Car- und Bikesharing leicht gemacht

Pressemitteilung, Berlin, 21. 03 2014

Teilen ist in, Besitzen ist überflüssig. Das denken immer mehr Men­schen auch im Bezug auf Pkw und Fahrräder. Aktuelle Meinungs­umfragen belegen: Jeder zweite Deutsche könnte sich vorstellen, Carsharing zu nutzen. Es erlaubt hohe Flexibilität ohne An­schaffungs- und Unterhaltungskosten für ein Auto. Doch welche Art des Carsharing eignet sich für wen? Was muss beachtet werden, um sich sicher ein Fahrzeug oder sogar ein Fahrrad zu teilen? Der der ökologische Verkehrsclub VCD gibt die wichtigsten Tipps.

Drei Carsharing-Arten haben sich bis heute in Deutschland durch­gesetzt: das klassische, stationsbasierten Autoteilen, das private Carsharing und jüngst das Free Floating Carsharing.

Empfehlenswert ist das stationsbasierte Carsharing für Nutzer, die im Alltag wiederkehrend ein Auto benötigen, aber nicht täglich darauf angewiesen sind. Da das Auto an einer festen Station ausgeliehen und an derselben zurückgegeben wird, ist die Erreich­barkeit der Station ausgehend vom Wohnort oder der Arbeitsstelle entscheidend. Die Vorteile: wenn das Auto für mehrere Strecken benötigt wird, zum Beispiel für den Weg zum Geschäftstermin und anschließend für den Einkauf im Baumarkt, ist es die kosten­günstigste Variante. Darüber hinaus werden gestaffelte Tarife je nach Nutzungshäufigkeit angeboten, auch für ein Wochen­ende oder sogar für einen mehrwöchigen Urlaub kann das Carsharing-Auto aus­geliehen werden.

Die einfache Fahrt von A nach B, ist beim sogenannten Free-Floating möglich und genau für diesen Nutzungszweck am günstigsten − ausgenommen die Fahrt mit dem ÖPNV. Neben dem entscheidenden Flexibilitätsvorteil gilt es zu beachten: Free­floating Carsharing gibt es erst in 14 deutschen Großstädten, abgestellt werden und somit freigeben für die Nutzung Anderer darf der Free-Floater nur im definierten Geschäftsgebiet, zudem ist die Ver­füg­barkeit der in der Stadt verstreuten Autos nicht immer garantiert.

Eine weitere Option stellt das private Carsharing dar, ins­besondere wenn kommerzielle Anbieter nicht vertreten sind und der Öffentliche Verkehr schwach ausgebaut ist. Fahrzeughalter senken dadurch die Unterhaltungskosten. Mitnutzer mieten das gemein­schaftliche Auto oft günstiger als beim kommerziellen Carsharing. Die Autoteiler müssen die Nutzungsbedingungen jeweils individuell festlegen. Zu empfehlen ist dabei der Abschluss einen Nach­bar­schafts­auto-Vertrags. Ein Musterbeispiel können Interessenten über die VCD-Internetseite www.vcd.org/carsharing.html bestellen. Empfehlenswert ist darüber hinaus eine Zusatzversicherung für Schäden am Auto oder an Dritten. Das gilt auch dann, wenn das Auto auf Internetplattformen wie nachbarschaftsauto.de oder tamyca.de zur gemeinsamen Nutzung angeboten wird.

Wer statt Autos lieber neueste Fahrradtrends ausprobieren möchte, kann nahezu überall in Städten auf Bike-Sharing Systeme zurückgreifen. Neben den bekannten Verleihsystemen wie Call-a-Bike oder Nextbike gibt es vielerorts auch kleinere Verleihangebote für Lasten- und E-Räder. Ob es diese auch in ihrer Nähe gibt, ist nachzulesen unter http://www.vcd.org/lastenraeder.html. Für die Zukunft deutet sich zudem an, dass Bikesharing auch in Form von Free Floating für private und kommerzielle Anbieter möglich sein wird. Elektronischer Fahrradschlösser mit eingebautem GPS, er­möglichen das Verriegeln und Entriegeln über Handy.


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Autor: VCD-Bundesverband.

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Eine Antwort zu “Car- und Bikesharing leicht gemacht”

  1. Habe rund ums Mieten von Fahrzeugen auch schon einiges erlebt.
    Meine Erfahrungen mit Bike-Sharing in Berlin und Hamburg gibt’s hier:
    http://www.autolos.berlin/call-a-bike/
    Erste Eindrücke vom Carsharing hier:
    http://www.autolos.berlin/smarties-to-go/
    Viel Spaß beim Lesen :-)

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