VCD: Schulwege sind Straßen zum Erwachsen­werden

VCD Baden-Württemberg, Service-Presseinformation 5, Stuttgart, 13. September 2012
‚Zu Fuß zur Schule’-Aktionstage starten

Schulen im Land machen mit/ VCD und Kinderhilfswerk appellieren für Offensive zur Verkehrssicherheit

Kinder mit Spiel und Spaß fit für den Straßenverkehr machen, das ist das Motto der in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal ausgerufenen ‚Zu Fuß zur Schule’-Aktions­tagen in der Woche vom 17. bis 23. September. Mit der gemeinsamen Aktion appel­lieren VCD und Deutsches Kinderhilfswerk an die Verantwortlichen auf kommu­na­ler und politischer Ebene, sich zusammen für eine Offensive ‚Sicherer Schulweg’ ein­zu­setzen.

Damit Kinder sicher unterwegs seien, reiche es nach Ansicht des VCD nicht aus, dies auf geschützten, vom übrigen Verkehr ab­ge­trenn­ten Flächen zu trainieren. „Um die Fertigkeiten erwerben zu können, die Kinder für den Straßenverkehr benötigen, müssen sie Erfahrungen im tatsächlichen Verkehrsraum sammeln können“, erklärt VCD-Landes­vorsitzender Matthias Lieb. „Denn im Straßen­verkehr gilt wie überall: Übung macht den Meister.

Das Unfallrisiko von Kindern und Jugendlichen steige in der Regel dann erheblich an, wenn sie mit etwa 10 Jahren ihre Umgebung und ihre Alltagswege auch mal ohne Eltern erkunden wollten, erläutert der Landesvorsitzende. Eine Tendenz, die auch der aktuelle VCD-Städtecheck zur Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen unterstreiche. Deshalb will der VCD mit der Aktion ‚Zu Fuß zur Schule’ insbesondere Kitas und Grundschulen motivieren, schon früh mit den Kleinen mit Spiel und Spaß zu üben, wie sie im Straßen­verkehr sicher unterwegs sein können.

Matthias Lieb: Sehr erfreulich ist, dass sich in diesem Jahr 18 Grundschulen aus Baden-Württemberg neu für diese Aktion angemeldet haben und sich in der kommenden Woche zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern von den vielfältigen positiven Auswirkungen des zu Fuß Gehens überzeugen können. Die Schulkinder lernen, wo und wie man am sichersten die Straße über­quert, sie können Entfernungen und komplexe Verkehrs­situationen mit der Zeit immer besser ein­schätzen. Zudem hält die regel­mäßige Bewegung fit und beugt Haltungsschäden und Über­gewicht vor.

Letztlich profitieren ebenso die Eltern, wenn sie mit ihren Kindern einen sicheren Schulweg üben und so deren Eigenständigkeit fördern, betont der Landes­vor­sitzende. Viele Eltern könnten folglich auf das Elterntaxi verzichten und statt­dessen ihre Kinder bei­spiels­weise als Laufbus organisiert gemeinsam mit anderen Kindern in Begleitung eines Erwachsenen zur Schule gehen lassen. Damit entfalle das tägliche Autochaos, das vor vielen Schulen heut­zu­tage an der Tages­ordnung und verant­wortlich für die Mehr­zahl der Schulwegunfälle sei.

Schulen, die sich jetzt noch spontan an der Aktion beteiligen möchten, finden alle Informationen unter http://www.zu-fuss-zur-schule.de.

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Autor: VCD Baden-Württemberg.

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