Archiv für die Kategorie ‘Straßenbau’

Dobrindts Bundesverkehrswegeplan als Beschlussgrundlage für das Parlament ungeeignet

Freitag, 02. September 2016

Pressemitteilung, Berlin, 01. 09 2016

Die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Germanwatch, Naturschutzbund Deutschland (NABU), der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) haben den von der Bundesregierung in den Bundestag eingebrachten Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) als katastrophal für Deutschland bezeichnet. Sämtliche Eingaben und Vorschläge der Umweltseite seien ignoriert worden, substanzielle Korrekturen hätten nicht stattgefunden. Da die zwölf im begleitenden Umweltbericht des BVWP aufgeführten Umweltziele verfehlt werden und bei keinem der 1281 geplanten Fernstraßenprojekte Alternativen geprüft wurden, bewerten die Umweltverbände die vorliegende Fassung des BVWP als EU-rechtswidrig und fordern erhebliche Nachbesserungen in Bundestag und Bundesrat. (weiterlesen…)

Verkehrswende nicht verbauen

Donnerstag, 31. März 2016

Pressemitteilung, Berlin, 31. 03 2016

Die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland (NABU), der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) kritisieren den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 und dessen Umweltbericht als grundlegend überarbeitungsbedürftig. Die Verbände fordern einen Stopp der derzeit laufenden öffentlichen Beteiligung, da die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür nicht erfüllt seien. Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans erlaube keine Bewertung der negativen wie positiven Auswirkungen des Gesamtplans und prüfe Alternativen zum Straßenbau nur unzureichend, so die Verbände.

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Bundesverkehrswegeplan 2030 geht keine neuen Wege – Bürger sollten jetzt regionale Projekte unter Lupe nehmen

Montag, 21. März 2016

Pressemitteilung, Berlin, 20. 03 2016

Erhalt vor Neubau? Klingt auf den ersten Blick gut, schafft aber nicht den Realitätscheck! Der ökologische Verkehrsclub VCD hat den Entwurf des Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) unter die Lupe genommen. Fazit: Dieser Plan verfolgt keinen neuen Ansatz. Statt der Verkehrsvermeidung und -verlagerung im Sinne des Klimaschutzes zumindest ansatzweise Beachtung zu schenken, prognostiziert das Bundesverkehrsministerium mehr Wachstum, mehr Verkehr und somit auch im Plan mehr Infrastruktur  –  vor allem Straßen.

Der VCD kritisiert den weiteren Vorrang von Ausbau statt Erhalt sowie das völlige Fehlen einer Alternativenbetrachtung zum Straßenbau. (weiterlesen…)

Güterverkehr lässt Kosten im Straßenbau weiter wachsen

Freitag, 04. März 2016

Pressemitteilung, VCD-Landesverband Niedersachsen, 04.03.2016, Hannover/Lüneburg.
Alpha drängt Güter auf die Straße – A 39 durch Lüneburg sechsspurig/Wirtschaftlichkeit A 39: Nutzen-Kosten-Verhältnis unter 1

Der erste Bauabschnitt der A 39 durch Lüneburg soll nun von Anfang an sechsspurig gebaut werden. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr begründet den Vorstoß mit einer neuen Prognose für das Jahr 2030. „Danach steigt der Verkehr von 2025 auf 2030 in einem Maß, das einen sechsstreifigen Querschnitt aus Sicht der Planer knapp rechtfertigen lässt. Interessant ist, dass die Zunahme ziemlich genau der Anzahl Lkw entspricht, die notwendig sind, um die Güter zu transportieren, die aufgrund der unzureichenden Kapazität des Alphas nicht auf der Schiene abgefahren werden können“, erklärt Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des VCD-Niedersachsen. Die aufwändigen Planungen führen zudem zu einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit der A 39. Nach Überzeugung des VCD ist mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von unter 1 zu rechnen. (weiterlesen…)

Schutzgemeinschaft ländlicher Raum und VCD legen A 20-Kompendium vor

Montag, 23. November 2015

Pressemitteilung Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West & VCD-Landesverband Niedersachsen, 23.11.2015 Hannover
Diskussion über geplante „Küstenautobahn“ in Nieder­sachsen/Neue Broschüre an Bundestagsabgeordnete verschickt

Die Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West und der Landes­verband Niedersachsen des ökologischen Verkehrsclubs VCD haben ihr umfassendes Kompendium zur in Niedersachsen geplanten Autobahn 20 herausgegeben. Die 28-seitige Broschüre vermittelt grundlegende Fakten und Hintergründe zur A 20 und zeigt zudem auch Alternativen zur leistungsfähigen Bewältigung des See­hafen­hinter­land­verkehrs auf. Anlässlich der bevorstehenden Ver­öffent­lichung des Bundesverkehrswegeplans 2015 haben die Bundes­tags­abgeordneten das druckfrische Werk erhalten. (weiterlesen…)

8. Sitzung des Dialogforums Schiene Nord am 5. November in Celle

Donnerstag, 05. November 2015

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung, 05.11.2015 Hannover/Celle.

