Archiv für die Kategorie ‘Auto und Umwelt’

CO2-Grenzwerte für Lkw dürfen nicht weiter außen vor bleiben – Schwere Nutzfahrzeuge müssen sparsamer werden

Dienstag, 20. September 2016

Pressemitteilung, Berlin/Hannover, 20. 09 2016

Bei der morgen startenden IAA Nutzfahrzeuge 2016,  handelt es sich laut Veranstalter VDA, um die weltweit wichtigste Leitmesse rund um Lkw, Busse und Lieferwagen. Unter dem Motto „Ideen sind unser Antrieb“ wird wieder eine schöne neue Welt präsentiert, die Realitäten ausklammert und Zukunftsvisionen im Bereich des vernetzten und autonomen Fahrens in den Vordergrund stellt. Aus Sicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lenken die hier präsentierten Technikspielereien, wie beispielsweise der „Vision Van“ von Daimler, der als Showcar mit Landeplätzen für Drohnen ausgestattet ist, oder das „Platooning“, bei dem mehrere Lkw vernetzt hintereinanderfahren, von dringend notwendigen Neuerungen bei den Antrieben in punkto Effizienz und Verminderung des Treibhausgasausstoßes ab.  (weiterlesen…)

Abgasmessungen der DUH an Diesel der Euronorm 6 belegen dringenden politischen Handlungsbedarf. NOx-Ausstoß und Spritverbräuche liegen weit über den Normen.

Mittwoch, 07. September 2016

Pressemitteilung, Berlin, 07. 09 2016

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die heute vorgestellten Abgasmessungen der Deutschen Umweltlilfe (DUH) an Pkw mit der aktuellen Abgasstufe Euro 6. Diese zeigen, dass die Autohersteller auch jetzt ein Jahr nach Beginn des Abgasskandals immer noch Pkw mit gefährlich hohen NOx-Werten auf den Markt bringen. 33 von 36 gemessenen Dieselfahrzeugen überschreiten die Stickoxid-Grenzwerte um das bis zu 9,2-fache.

Dieses erschreckende Ergebnis offenbart, dass die Autohersteller immer noch nicht verstanden haben, dass die Einhaltung der Schadstoffwerte dem Schutz der Bevölkerung dient. Stattdessen wird weiter getrickst und geschwindelt, um Kosten zu sparen und Profite zu erhöhen. Aber auch die deutlichen Abweichungen des Kraftstoffverbrauches und des CO2-Ausstoßes bei vielen der getesteten Fahrzeuge ist alarmierend. (weiterlesen…)

Dobrindts Bundesverkehrswegeplan als Beschlussgrundlage für das Parlament ungeeignet

Freitag, 02. September 2016

Pressemitteilung, Berlin, 01. 09 2016

Die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Germanwatch, Naturschutzbund Deutschland (NABU), der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) haben den von der Bundesregierung in den Bundestag eingebrachten Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) als katastrophal für Deutschland bezeichnet. Sämtliche Eingaben und Vorschläge der Umweltseite seien ignoriert worden, substanzielle Korrekturen hätten nicht stattgefunden. Da die zwölf im begleitenden Umweltbericht des BVWP aufgeführten Umweltziele verfehlt werden und bei keinem der 1281 geplanten Fernstraßenprojekte Alternativen geprüft wurden, bewerten die Umweltverbände die vorliegende Fassung des BVWP als EU-rechtswidrig und fordern erhebliche Nachbesserungen in Bundestag und Bundesrat. (weiterlesen…)

Umweltranking ohne Sieger – VCD Auto-Umweltliste 2016/2017

Dienstag, 16. August 2016

Pressemitteilung, Berlin, 16. 08 2016

Der ökologische Verkehrsclub VCD hat heute zum 27. Mal in Berlin die VCD Auto-Umweltliste präsentiert. Anders als sonst. Mitten im Abgasskandal und der zweifelhaften Datenlage gibt es keine Platzierungen, keine Bewertung umweltbester Pkw. Dennoch: gerade jetzt ist Orientierung wichtig. Deshalb gibt der VCD Verbrauchern Tipps und Fahrzeugempfehlungen.

Gut dran ist, wer heute mit dem Autokauf abwarten kann", so Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. "Der Diesel ist diskreditiert, nicht zuletzt seitdem bekannt wurde, dass Autohersteller massiv bei der Abgasreinigung tricksen, teils sogar betrügen. Darüber hinaus, und das gilt für alle Fahrzeuge, ist die Schere zwischen den Herstellerangaben und der Realität bei Verbrauch und CO2-Ausstoß immer größer geworden. Uneingeschränkte Empfehlungen für umweltverträgliche Autos sprechen wir deshalb nicht aus. Die Bundesregierung darf jetzt nicht länger zuschauen. Sie muss klare Vorgaben machen und intensiv kontrollieren. Die Hersteller müssen den Willen zeigen, saubere Autos zu bauen und zu verkaufen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Autos wieder unter ökologischen Gesichtspunkten verglichen und gekauft werden können."
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VCD kritisiert Verzicht auf blaue Umweltplakette

Mittwoch, 10. August 2016

Pressemitteilung, Stuttgart, 10. 08 2016

Der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland kritisiert die Ankündigung des Bundesumweltministeriums, vorerst auf die Einführung einer blauen Umweltplakette verzichten zu wollen.

