Archiv für die Kategorie ‘Bahn’

Diskussion um Bahn-Hochgeschwindigkeitstrasse

Donnerstag, 11. März 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 07/2010, 10.03.10, Hannover.
„Hilfloses Festklammern an Y-Trasse hilft Seehäfen nicht!“/Aus­bau bestehender Bahnlinien jetzt voranbringen

Angesichts Finanzierungsengpässe des Bundes steht die rund 2,5 Milliarden teure Y-Trasse von Hamburg und Bremen nach Hannover wieder einmal vor dem Aus. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt diese Tendenz ausdrücklich und sieht große Chancen, die Anbindung der Seehäfen durch den Ausbau der bestehenden Bahn­linien in Norddeutschland effektiver und schneller voran­zubringen.

Das hilflose Festklammern an dem Mammutprojekt Y-Trasse einiger Politiker hilft den Seehäfen nicht. Im Gegenteil: Notwendige Gel­der für kurzfristige und sinnvollere Maßnahmen würden statt­dessen für die als ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse gedachte Y-Trasse gebunden“, so Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender VCD-Landesvorsitzender in Niedersachsen. „Für Verkehrsexperten in Nord­deutschland ist die die Y-Trasse nicht zuletzt durch mehrere Studien und Gutachten inhaltlich längst zu den Akten gelegt worden. In der Politik ist diese Botschaft leider noch nicht überall vorgedrungen, so dass die Y-Trasse dort oftmals noch als ‚Lösung aller norddeutschen Bahn-Probleme’ propagiert wird.
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Mitte-Deutschland-Verbindung – Bund in der Pflicht

Mittwoch, 10. März 2010

Pressemitteiliung 3/2010, VCD Hessen, Kassel 10. März 2010

Für den Fernverkehr auf der „Mitte-Deutschland-Verbindung“ Er­furt–Kassel–Dortmund ist nach Ansicht des VCD Hessen vorrangig der Bund in der Pflicht. Wenn Fernverkehr auf dieser Strecke gewollt sei, müsse der Bund ihn entweder bezuschussen oder Rand­bedingungen schaffen, unter dem ein Bahnunternehmen dort ren­tabel fahren kann.

Eine Verbindung über dreihundertneunzig Kilometer und durch drei Bundes­länder lässt sich nur schwer als Regionalverkehr be­zeich­nen.“ So VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel (Kassel). „Es ist ehrenwert, wenn die Nahverkehrs­verbünde NVV und NWL in die Lücke springen wollen, die die Deutsche Bahn reißt. Verantwortlich ist jedoch eine Bahnpolitik, die den Mittel­strecken­verkehr zwischen RE und ICE im Stich ließ und lässt.
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VCD fordert Tagesticket für Europäische Metropolregion Stuttgart

Mittwoch, 10. März 2010

VCD Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 10/10, Stuttgart, 10. März 2010

Europäische Metropolregion Stuttgart: VCD fordert Metropol-Tagesticket

Anlässlich der Sitzung des Koordinierungsausschusses für die Europäische Metropolregion Stuttgart am Freitag fordert der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. die Einführung einer Tageskarte für den öffentlichen Verkehr in der Metropolregion.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Mobilität ist ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Metropolregion. Ein leistungsfähiges und attraktives Angebot an Bussen und Bahnen ist unverzichtbar. Hierzu gehören auch einfache und günstige Tarife. Der VCD begrüßt die geplante Einführung eines Metropoltickets, weil damit von jedem Ort der gesamten Region mit nur einem Ticket zu jedem Ziel in der Region gefahren werden kann.“

Ergänzend zu den bisherigen Planungen fordert der VCD die Einführung einer Metropolregion-Tageskarte zum Festpreis neben der bislang geplanten Vielzahl an Einzelfahrscheinen mit – je nach Relation – unterschiedlichen Preisen. So könnten Einwohner und Gäste die Metropolregion einen Tag lang ‚erfahren’ und beliebig viele Busse oder Bahnen nutzen.
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Stuttgart 21: VCD sieht Dissens zwischen Bahn und Bund

Mittwoch, 10. März 2010

VCD Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 9/10, Stuttgart, 10. März 2010
Auflösungserscheinungen der Stuttgart 21-Koalition?

Der Umweltverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. sieht sich durch widersprüchliche Aussagen der Stuttgart-21-Projekt­befürworter in seiner Einschätzung bestätigt, dass die Verknüpfung des Tunnelbahnhofs mit der Neubaustrecke nach Ulm keine verkehrliche Notwendigkeit, sondern politische Willkür sei. Während Projekt­sprecher Wolfgang Drexler verkünde, beide Projekte seien voneinander abhängig, erkläre die Bundesregierung, dass sie diese Einschätzung der Deutschen Bahn nicht teile.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Die Bundesregierung bestätigt in ihrer Antwort auf eine Anfrage der grünen Bundes­tagsfraktion unsere Position, dass der Bau der Neubau­strecke nach Ulm auch ohne Stuttgart 21 möglich ist. Es ist absehbar und dem Bund auch bewusst, dass das Geld für eine Fertig­stellung der Neubaustrecke bis 2019 nicht vorhanden ist. Sollte Stuttgart 21 trotzdem jetzt gebaut werden, dann enden die Züge auf den Fildern, oder man kann im Kreis von Stuttgart nach Stuttgart fahren. Welch ein Schwabenstreich!“
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Spiegel-Kritik: Klamme Bahn verpulvert Geld mit Prestigeprojekten

