Archiv für die Kategorie ‘Tempolimit’

Ausweitung von Tempo 30 und weitere Neuregelungen der StVO – Bundes­verkehrs­ministerium setzt Beschluss der Verkehrs­minister­konferenz vom Oktober 2015 um

Mittwoch, 17. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 17. Februar 2016

Erleichterung für Tempolimits in sensiblen Bereichen, Freigabe von Gehwegen für Radfahrer in Begleitung von Kindern sowie weitere Änderungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO) für eine Erhöhung der Verkehrssicherheit – mit Erstaunen blickt der ökologische Verkehrsclub VCD auf die Nachricht, dass das Bundes­verkehrsministerium „Neues“ plane.

Dazu Marion Laube, Mitglied des VCD-Bundesvorstands: „Von einer Initiative des Bundesverkehrsministeriums kann keine Rede sein. Es wird jetzt umgesetzt, was die Verkehrsminister der Länder auf ihrer Konferenz im Oktober 2015 beschlossen haben. Und das kann als erster zaghafter Versuch gesehen werden, Tempo 30 aus der verkehrspolitischen Tabuecke zu holen. Allerdings bleibt es weiterhin bei einer Ausnahmeregelung. Das ist zu wenig. Tempo 30 kann erst vollständig wirksam werden, wenn die Ausnahme zur Regel wird und zwar flächendeckend. Das heißt nicht, dass überall Tempo 30 Vorschrift ist. Kommunen sollten selbständig entscheiden können, wo Tempo 30 und wo Tempo 50 gelten soll, denn sie kennen die Verkehrssituation vor Ort am besten.(weiterlesen…)

2015 erneut mehr Verkehrstote

Freitag, 11. Dezember 2015

Pressemitteilung, Berlin, 11. 12 2015

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wird es 2015 im zweiten Jahr in Folge mehr Verkehrstote im Straßenverkehr geben. Die Zahl steigt nochmals um rund zwei Prozent auf etwa 3.450 tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer. Diese Entwicklung muss im Bundesverkehrsministerium Alarm auslösen. Sie zeigt auch, dass Plakatkampagnen für mehr Rücksichtnahme zwar gut sind, aber nicht ausreichen. Ob im Stadtverkehr oder auf den Autobahnen, eine der Hauptunfallursachen ist die nichtangepasste Geschwin­dig­keit. Die Höchstgeschwindigkeiten zu reduzieren, ist daher der bekannte Lösungsansatz und es bedarf endlich des Mutes, diese Maßnahme umzusetzen.

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Verkehrsminister setzen mit Beschluss für Tempo 30 vor sensiblen Einrichtungen ein erstes wich­tiges Zeichen

Samstag, 10. Oktober 2015

Pressemitteilung, Berlin, 09. 10 2015
Auf der Konferenz der Verkehrsminister der Bundesländer besteht Einigkeit: Tempo 30 erhöht die Verkehrssicherheit und reduziert den Straßen­verkehrslärm, deshalb braucht es eine Reformierung der Straßen­verkehrsordnung (StVO).

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt den Entschluss der Ver­kehrs­minister- konferenz, Tempo 30 vor sensiblen Einrichtungen einzuführen. Positiv zu bewerten ist darüber hinaus, dass die Landes­verkehrs­minister die Bundesregierung auffordern, die Anordnung von Tempo 30 in der StVO deutlich zu vereinfachen.

Matthias Kurzeck, Mitglied im VCD-Bundesvorstand: „Die Ver­kehrs­minister der Länder beginnen, Tempo 30 aus der verkehrs­politischen Tabuecke zu holen, aber insgesamt doch zu zaghaft. Immer weitere Ausnahmeregelungen steigern nicht die Akzeptanz von Tempo 30. Dennoch sollte der heutige Beschluss – als erster Schritt – zügig umgesetzt werden.
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Mehr Unfalltote mahnen zu Tempolimit auf Autobahnen und Tempo 30 innerorts

