VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 13/2012, Hannover, 26.06.2012
Unfallzahlen senken, Klimaschutz betreiben finanzielle Ressourcen sparen
Lkw sind immer häufiger in schwere Unfälle verwickelt. Erst an diesem Montag starben wieder zwei Menschen nach einem Unfall auf der A 7 bei Mellendorf, in denen Schwertransporter verwickelt waren. Nach Auffassung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist es höchste Eisenbahn, den Lkw-Verkehr wieder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, um Unfälle zu vermeiden, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und zudem öffentliche Mittel für unnötige Straßenprojekte zu sparen.
Aus diesem Grunde arbeitet der Verkehrsfachverband derzeit an einem 10-Punkte-Programm, um den Parteien zur niedersächsischen Landtagswahl Handlungsvorschläge für eine zukunftsfähige Logistik-Politik zu unterbreiten. Michael Frömming, VCD-Landesvorsitzender in Niedersachsen, betont: „Viele Transporte – etwa in Marokko gepulte Nordseekrabben – sind schlichtweg grober Unfug. Lkw-Fahrer stehen angesichts der Masse an Lkw auf unseren Straßen immer häufiger im Stau und somit in Zeiten von Just-in-Time – unter enormen Zeitdruck.“
Der VCD fordert daher, mit einer angemessen hohen Lkw-Maut die Vermeidung unnötiger Transporte, beziehungsweise die Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsträger, insbesondere die Schiene, zu forcieren. Mit einer Maut in Höhe von 45 Cent/Kilometer für alle Transportergrößen auf allen Straßen wäre ein erster Schritt getan, die Straßen nachhaltig zu „entlastern“. Der VCD wird in den kommenden Wochen verstärkt Kommunen aufrufen, Mautausweichstrecken zu identifizieren und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Straßenverkehrsbehörden für Transitverkehre sperren zu lassen. Zu einem starken Rückgang von Transit-Lkw um durchschnittlich 30 Prozent kam es so schon im Bereich Lüneburg an der B 4 und B 209; für die B 216 von Lüneburg nach Dannenberg ist eine Transitsperrung in der Diskussion und wird vom VCD fachlich begleitet.
„Unser Ziel ist eine Verkehrspolitik mit Augenmaß, die die jeweiligen Stärken und Schwächen der einzelnen Verkehrsträger betrachtet“, so Frömming. „Im Bereich des Schwerlastverkehrs zeichnet sich angesichts hoher Unfallzahlen, Infrastrukturkosten und der Klimabelastungen ab, dass die Schwächen des Lkw-Verkehrs zunehmend deutlich werden und somit dringender Handlungsbedarf besteht“
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Autor: VCD Niedersachsen.