Archiv für die Kategorie ‘Auto und Umwelt’

fairkehr-Titelthema »Mythos Jobmotor Auto­industrie«

Freitag, 20. August 2010

VCD-Pressemitteilung 68/10 – Berlin, 20.08.10
Schönrechnen mit System

Fairkehr 4/2010

Fairkehr 4/2010


Es ist ein moderner Mythos, den die Autolobby den Bundesbürgern ein­geimpft hat: Jeder siebte Arbeitsplatz hänge, so die gängige Meinung, vom Pkw ab. Nachprüfbare Belege – Fehl­anzeige. So unwider­sprochen sich dieser Glaube in die deutsche Verkehrs­politik eingenistet hat, so falsch ist er auch. Was hinter den großen Zahlen der Autolobby steckt und wie der von ihr angetriebene gigantische Ölbedarf auch in Mittel­europa die Natur zerstört, zeigt der ökologische Verkehrsclub VCD in der aktuellen Ausgabe seiner Mitglieder­zeitschrift fairkehr.

Der Mythos von jedem siebten Arbeitsplatz gründet in ein paar absurden Annahmen“, betont Michael Rothgang vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in der fairkehr. Dies zeigten auch die nackten Zahlen: Nur jeder 50. Beschäftigte arbeitet an der Herstellung von Fahrzeugteilen, werden Dienst­leitungen mit einbezogen, ist jeder 26. Arbeitsplatz mit dem Auto verbunden. Selbst wenn alle weiteren Verflechtungen – etwa mit der Textilindustrie, die Sitzbezüge liefert – beachtet werden, sind es 2,9 Millionen Jobs. Demnach hätte jeder 14. Erwerbstätige etwas mit Pkw zu tun. Doch auch dies ist laut Rothgang zu hoch angesetzt. So würden hierzulande auch ohne eine deutsche Auto­industrie Pkw verkauft, repariert und betankt.
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VCD Auto-Umweltliste 2010/2011

Mittwoch, 18. August 2010

VCD-Pressemitteilung 67/10 – Berlin, 18.08.10
Doppelsieg für Toyota / Hybride auf dem Vor­marsch / Zwei deutsche Autos Klimabeste

Der ökologische Verkehrsclub VCD hat heute in Berlin die Ergebnisse der VCD Auto-Umweltliste 2010/2011 vorgestellt. Gleich mit zwei Test­siegern im umfassendsten Öko-Ranking für Pkw wartet Toyota auf: Gold teilen sich punktgleich der Auris Hybrid und der Prius Hybrid. Auch den dritten Platz der Top-Ten sichert sich mit dem iQ 1.0 VVT-i ein Toyota. Klimabester ist der smart fortwo coupé cdi, der 86 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, dicht gefolgt vom VW Polo 1.2 TDI BlueMotion mit 87 Gramm.

Siegerautos der VCD Auto-Umweltliste 2010/2011

Siegerautos der VCD Auto-Umweltliste 2010/2011

Gerd Lottsiepen, ver­kehrs­politischer Sprecher des VCD: “Der dies­jähri­ge Sommer mit seinen Wetter­extremen führt uns die Aus­wirkungen des Klima­wan­dels vor Augen. Der Treib­haus­effekt ist das größte Um­welt­problem, das heute vom Auto­verkehr ausgeht. Während bei den Schad­stoffen – bei Stick­oxiden und Rußpartikeln – durch ambitionierte Grenzwerte die Emissionen deutlich reduziert werden konnten, sank der CO2-Aus­stoß im Straßen­verkehr seit 1990 lediglich um vier Prozent. Die Auto­industrie muss ihre Anstrengungen in Sachen Klima­schutz ernsthaft forcieren und den Durch­schnitts­verbrauch aller Pkw massiv senken.“ Die VCD Auto-Umweltliste zeige, dass es schon heute Pkw gibt, die wenig ver­brauchen und damit Umwelt und Porte­monnaie wenig belasten. Aber davon gebe es immer noch viel zu wenige. Moderne Umwelt­technik müsse Standard in allen Modellen werden. Die Auto­industrie habe die Finanz- und Wirt­schafts­krise nicht zuletzt dank massiver Subventionen überwunden. Nun gebe es keine Ausrede mehr, den Klima­schutz zu vernachlässigen.
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Effiziente Fuhrparks auf dem Vormarsch

