VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 14/2012, Hannover, 24.07.12
VCD: „Beitrag zur Kostengerechtigkeit“/Ausdehnung aber auf das gesamte Straßennetz gefordert
Die Ausdehnung der Lkw-Maut auf vierspurige Bundesstraßen mit Autobahnanschluss ab dem 1. August 2012 begrüßt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) als einen wichtigen Schritt für mehr Kostengerechtigkeit bei den Verkehrsträgern. „Ziel einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik muss sein, den Lkw-Verkehr deutlich zu reduzieren anstatt das aktuelle Wachstum noch zu beschleunigen!“, so Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender VCD-Landesvorsitzender in Niedersachsen.
Nach dem Wegekostengutachten 2007 des Bundesverkehrsministeriums müsste die Maut auf Bundesstraßen eigentlich bereits durchschnittlich 32 Cent/Kilometer betragen, wenn man alle externen Kosten des Lkw-Verkehrs gerechterweise berechnen würde. Der heutige Satz liegt mit 16,3 Cent/km deutlich unter diesem sinnvollen Wert und animiert nicht dazu, Transporte zu vermeiden oder auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern. „Stattdessen sollen zusätzliche Fernstraßen und Lkw-Parkplätze an Autobahnraststätten subventioniert werden. Das ist kontraproduktiv für eine zukunftsgerechte Standortpolitik, die heute eigentlich mehr Investitionen in das Schienennetz erforderlich macht“, so Friedrichs.
Die Lkw-Maut auf vierspurigen Bundesstraßen kann genau wie die Sperrung von Bundesstraßen für den schweren Transit-Lkw-Verkehr nur ein Zwischenschritt sein. Eine Ausdehnung der Lkw-Maut auf alle Straßen und Transportergrößen wäre eine notwendige Maßnahme für eine nachhaltigere Verkehrspolitik. Perspektivisch sollte die Lkw-Maut – wie in der Schweiz bereits praktiziert – basierend auf einem differenzierten Tarifsystem als Lenkungsinstrument auf 45 Cent/km steigen, um mehr Güter auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern.
Gleichzeitig darf die Politik nicht tatenlos zusehen, wie in Niedersachsen ganze Güterbahnhöfe vom Schienennetz abgetrennt werden. Aktuell plant die Deutsche Bahn AG beispielsweise, den derzeit nicht betriebenen Güterbahnhof Seesen im Harz komplett von den Schienen abzukoppeln. „Trotz aller Sonntagsreden: der Straßengüterverkehr wird weiter künstlich aufgepäppelt, während die Schieneninfrastruktur Stück für Stück demontiert wird“, bedauert Friedrichs.
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Autor: VCD Niedersachsen.
Tags: Bundesstraße, Güterverkehr, LKW-Maut, Maut, Parkraum
Seit Jahren stehen Transportunternehmen am Pranger, seit Jahren unterliegen sie aber vom Gesetzgeber vorgegebenen strikten Umweltvorgaben und die DEUTSCHEN Transportunternehmen fahren generell mit den “umweltfreundlichsten” LKW-Motoren in ganz Europa, da laufen teilweise noch alte Pkw mit weitaus umweltschädigenderen Motoren, von der Umweltbelastung des Luftverkehrs will ich gar nicht schreiben. Mit hohen Steuerbelastungen, mit hohen gewerblichen Abgaben und der bisherigen Autobahnmaut sind die Transporteure schon dermaßen belastet, dass es kaum noch Kleinunternehmer gibt, hier wird eine erste Vergünstigung der Großunternehmen sichtbar, die auf diesem politisch vorbereiteten Weg den Kleinunternehmer “schlucken”. Die Bahn als bevorzugten Transporteur in Erwägung zu ziehen ist eine Farce: Die Güter gehen mit LKWs bis Bahnhof und dort werden Sie von den Kleinlastern zu Adressaten gefahren, die eben nicht den hohen Auflagen für LKW unterliegen und weit aus öfter hin- und herfahren müssen, als die großen Sattelzüge!! Also weit aus mehr Umweltbelastung. Mit der zusätzlichen Maut steigen nun nicht nur die Preise für den Endverbraucher, es gehen erneut Transporteure in die Insolvenz, freigesetzte Fahrer belasten unser Sozialsystem. Der Schreiber des Artikels hat einen Job? Herzlichen Glückwunsch, tausende andere verlieren ihren gerade. Der Schreiber holt sich seine Milch selbst beim Bauern und macht sich seinen Käse, seinen Joghurt, seine Sahne, seinen Quark dann zu Hause selbst? Prima, braucht er auch keine Lkws mehr, Salat wächst auch auf dem Lande auf den Feldern, vielleicht züchtet er seine Kartoffeln dann ja auch auf dem Balkon. Und sein Mobiliar kann er ja auch selbst zimmern. Die Straßen werden ab sofort von Kleinlastern verstopft, wobei sich hier die Hersteller freuen, es braucht ja jetzt mehr und die teuren neuen umweltfreundlichen Lkws der Deutschen Kleinunternehmer gehen in die Insolvenzmasse und dann nach Osteuropa, nun, dann haben wenigstens diese Billilgtransporteure endlich umweltfreundliche Wagen. Gute Nacht Deutschland, die Inflation kommt näher.
Dann werden hoffentlich mal endlich unsere Bundesstraßen aufgebessert, denn viele Abschnitte werden geradezu ignoriert und der Witterung frei gesetzt. Ramsauer schien auf jeden Fall irgendwie ekstatisch das neue Gesetz in Kraft treten zu lassen. Naja. Gönnen wir das mal dem Guten.
Quelle: Reuters