VCD kritisiert Verzicht auf blaue Umweltplakette

Pressemitteilung, Stuttgart, 10. 08 2016

Der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland kritisiert die Ankündigung des Bundesumweltministeriums, vorerst auf die Einführung einer blauen Umweltplakette verzichten zu wollen.

Städte in Baden-Württemberg wie beispielsweise Stuttgart, in denen die EU-Schadstoffgrenzwerte für Feinstaub- bzw. Stickoxid trotz bestehender Umweltzone überschritten werden, hätten damit kaum noch Handlungsspielraum, um wirksam gegen die vom Verkehr verursachten Grenzwertüberschreitungen vorzugehen.

„Ohne blaue Plakette droht insbesondere auch der Landeshauptstadt als drastische Maßnahme zur Luftreinhaltung, ein Fahrverbot für alle Fahrzeuge einführen zu müssen“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. „Andernfalls ist zu befürchten, dass die Europäische Union – zu Recht – das eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren weiter betreibt.“

Zudem biete die blaue Plakette die Chance, die Autoindustrie in die Pflicht zu nehmen, endlich saubere und effiziente Fahrzeuge zu produzieren und so einen Beitrag zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung zu leisten, betont der VCD. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass sichergestellt sei, dass die Fahrzeuge auch im realen Betrieb die erforderlichen Grenzwerte einhalten.

Weitere Hintergrundinformationen zur blauen Plakette und was sie für die Verbraucherinnen und Verbraucher tatsächlich bedeutet, finden Sie im Hintergrundpapier "Einführung einer Blauen Plakette zur Minderung der NO2-Belastung in Städten" unter folgendem Downloadlink (pdf, 1,3 Mb):
bit.ly/2b8fJMn


Zur Originalmeldung

Verwandte Artikel

Autor: VCD Baden-Württemberg.

Tags: , , ,

Hinterlasse eine Antwort