Donnerstag, 05. August 2010

Gemeinsame Pressemitteilung VCD und ASL – Berlin, 05.08.10
Leasingfirma ASL Fleet Services unterschreibt »Cleaner Car Contract« beim VCD

Als zweites großes Leasingunternehmen in Deutschland hat ASL Fleet Services, ein Geschäftsbereich von GE Capital, den »Cleaner Car Contract« beim Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) unter­zeichnet. In einer Absichtserklärung hat sich ASL Fleet Services ver­pflichtet, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß seiner gesamten Neu­wagen­flotte bis 2012 auf 120 Gramm CO2 pro Kilometer zu be­gren­zen. Dafür wurde das Unternehmen vom VCD mit dem gol­de­nen Flottenstandard ausgezeichnet.

Mit der Teilnahme an der Kampagne demonstriert GE Capital sein besonderes Umweltengagement und nimmt damit eine Vor­reiter­rolle ein. Europaweit werden inzwischen 30 Prozent aller Neuwagen geleast. Leasingunternehmen können daher einen bedeutenden Beitrag dafür leisten, dass verbrauchsarme Fahrzeuge deutlich schneller in den Markt kommen“, erklärt Gregor Kolbe vom »Cleaner Car Contracts«-Projektteam beim VCD.
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Car-Sharer setzen auf sparsame Fahrzeuge

Freitag, 30. Juli 2010

Gemeinsame Pressemitteilung VCD und teilAuto, Berlin, 30.07.10
VCD begrüßt Teilnahme des mitteldeutschen Car-Sharing-Anbieters teilAuto an Kampagne »Cleaner Car Contracts«

TeilAuto unterzeichnet den »Cleaner Car Contract« beim VCD

TeilAuto unterzeichnet den »Cleaner Car Contract« beim VCD

Die Mobility Center GmbH aus Halle, die unter der Marke »teilAuto« in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Car-Sharing für mehr als 9 000 Privat- und Geschäfts­kunden anbietet, hat heute gegen­über dem ökologischen Verkehrs­club VCD ihre Teilnahme an der Kampagne »Cleaner Car Contracts« erklärt. Die Vorgaben, den durch­schnittlichen CO2-Ausstoß ihrer Neuwagen­flotte bis zum Jahr 2012 auf 120 Gramm je Kilometer zu senken, hat die Mobility Center GmbH bereits heute erfüllt. Dafür wurde das Unternehmen vom VCD mit dem »goldenen Flottenlabel« ausgezeichnet. Insgesamt umfasst die Flotte von Mobility Center rund 320 Fahrzeuge, die an 150 »teilAuto«-Stationen in inzwischen elf Städten verteilt sind.
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Car-Sharing – das richtige Auto zur richtigen Zeit

Mittwoch, 21. Juli 2010

VCD-Service-Pressemitteilung 10/10 – Berlin, 21.07.10
VCD-Tipp »Ökologisch mobil!«

Privat genutzte Pkw werden durchschnittlich 23 Stunden am Tag nicht bewegt, verursachen jedoch auch als »Stehzeug« hohe Kosten. Denn der Anteil der Fixkosten durch Steuern, Versicherung und Wertverlust bleibt bestehen, auch wenn das Auto nur wenig bewegt wird. Darauf weist der ökologische Verkehrsclub VCD hin. Mit Car-Sharing, dem organisierten Auto-Teilen, lasse sich hier Geld sparen. Nach Angaben des VCD betragen die Ausgaben für das eigene Auto bei einer durchschnittlichen jährlichen Fahrleistung von 12 600 Kilometern selbst für ein sparsames Auto der Kompaktklasse auf den Monat umgerechnet etwa 560 Euro.
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Tourismusverband Niedersachsen fordert schnelle Küstenautobahn A 20

Freitag, 16. Juli 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 14/2010, 16.07.10 Hannover.