Glückwunsch zum Dialogforum, Alpha blockiert jedoch Entwicklung
VCD fordert Bürgerbeteiligung auch für Straßenbauprojekte

Das Dialogforum Schiene Nord ging heute mit einem mehrheitlichen Ergebnis von knapp 64 Prozent – 60 von 94 – für die Alpha-Variante als alleinige Lösung für den Seehafenhinterlandverkehr zu Ende. Der VCD stimmte der Empfehlung an den Bund nicht zu, weil er die bedarfsgerechte Entwicklung einer zukunftsfähigen Eisen­bahn­infrastruktur auf viele Jahre blockiert sieht. Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des VCD-Niedersachsen dazu: „Ein Konzept, das absehbar zu überlasteten Strecken führt, Bahnkunden im Personen- und im Güterverkehr, wie Anwohner der Bestandsstrecken massiv belasten wird, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein“. (weiterlesen…)

Dobrindt-Liste: Neubau vor Erhalt, statt Erhalt vor Neubau

Montag, 20. Juli 2015

Pressemitteilung, Berlin, 20. 07 2015

Das von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt angekündigte Neubau- und Sa­nierungspaket ist vielmehr ein Neubau- statt Sa­nierungspaket, kritisiert der ökologische Verkehrsclub VCD. Wäh­rend insgesamt 2,2 Milliarden Euro in Lückenschlüsse von Auto­bahnen und Bundesstraßen sowie weitere Neubauprojekte fließen sollen, ist dem Bundesverkehrsminister die Modernisierung bereits be­stehender Straßen gerade mal 500 Millionen Euro wert.

Diese Priorisierung widerspricht den Grundsätzen der von den Ver­kehrsministern von Bund und Ländern 2013 vorgelegten Re­form­agenda. Aus ihr geht hervor: Erhalt vor Ausbau; Ausbau vor Neu­bau. Doch diesen Grundsatz stellt die angekündigte »Dobrindt-Liste« auf den Kopf. (weiterlesen…)

Ortsumfahrung Schönfeld

Montag, 04. Mai 2015

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 4. Mai 2015
Selbst mit Protest ist ein zeitnaher Bau nicht in Sicht

Der ökologische VCD Landesverband Elbe-Saale hält den zeitnahen Bau einer Umfahrung für Schönfeld für nicht realistisch. Ver­bands­sprecher Lutz Dressler begrüßt dennoch die Gründung, der neuen Bürgerinitiative (BI) in Schönfeld: „Einen gesünderen lebens­werteren Ort zu schaffen ist ein wichtiges Ziel – allerdings, selbst wenn die BI es mit lautstarken Protest schafft, dass das Projekt Ortsumfahrung in den vordringlichen Bedarf des neuen Bundes­verkehrs­wegeplan aufgenommen wird – einen tatsächlichen Baubeginn in den nächsten Jahren würde dies noch lange nicht bedeuten.“ Schon von dem aktuell noch gültigen Bundes­verkehrs­wege­plan 2003 sei ein großer Teil der vordringlichen Projekte nicht realisiert. Die Ortsumfahrung Schönfeld stand damals im weiteren Bedarf mit 10,8 Millionen € drin. (weiterlesen…)

Erzgebirger Bürgerinitiative und der Beton­lobby­verband GSV

Dienstag, 21. April 2015

Pressemitteilung VCD-Landesverband Elbe-Saale

Mehr Straßen bauen = weniger Verkehr?

Wieder eine Einwohnerversammlung, die zum Ergebnis kommt, dass der Verkehr im Ort nicht mehr erträglich ist, dass eine Orts­umgehung her muss und dass jetzt eine Bürgerinitiative gegründet werden muss. Und wieder saß die Straßenbaulobby mit am Tisch“, so Lutz Dressler, stellvertretender Vorsitzender des öko­logischen VCD Landesverband Elbe-Saale.

Grund für den Lobbyvorwurf: Die neue Bürgerinitiative in Schönfeld erhält Unterstützung von einem Verein namens „Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung“ (GSV). Über diese berichteten bereits das ARD-Magazin „Panorama“ und das Magazin „Der Spiegel“: Die GSV sei der verlängerte Arm der Asphaltindustrie. Nach den Berichten wird die GSV von einem Förder­verein finanziert, in welchem unter anderem der Deutsche Asphaltverband e.V., die HeidelbergCement AG und die Strabag AG sitzen. Demnach sorge die GSV selbst für die Einberufung von Einwohnerversammlungen auf denen die Bürgerinitiativen „Pro Straße“ gegründet werden und unterstützt dann diese Bewegungen finanziell und mit den notwendigen politischen Kontakten. (weiterlesen…)

Realsatire in der Sommerloch-Debatte zur Pkw-Maut

Freitag, 25. Juli 2014

Pressemitteilung, Berlin, 25. 07 2014

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) liefert heute mit seiner Er­klärung zu dem Gespräch von Bundesverkehrsminister Dobrindt mit Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann erst­klassige Real­satire mit hohem Unterhaltungswert, so der öko­logische Verkehrs­club VCD.

Der Bundesverkehrsminister (CSU) erklärt bei einem speziellen Treffen mit seinem Parteikollegen Herrmann (CSU), wie der kleine Grenz­verkehr funktioniert. Der bedankt sich für die Lehrstunde und lenkt ein. Der Mautfrieden in der CSU ist wieder hergestellt.

Die Maut schadet dem kleinen Grenzverkehr also nicht. Bundes­verkehrsminister Dobrindt erklärt dem bayerischen Innen- und Verkehrsminister und der staunenden Öffentlichkeit, dass die Jahres­vignette für den VW-Polo nur 24 Euro kostet würde. Kein echter Grund für Ausländer, Deutschlands und Bayerns Straßen zu meiden.
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