Geplante Kapitalerhöhung der DB AG – VCD: Bund finanziert Mehrkosten von Stuttgart 21 durch die Hintertür

Pressemitteilung, Stuttgart, 22. 09 2016

Eine versteckte Bundesfinanzierung von Stuttgart 21 stellt für den Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs VCD die geplante Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn (DB) AG durch den Eigentümer Bund in Höhe von einer Milliarde Euro sowie die Absenkung der zukünftigen Dividendenzahlungen um weitere 1,4 Milliarden Euro dar.

„Die Mehrkosten von Stuttgart 21 belasten den Etat der Deutschen Bahn AG inzwischen so massiv, dass der Eigentümer Bund eingreifen muss“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

„Aus einem ‚eigenwirtschaftlichen Projekt ‚Stuttgart 21‘ wurde inzwischen ein Bilanzrisiko ‚Stuttgart 21‘ der DB AG, das die Modernisierung des Schienenverkehrs in ganz Deutschland gefährdet“, befürchtet Matthias Lieb.

Während durch die Digitalisierung LKWs zukünftig im Konvoi auf der Autobahn mit nur noch einem Fahrer im ersten Fahrzeug fahren werden können, werde durch den Bau von Stuttgart 21 einerseits der Ausbau der für den Schienengüterverkehr ökonomisch wichtigen Rheintalbahn um über 10 Jahre verzögert (Fertigstellung nach 2035 geplant), andererseits fehle das Geld für die Modernisierung der Güterwagenflotte mit automatischen Kupplungen und leisen Bremsen, beklagt der VCD.

„Verantwortlich für diese Fehlentwicklung ist sowohl das Management der DB AG, an erster Stelle der Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube, aber auch die Bundespolitik, die die Deutsche Bahn gezwungen hat, das Projekt Stuttgart 21 zu beginnen“, stellt Matthias Lieb fest.


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Autor: VCD Baden-Württemberg.

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