VCD: „Dem Touristik-Dachverband muss die Hitze in den Kopf gestiegen sein!“/Bahnverkehr als umweltfreundliche Alter­na­tive zu mehr Straßen angemahnt

Das muss an der Hitze liegen! Anders können wir uns nicht vor­stellen, dass der Touristikverband Niedersachsen den zügigen Bau der heftig umstrittenen Küstenautobahn A 20 fordert!“ Mit dieser Stellungnahme reagiert Harald Walsberg, stellvertretender Landes­vorsitzender der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Landes­verband Niedersachsen auf die heutige Straßenbau-Forderung der Touristik­organisation.

Besser wäre es, wenn sich der Touristikverband für einen nach­haltigen Tourismus von Anfang an einsetzen würde. Dazu zählt bei der Anreise schon die Nutzung der umweltfreundlichen Bahn.“, so Walsberg. Die seit Jahren geplante Küstenautobahn A 20 sei ein „Anti-Tourismusprojekt“, zerschneidet sie doch etwa im Elbe-Weser-Bereich eine Region, in der der Tourismus sich gerade erst positiv entwickelt. „In manchen Köpfen ist aber Tourismus noch die Parkpalette mit Seeblick. Das sind überholte Vorstellungen aus den sechziger Jahren, als man gerade an der niedersächsischen Nord­see­küste schlimme Fehler mit dem Aufbau des Massen­tourismus gesetzt habe.
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Verkehrsunfallzahlen 2009

Donnerstag, 15. Juli 2010

VCD-Pressemitteilung 60/10 – Berlin, 15.07.10
VCD: Weniger Verkehrstote, doch kein Grund zur Entwarnung

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass nach dem positiven Trend der letzten Jahre auch 2009 die Unfallzahlen weiter rückläufig sind. Nach heute vom Statistischen Bundesamt vorgestellten Zahlen wurden jedoch im vergangenen Jahr noch immer mehr als elf Personen pro Tag auf bundesdeutschen Straßen getötet und mehr als 68.000 Menschen schwer verletzt. Die meisten Unfälle ereignen sich innerorts. Gerade die Situation in den Städten und Kommunen stelle sich dabei sehr uneinheitlich dar, wie aus dem kürzlich veröffentlichten »VCD Städtecheck Ver­kehrs­sicherheit« hervorgehe. Der VCD fordert angesichts der Zahlen die Bundesregierung auf, sich die »Vision Zero« mit dem Ziel von null Verkehrstoten zu eigen zu machen.

Werner Korn vom VCD-Bundesvorstand: “Mehr als 401 000 Verunglückte, darunter 4 152 Getötete, pro Jahr auf Deutschlands Straßen – das sind noch immer alarmierende Zahlen. Für viele Verletzte hat ein schwerer Unfall lebenslange Folgen. Wer hinter den Daten das persönliche Schicksal der Unfallopfer sieht, kann nur eine akzeptable Zahl an Verkehrstoten ableiten: Null!“ Gerade in Städten sei die reale Verkehrssituation oft nicht so sicher, wie die bundesweite Statistik suggeriert. Dies habe auch der »VCD Städtecheck Verkehrssicherheit« gezeigt. Dass es jedoch selbst in Großstädten machbar sei, die Zahl der Verkehrstoten auf null zu senken, zeigten Pforzheim, Trier und Reutlingen: Dort sei 2009 kein Mensch im Straßenverkehr tödlich verunglückt.
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VCD Städtecheck Verkehrssicherheit

Mittwoch, 07. Juli 2010

VCD-Pressemitteilung 58/10 – Berlin, 07.07.10
Kein Grund zur Entwarnung

VCD Städtecheck Verkehrssicherheit 2010

VCD Städtecheck Verkehrssicherheit 2010

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der im Straßenverkehr Ge­töteten bun­des­weit konstant gesunken. Doch in den Städten und Kommunen stellt sich die Situation sehr uneinheitlich dar. Ob­wohl es Gemeinden mit sehr positiven Ent­wicklungen in der Ver­kehrs­sicherheit gibt, kann sich keine Stadt auf dem bisher Erreichten ausruhen. Das ist ein Ergebnis des »VCD Städtechecks Ver­kehrs­sicherheit« den der ökologische Verkehrs­club VCD heute erstmals in Berlin vorstellte.