Donnerstag, 09. Juli 2015

Pressemitteilung, Berlin, 09. 07 2015

Die Zahl der Unfälle in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt 2014 um 0,3 Prozent zurückgegangen. Doch das ist kein Grund zur Freude ganz im Gegenteil. Denn während die Unfälle mit ausschließlich Sachschaden weniger wurden, nahmen die Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen, um 3,9 Prozent auf 302.400 zu. Dabei kamen 3.377 Menschen auf deutschen Straßen ums Leben fast zehn Personen am Tag und insgesamt 38 mehr als 2013. Und das Statistische Bundesamt stellt klar: Die Unfälle, die durch nichtangepasste Geschwindigkeit verursacht wurden, hatten die schwerwiegendsten Folgen. Auf sie waren 34,3 Prozent aller Todesopfer und 23,4 Prozent aller Schwerverletzten zurückzuführen.
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Verkehrsgerichtstag 2015

Sonntag, 01. Februar 2015

Pressemitteilung VCD-Landesverband Niedersachsen, Hannover 1.2.2015
VCD fordert u. a. Halterhaftung und Sanktionen auf EU-Niveau anzuheben/ Landstraße soll sicherer werden

Der Verkehrsgerichtstag 2015 setzt sich für eine Verminderung des hohen Unfallrisikos auf Landstraßen ein. Dazu empfiehlt er eine Neu­regelung der Geschwindigkeit auf Landstraßen. Aber auch gestalterisch soll der Seitenraum verändert werden bis zum Abholzen einzelner Straßenbäume als Ultima Ratio. Für Motorrad­fahrer sollen bekannte Rennstrecken im Seitenbereich umgestaltet werden. Harald Walsberg, stellvertretender Landes­vorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen: „Wir begrüßen diese Empfehlungen als hilfreich und notwendig. Wir kritisieren gleichsam, dass sie keineswegs hinreichend sind und nicht an der Wurzel und am zentralen Hebel anpacken und teils gar entgegengesetzte Signalwirkung entfalten können. Langjährige Schief­lagen standen wiederum nicht auf der Arbeitskreis-Agenda.(weiterlesen…)

Unfallstatistik 2013: Zunahme von Unfällen zeigt Dringlichkeit von Tempolimits

Mittwoch, 02. Juli 2014

Pressemitteilung, Berlin, 02. 07 2014

Berlin, 2. Juli 2014. Nach den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist 2013 das unfallreichste Jahr seit 1989 gewesen. Von einer positiven Entwicklung, wie sie noch vor zwei Wochen zum Tag der Verkehrssicherheit gepriesen wurde, gibt es keine Spur.
Die insgesamt 2,4 Millionen Straßenverkehrsunfälle mit 3.339 Unfalltoten zeigen deutlich, dass der Handlungsbedarf weiterhin sehr groß ist. Besonders bedenklich ist die Zunahme der auf der Autobahn getöteten Verkehrsteilnehmer um 10,6 Prozent sowie der Anstieg der Fußgänger, die innerorts im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind (+ 7,1 Prozent).
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Tag der Verkehrssicherheit: Handlungsbedarf bleibt

Mittwoch, 18. Juni 2014

Pressemitteilung, Berlin, 18. 06 2014

Die Gesamtzahl der Verunglückten im Verkehr hat in den letzten Jahren zwar merklich abgenommen, in vielen Städten Deutschlands gibt es jedoch weiterhin großen Handlungsbedarf, darauf verweist der ökologische Verkehrsclub VCD im Vorfeld des Tages der Verkehrssicherheit. Besonders ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Fahrradfahrende sind überproportional gefährdet − das verdeutlicht unter anderem der VCD-Städtecheck. Auch das Statistische Bundesamt zeigt in der Langzeitstatistik, dass bei der Zahl der verunglückten Radler in den vergangenen zehn Jahren keine konstante Abnahme erzielt werden konnte. Ganz im Gegenteil, das Unfallrisiko für Radfahrende steigt, das liegt zum einen am steigenden Anteil der Radfahrenden im städtischen Verkehr, zum anderen aber auch an zu hohen Geschwindigkeiten.