Freitag, 05. März 2010

Der Spiegel bestätigt die Kritik, die der VCD schon lange vorbringt. Wenn nicht genügend Geld für den Ausbau der Schieneninfrastruktur da ist, dann kann man nach mehr Geld schreien oder Prioritäten setzen und finanzierbare, netzwirksame Maßnahmen umsetzen. Das Schreien nach Geld hilft in der Regel nix! Also müssten Prioritäten gesetzt werden … sollte man meinen.

Aus- und Neubau von Schienenstrecken

Von Sven Böll und Anne Seith

Die Bahn schlägt Alarm: Für die wichtigsten Aus- und Neubauprojekte fehlen dem Konzern jedes Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro. Kritiker rechnen sogar mit noch größerem Finanzbedarf – und werfen Management und Politik vor, das Geld vor allem mit Prestigeprojekten zu verschwenden.

Hamburg – Rüdiger Grube ist eigentlich eher ein Mann der leisen Töne. Doch jetzt trommelt der Bahn-Chef derart intensiv für sein Anliegen, dass sein Verhalten eher schon einem Alarmschlagen gleicht: Nur 4,4 Milliarden Euro stünden der Bahn für die Instandhaltung und den Ausbau der Schienen jedes Jahr zur Verfügung, sagte der Bahn-Chef am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung in Berlin. Der Konzern benötige für diese Aufgabe aber deutlich mehr Mittel – nämlich fünf Milliarden Euro.

Um seine Position zu untermauern, hatte Grube zuvor schon dem Verkehrsausschuss des Bundestages ein brisantes Papier vorgelegt. Demnach gibt es für 47 Projekte der Bahn, die im Bundesverkehrswegeplan als “vordringlich” eingestuft werden und ursprünglich einmal bis zum Jahr 2015 fertig sein sollten, noch immer keine ausreichende oder gar keine Finanzierung. Auf Basis einer Anfrage an die Regierung hat der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Winfried Hermann (Grüne), einen noch höheren Finanzbedarf für die ausstehenden Projekte berechnet als die Bahn: 23 Milliarden Euro.

Der Alarmliste zufolge ist etwa der für den Güterverkehr relevante Ausbau der Rheintal-Schiene in großen Teilen noch immer Wunschdenken ohne finanzielle Basis. Vor ähnlichen Problemen stehen auch Teile des bayerischen Chemie-Dreiecks: Das Schienenprojekt rund um Mühldorf ist bislang ohne ausreichende Finanzierung geblieben.
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TV-Tipp: Milliardenloch im Schwabenland

Dienstag, 02. März 2010

TV-Tipp: 02.03.10 – ZDF, 21:00 Uhr – Frontal 21
Milliardenloch im Schwabenland – Der Superbahnhof von Stuttgart

Das Projekt “Stuttgart 21″, der Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, könnte zum Milliardengrab für die Steuerzahler werden, befürchten Experten. Der Bundesrechnungshof kritisiert eine Finanzierungslücke von fast 2,5 Milliarden Euro. Nach Recherchen von Frontal21 sind die Berechnungen der obersten Rechnungsprüfer den Verantwortlichen von “Stuttgart 21″ bisher unbekannt.

Viele Stuttgarter Bürger protestieren auf Montagsdemonstrationen gegen “Stuttgart 21″. Das ehrgeizige und teure Projekt von Bahn und Befürwortern aus Politik und Wirtschaft sei unnütz und zu teuer. Laut Bundesrechnungshof fehlen 1,2 Milliarden Euro für die Finanzierung des Bahnhofsprojekts selbst und weitere 1,2 Milliarden für eine angeschlossene Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecke über die Schwäbische Alb nach Ulm.
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VCD begrüßt neues Fahrplankonzept für Maul­bronner Bahn

Mittwoch, 24. Februar 2010

VCD Pforzheim/Enz, Presseinformation Nr. 3/2010, Mühlacker, 24. Februar 2010

Ausrichtung auf Kloster- und Marktbesucher

Das neue Fahrplankonzept für die Bahnlinie nach Maulbronn, das auf der heutigen regionalen Fahrplankonferenz in Pforzheim vorgestellt worden ist, wird vom Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland, Kreisverband Pforzheim/Enz­kreis e.V. (VCD), begrüßt. “Nach der Debatte überdie mögliche Stilllegung der Bahn­linie, die bis kurz vor dasUNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn reicht, wird gibt es nun neuePerspektiven für den Ausflugsverkehr“, freut sich VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb aus Mühlacker.
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fairkehr-Titelthema »Subventionen«