Städte in Baden-Württemberg wie beispielsweise Stuttgart, in denen die EU-Schadstoffgrenzwerte für Feinstaub- bzw. Stickoxid trotz bestehender Umweltzone überschritten werden, hätten damit kaum noch Handlungsspielraum, um wirksam gegen die vom Verkehr verursachten Grenzwertüberschreitungen vorzugehen.
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Bundesregierung darf nicht weiter vor den Autoherstellern einknicken

Mittwoch, 10. August 2016

Pressemitteilung, Berlin, 10. 08 2016

Berlin,10. August 2016. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die Verschiebung der Einführung der Blauen Plakette als wiederholtes Einknicken der Bundesregierung vor der Autoindustrie.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Wenn VDA-Chef Matthias Wissmann jammert, dass 13 Millionen Diesel-Pkw wegen der Blauen Plakette Fahrverbote drohen, dann muss ihm entgegenhalten werden, dass die Plakette nur notwendig wird, weil die Autohersteller die Grenzwerte, die zum Schutz der Gesundheit festgelegt wurden, über viele Jahre unterlaufen haben. Und das bewusst, teilweise in betrügerischer Absicht. Hätten die Autohersteller die gesetzlichen Regeln befolgt und hätten sie dafür gesorgt, dass die Autos auch auf der Straße und nicht nur im Labor sauber sind, dann wäre die Blaue Plakette überflüssig.“ (weiterlesen…)

Frankreich veröffentlicht Untersuchungsbericht zum Abgasskandal und geht hart mit heimischen Herstellern ins Gericht

Mittwoch, 03. August 2016

Pressemitteilung, Berlin, 04. 08 2016

Im Zuge des Abgasskandals hat sich das französische Umweltministerium nicht davor gescheut neben ausländischen Autoherstellern auch heimische Hersteller, in Bezug auf die Abgasreinigung, zu untersuchen und die Ergebnisse umfassend und transparent zu veröffentlichen. Vorbildhaft oder einzig eine verantwortungsbewusste Haltung? Beides, so der ökologische Verkehrsclub VCD.
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Dobrindt will auf Bußgeld und Schadensersatz von VW verzichten

Donnerstag, 07. Juli 2016

Pressemitteilung, Berlin, 07. 07 2016

Berlin, 7. Juli 2016. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die neuesten Äußerungen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt im Abgasskandal scharf.

Mit dem Verzicht auf Bußgelder und Entschädigungen seitens des Volkswagen Konzerns wird erneut die große Nähe der deutschen Verkehrspolitik zur Autoindustrie deutlich. Erst bringt sich das Verkehrsministerium selbst und bewusst in den Schlamassel, indem es keine Regeln zur Bestrafung von Abgasbetrügereien durchsetzt, und dann zeigt sich der zuständige Verkehrsminister angesichts der selbstverschuldeten Rechtsunsicherheit auch noch großzügig. (weiterlesen…)

Faktencheck E-Auto-Kaufprämie

Dienstag, 28. Juni 2016

Pressemitteilung, Berlin, 28. 06 2016

Was wurde beschlossen?

• Für jedes neu gekaufte E-Auto können Käuferinnen und Käufer einen Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Batterieelektrische Pkw bekommen nach Einreichung des Kaufbeleges einen Bonus von 2.000 Euro. Weitere 2.000 Euro muss der Hersteller beim Netto-Kaufpreis gutschreiben.
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EU beschließt realitätsnähere Verbrauchstests für Pkw ab 2017

Freitag, 17. Juni 2016

Pressemitteilung, Berlin, 16. 06 2016

EU-Rat und Parlament haben sich Dienstagnacht mit großer Mehrheit auf die Einführung der neuen Messprozedur WLTP ab September 2017 geeinigt. Damit haben sie den Versuchen der Autoindustrie, das Einführungsdatum zu verschieben, eine Absage erteilt. Ein wichtiger Schritt nach langem Ringen, den auch Deutschland unterstützt hat. Verbraucher erhalten damit künftig verlässlichere Angaben zum Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Ausstoß.

Allerdings, so die Kritik des ökologischen Verkehrsclub VCD, ist die Einführung des WLTP nur ein erster Schritt, denn nach wie vor wird der Verbrauchstest im Labor stattfinden. Autoherstellern bleiben somit weiterhin Möglichkeiten, die Tests in ihrem Sinne zu schönen.
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