Radfahrende haben keinen Airbag − das ist die Botschaft des ökologischen Verkehrsclub VCD, insbesondere an die Verkehrspolitiker. Sie sind aufgefordert, die wirklichen Baustellen zur Erhöhung der Radverkehrssicherheit anzupacken.
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VCD Nordost fordert Einbeziehung von Neben­straßen in die Berliner Lärmaktionsplanung und nächtliche Geschwindigkeitskontrollen in Tempo-30-Straßen

Montag, 28. April 2014

Pressemitteilung VCD Nordost, Berlin, 28. April 2014.

Unter dem Motto „Die Ruhe weg“ findet am 30. April 2014 der „Tag gegen Lärm“ statt. Der ökologische Verkehrsclub VCD Nordost kommentiert aus diesem Anlass die Lärmaktionsplanung des Berliner Senats kritisch.

Christian Kölling, Vorstandsmitglied des VCD Nordost, dazu: „Wie der Senat im Stadtentwicklungsplan Verkehr 2011 erklärte, sollen in Berlin erst im Jahr 2025 nächtliche Lärmbelastungen über 65 dB(A) nicht mehr akzeptiert werden. Die Zahl der Menschen, die nächtlichen Pegeln über 60 dB(A) ausgesetzt sind, soll bis 2025 nur um zwei Drittel verringert werden. Diese Zielvorgaben der Lärmaktionsplanung sind eindeutig ungenügend. Im Interesse der lärm­geplagten Berlinerinnen und Berliner fordern wir, dass bis 2018, dem Laufzeitende des neuen Lärm­aktionsplanes, niemand mehr nächtliche Lärmbelastungen über 65 dB(A) ertragen muss! Ab 2023, Laufzeitende des übernächsten Lärm­aktionsplanes, dürfen für alle Menschen Berlins die nächtlichen Belastungen nicht mehr über 60 dB(A) liegen.
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Deutschland zeigt Gesicht für Tempo 30

Dienstag, 17. Dezember 2013

Pressemitteilung, Berlin, 17. 12 2013

Viele Orte in Deutschland müssen sicherer und ruhiger werden. Das zeigt die Fotoaktion des »Netzwerk Tempo 30«. Von Juni bis No­vem­ber waren deutschlandweit Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, mit ihrem persönlichen Foto zu zeigen, an welchen Orten eine Temporeduzierung erforderlich ist. Ob aus Hamburg, Berlin, Hannover, Passau, Jena oder Dresden, überall her kamen  Foto­botschaften für eine gemeinsame Deutschland-Aktionskarte.

Oft ist es die Sicherheit von Kindern, die nicht nur vor Schulen und Kindergärten mit der Forderung einer Geschwin­dig­keits­reduzierung verbunden wird. Darüber hinaus macht die Aktionskarte deutlich, Anwohner wünschen sich Tempo 30 auch, damit es ruhiger wird. Und Fahrradfahrende wiederum sehen die Chance, besser wahrgenommen zu werden. (weiterlesen…)

Tempo 30 rettet Leben – auch in Fulda

Donnerstag, 14. November 2013

Pressemitteilung VCD Hessen, Kassel, 14. November 2013.

Der ökologische Verkehrsclub VCD bekräftigt seine Forderung, Tempo 30 als „Basisgeschwindigkeit“ in Ortschaften einzuführen. Anlass dafür ist die Diskussion um Tempobegrenzungen in Fulda, die von einem Gericht aus formalen Gründen als unzulässig erklärt worden sind. Ein Autofahrer hatte erfolgreich gegen ein Bußgeld wegen zu schnellen Fahrens gewandt, mit der Begründung, dass die Tempo-30-Zone dort nicht hätte eingerichtet werden dürfen.

Der VCD Hessen erwartet von den neuen Regierungen auf Landes- und Bundesebene, dass sie sich für durchsetzbare Tempolimits in Ortschaften einsetzen. „Wenn eine sinnvolle Sicher­heits­maßnahme als formal unzulässig eingeschätzt wird, ist nicht die Sicher­heits­maßnahme, sondern der Rechtsrahmen das Problem“, so VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. „Tempo 50 ist auch in den meisten Durchgangsstraßen zu viel. Die Kommunen müssen hier eine Möglichkeit haben, bremsend einzugreifen.
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