Im »VCD Städtecheck Verkehrs­sicher­heit« wurden von insgesamt 81 unter­suchten Großs­tädten 37 Städte grün eingestuft, die ge­mittelt über die letzten fünf Jahre eine über­durch­schnittliche Abnahme bei den Verunglückten­zahlen erreichten. Gelb eingestuft wurden 24 Städte, die im Mittel nur eine unter­durchschnittliche Reduzierung erzielen konnten. Die Städte, in denen die Zahl der Verunglückten in den letzten fünf Jahren im Mittel zugenommen hat, wurden mit rot bewertet.
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Verkehrsclub für weitere Verschärfung der Stuttgarter Umweltzone

Dienstag, 29. Juni 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 24/10, Stuttgart, 29. Juni 2010
VCD: Fußgänger und Radfahrer erzeugen keinen Feinstaub
Einfahrtsverbot für Autos mit roter Plakette ab dem 1. Juli

Der Umweltverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. begrüßt das ab Donnerstag geltende Einfahrtsverbot in die Stuttgarter Umweltzone, das allerdings nur für Autos mit roter Plakette gilt. Die Verschärfung der Umweltzonenregelungen sei allerdings nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Der VCD fordert für die Landeshauptstadt ein umfassendes, gesundheits- und klimaverträgliches Mobilitätskonzept.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Die Umweltzonen im Land sind unverzichtbare Nothilfemaßnahmen um die Feinstaubgrenzwerte der EU auch nur annähernd einzuhalten. Stuttgart gilt zu Recht als Feinstaubhauptstadt, denn die Menschen in der Landeshauptstadt sind weiterhin massiven Belastungen ausgesetzt. Insofern ist es verwunderlich, dass die Einfahrtsbeschränkungen so spät kommen und bisher nur Fahrzeuge mit roter Plakette betreffen.“

Nach Einschätzung des VCD können die Umweltzonen allein die notwendige Reduzierung der Emissionen ohnehin nicht leisten. Vielmehr müsse den Belastungen mit konsequenter Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung auf Bus, Bahn sowie Fuß- und Radverkehr begegnet werden. (weiterlesen…)

Justizminister diskutieren Führerscheinentzug statt Haft

Dienstag, 22. Juni 2010

VCD-Pressemitteilung 57/10 – Berlin, 22.06.10
VCD: Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr sind keine Strafe!

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert den Vorstoß des nieder­sächsischen Justizministers Bernd Busemann (CDU), den Ent­zug des Führerscheins als Hauptstrafe nicht nur bei Ver­kehrs­delikten, sondern auch bei Verbrechen wie Diebstahl oder Körper­verletzung zu nutzen. Der entsprechende Vorschlag soll auf der am Donnerstag in Hamburg beginnenden Justizministerkonferenz der Länder diskutiert werden.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Wer wie Herr Buse­mann meint, ohne Führerschein in seiner Bewegungsfreiheit ein­schränkt und einer Art Freiheitsentzug unterworfen zu sein, offen­bart ein völlig rückwärtsgewandtes Bild von Mobilität: Er ver­höhnt all jene, die sich bewusst für kostengünstigere und umwelt­freundlichere Fort­bewegungs­mittel entscheiden und es keineswegs als Strafe ansehen, sich ohne eigenes Auto – also mit Bus und Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß – fortzubewegen. Und er fügt dem Image des Öffentlichen Personen­verkehrs immensen Schaden zu.
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