qualität und mit für die Fahrgäste nachvollziehbarer Begründung akzeptabel.
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VCD legt EU-Beschwerde gegen Begünstigung der DB ein

Montag, 25. Oktober 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 40/10, Stuttgart, 25. Oktober 2010
VVS-Schienenaußenstreckenvertrag: Regionalzüge werden zu teuer bezahlt

Angesichts der in den Landkreisen und der Region anhaltenden Diskussion um den Schienenaußenstreckenvertrag im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht, die dem Verdacht einer unzulässigen Begünstigung der Deutschen Bahn AG (DB) nachgehen soll. Als undurchsichtig und wettbewerbsfeindlich betrachtet der VCD auch die Einnahmenverteilung im VVS und den Nahverkehrsvertrag des Landes mit der DB.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: „Wegen des Schienenaußenstreckenvertrags im VVS zahlt die Region Stuttgart seit Jahren zu viel Geld für die Regionalzüge der DB. Hierbei handelt es sich nach unserer Überzeugung um eine unerlaubte Beihilfe, die EU-Recht widerspricht. Ich freue mich, dass sich inzwischen zahlreiche Politiker in den Landkreisen der Kritik des VCD anschließen. Aber auch der im Rahmen von Stuttgart 21 zwischen der DB und der Landesregierung abgeschlossene ‚große Nahverkehrsvertrag’ weist zahlreiche Begünstigungen zum Schaden des Wettbewerbs und auf Kosten der Fahrgäste auf.“
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VCD: Stuttgarter S-Bahn-Baustellenfahrplan wird zum Dauerärgernis

Donnerstag, 02. September 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 36/10, Stuttgart, 2. September 2010
Verkehrsclub fordert Entschuldigung und angemessene Entschädigung der Fahrgäste

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. sieht sich durch die Verlängerung des Baustellenfahrplans für die Stuttgarter S-Bahn bis Anfang 2011 in seinen Befürchtungen bestätigt, dass die Bauarbeiten für Stuttgart 21 zum Dauerhindernis für den Nahverkehr in der Region werden.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Die anhaltenden Ausdünnungen im S-Bahn-Fahrplan und die angekündigten Verspätungen im gesamten Schienennahverkehr sind ein großes Ärgernis. Sie sind durch schlampige Planung bei Stuttgart 21 verursacht und es ist völlig unklar, mit welchen Maßnahmen der ursprüngliche S-Bahn-Fahrplan in 2011 wieder hergestellt werden soll. Außerdem vermissen wir noch immer eine Entschuldigung der Verantwortlichen bei den Fahrgästen sowie eine adäquate Entschädigung für die Behinderungen. Mit zusätzlichen Mitnahmemöglichkeiten am Wochenende, die für einen Großteil der Verbundpassinhaber ohnehin schon gelten, ist es nicht getan.“
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Überhitzte Züge: Deutsche Bahn lässt Kunden bei Problemen allein

Mittwoch, 14. Juli 2010

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 28/2010, Stuttgart, 14. Juli 2010
VCD fordert Wiedereinsetzung von Zugbegleitern in Baden-Württemberg

Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert von der Deutschen Bahn (DB) mehr Kun­den­service und die Wiedereinsetzung von Zug­begleitern im Regionalverkehr von Baden-Württem­berg, um Fahr­gästen in kritischen Situationen schnell helfen zu können.

Defekte oder versagende Klimaanlagen in DB-Zügen sind auch im Regionalverkehr in Baden-Württemberg ein Thema“, sagt Birgit Maier, verbraucherpolitische Sprecherin beim VCD Baden-Württemberg. Die derzeitigen Probleme seien nicht auf den Fern­verkehr und den ICE begrenzt.
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Die fünf Hauptfeinde der Bahn

Donnerstag, 24. Juni 2010

Ein äußerst ‘wahrer’ Kommentar aus der Taz vom 23.06.10:
Die sowjetische Landwirtschaft hatte nur vier, aber ewige Gegner: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Das trifft inzwischen auch auf das deutsche Bahnwesen zu. VON RUDOLF WALTHER

Als Rot-Grün seinerzeit die Glanzidee hatte, den vom Flugwesen kommenden Hartmut Mehdorn an die Spitze der Deutschen Bahn zu berufen, gelangte ein fünfter Gegner an Bord: die Kundschaft. Die fliegende Kundschaft lässt sich mittlerweile alles bieten beim Transport, der längst nichts mehr mit Reisen, aber ziemlich viel mit Verpacken zu tun hat. Das Flugpublikum hat sich daran gewöhnt, für schlechtes Essen und lauwarme Getränke oder auch gar nichts alles zu ertragen: von den stumpfsinnigen Kontrollen vor dem Flug über das blöde Dauerlächeln des Begleitpersonals bis zur sardinenmäßigen Verstauung während des Flugs. Mehdorn hat alles getan, um dieses Niveau der Erniedrigung beim Fliegen auf den Bahnbetrieb zu übertragen. Er durfte viel zu lange damit experimentieren, aufrechte Bahnfahrer zu pflegeleichten Flugschafen umzuerziehen, bis er endlich abgelöst wurde.
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VCD erwartet mehr Bahnservice durch Ausschreibung des Fahrkartenverkaufs

Donnerstag, 22. April 2010

Pressemitteilung Nr. 14/10, VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 22. April 2010
Öffnungszeiten von Bahnreisezentren – Rheinland-Pfalz ist Vorreiter

Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. schlägt vor, in Baden-Württemberg den Verkauf von Fahrkarten und den Betrieb von Reisezentren gesondert auszuschreiben. Der VCD unterstützt Verkehrsministerin Tanja Gönner in ihrem Bemühen um mehr Service für Bahn-Kunden. Der Verkehrsclub verweist auf Rheinland-Pfalz, das ein Verfahren zur Auswahl eines Dienstleisters für Reisezentren und Fahrkartenautomaten entwickelt und europaweit ausgeschrieben hat.

VCD-Vorsitzender Matthias Lieb sagte: „Rheinland-Pfalz zeigt als Vorreiter, dass es möglich ist klare Vorgaben für den Betrieb von Fahrkartenautomaten und Reisezentren zu machen. An diesem Beispiel sollte sich die Landesregierung orientieren, um als bald als möglich die Gestaltungshoheit über Tarife und die Service-Qualität für Bahn-Kunden den Unternehmensinteressen der Deutschen Bahn AG zu entziehen.“
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