Freitag, 19. Februar 2010

VCD-Pressemitteilung 11/10 – Berlin, 19.02.10
Staatshilfen für Umweltsünden

Fairkehr 1/2010

Fairkehr 1/2010

Pendlerpauschale, Dienst­wagen­be­steu­erung, Kerosin­steuer­befreiung – jähr­lich gibt die Bundesregierung im Bereich Verkehr Mil­liar­den­summen für direkte und indirekte Subventionen aus, die Umwelt und Gesundheit belasten. Auch die Gelder der milliar­den­schweren Kon­junk­tur­pakete I und II flossen zum größten Teil in öko­logisch, aber auch ökonomisch frag­würdige Projekte. Der Verkehrs­club Deutschland e.V. (VCD) geht in der aktuellen Ausgabe seiner Mit­glie­der­zeitschrift fairkehr der Frage nach, wie der Staat Verkehr finan­ziell fördert und wer offen oder versteckt davon profitiert.

Für das »Verkehrswesen« weist der aktuell erschienene Sub­ven­tions­bericht der Bundesregierung 2,6 Milliarden Euro staatlicher Hilfen aus. Fördern sollen sie insbesondere Klimaschutz und Umweltverträglichkeit – theoretisch. Entsprechend liest man, dass Verkehrs­gesellschaften 67 Millionen Euro pro Jahr sparen, da für den Kraftstoff von Bussen und Bahnen der ermäßigte Mineral­öl­steuer­satz gilt. Dass dem Fiskus jährlich Milliarden dadurch entgehen, dass Kerosin gänzlich von der Mineralölsteuer befreit ist, erfahren Interessierte hingegen erst im Anhang des Berichtes. Die Mehr­wert­steuer­befreiung für Tickets auf internationalen Flügen reißt laut Umweltbundesamt ein zusätzliches Loch von 1,8 Milliarden Euro in die Staatskasse. Für Fahrkarten der umwelt­freundlicheren Bahn wird dagegen für Entfernungen ab 50 Kilometern die volle Mehrwert­steuer von 19 Prozent fällig. Diese klimapolitisch fatale Rechnung lässt sich fortsetzen. Bezahlen muss sie am Ende der Steuerzahler.
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VCD begrüßt Einsatz für Ausbau der Rheintalbahn

Dienstag, 16. Februar 2010

VCD Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 7/10, Stuttgart, 16. Februar 2010
Bislang falsche Prioritätensetzung der Politik bremst volks­wirtschaftlich weit sinnvolleres Projekt aus

Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt, dass nun auch die Landespolitik den Ausbau der Rheintalbahn als wichtig einstuft. „Der Ausbau dieser Bahn­strecke ist das wichtigste Schienenprojekt in Baden-Württem­berg mit einem volkswirtschaftlichen Nutzen, der weit höher liegt als Stutt­gart 21 und die Neubaustrecke Stuttgart – Ulm zusammen“, er­klärt Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender.

Umso erstaunlicher sei die bisherige Haltung der Verantwortlichen auf Landesebene gewesen, so Lieb weiter. „Anstatt sich dafür ein­zusetzen, die Erweiterung im Rheintal möglichst zügig zu re­ali­sieren, hat die Landesregierung ihren Einfluss sowie erhebliche fi­nan­zielle Mittel dafür verwendet, Stuttgart 21 voranzutreiben, wäh­rend das Projekt im Rheintal ausgebremst wurde“, konstatiert der Landesvorsitzende.
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VCD fordert Neustart und Ausbau der Gäubahn

Montag, 15. Februar 2010

VCD Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 6/10, Stuttgart, 15. Februar 2010
Wegfall der ICE-Züge Stuttgart – Zürich bietet auch Chancen

Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) fordert eine Neukonzeption für den Schienenfernverkehr auf der Gäubahn. Die Deutsche Bahn (DB) hatte angekündigt, ihre ICEs mit Neigetechnik ab 21. März wegen Fahrzeugmangels von der Strecke Stuttgart – Singen – Schaffhausen – Zürich abzuziehen. Künftig sollen Eurocity-Züge der Schweizer Bundesbahnen (SBB) zum Einsatz kommen. Dies sollte aus VCD-Sicht Anlass für Bund, Land und DB sein, ein neues Fahrplankonzept für die Fern­ver­kehrs­verbindung nach Zürich auszuarbeiten.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: “Die Fernzüge müssen in Zukunft wieder wie früher auch in Böblingen halten und in die Ver­bundtarife integriert werden. Nur so ergibt sich auf der Gäu­bahn eine sinnvolle Auslastung der dort verkehrenden Züge.” Verlässliche Bahnverbindungen hält der VCD für wichtiger als ICE-Komfort, der in der Praxis nicht funktioniere. Mit Eurocity-Zügen könnten zudem wieder wie früher durchgehende Verbindungen ins Tessin oder bis nach Italien gefahren werden.
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