VCD Städtecheck 2011 – Fahrradsicherheit

Pressemitteilung, Berlin, 16. Juni 2011
Das Fahrrad ist das städtische Verkehrsmittel der Zukunft
Anteil des Radfahrverkehrs in Städten steigt – Zahl der verunglückten Radfahrenden sinkt

Im deutschen Straßenverkehr verunglücken täglich rund 1.000 Men­schen, davon 192 Radfahrer. Das Interessante: Obwohl der Rad­ver­kehrs­anteil in den meisten deutschen Städten zunimmt, nahm die Zahl der verunglückten Radfahrer im Durchschnitt ab. Eine positive Tendenz, die jedoch nicht für alle Städte gilt, so die aktuelle VCD-Studie »Städtecheck 2011 – Fahrradsicherheit«.

Der VCD analysierte im »Städtecheck 2011« die Entwicklung der ver­unglückten Radfahrenden in insgesamt 43 Großstädten mit über 100.000 Einwohnern für den Zeitraum 2005 bis 2010.

Von 43 untersuchten Städten konnten 22 die Anzahl der ver­un­glückten Radfahrer überdurchschnittlich senken. Dazu gehören Städte wie Erfurt, Wiesbaden und Hamburg. Zwölf weitere Städte erreichten eine Reduzierung der Verunglückten im Rad­verkehr, blieben aber unter dem Durchschnitt. Dazu gehört auch die Haupt­stadt Berlin. Für neun Städte besteht akuter Handlungs­bedarf, sie liegen im roten Bereich, das heißt, hier hat die Zahl der verun­glück­ten Radfahrer gemittelt über die letzten fünf Jahre zugenommen. Hierzu gehören München und Augsburg.

Im Durchschnitt der 43 untersuchten Städte – sank die Zahl der ver­unglückten Radfahrenden im Fünfjahresmittel um 2,54 Prozent. Trotz dieser positiven Tendenz verunglückten Radfahrende im Schnitt 2,3-mal so häufig, wie es ihrem Anteil am Ver­kehrs­aufkommen entsprochen hätte.

Radfahrende gehören zu den gefährdetsten Verkehrsteilnehmern“, erläutert VCD-Bundesgeschäftsführerin Kerstin Haarmann. “Der Hand­lungs­bedarf ist deshalb weiterhin hoch. Doch auch in Groß­städten ist es machbar, die Zahl der getöteten Radler auf null zu senken. Das zeigt das Jahr 2010. In 14 von 43 Großstädten ist kein Radfahrer tödlich verunglückt.“, betont Haarmann.

Besonders interessant ist, dass mit wachsendem Rad­verkehrs­anteil in den Städten, im Schnitt weniger Radfahrende ver­un­glücken“ so Anja Hänel, VCD-Referentin für Verkehrs­sicher­heit. Damit scheint sich die These zu bestätigen, dass Fahrradfahrer im Stadt­verkehr bewusster wahrgenommen werden, je mehr von ihnen unterwegs sind. Trotzdem ist Rad­ver­kehrs­sicher­heit kein Selbst­läufer, denn häufig stößt die Rad­verkehrs­infra­struktur an ihre Grenzen, wenn sich der Anteil der Rad­fahren­den erhöht. Sowohl die Führung von Rad­verkehrs­anlagen als auch ihre Entwurfsqualität sind für Unfälle sehr entscheidend. Hänel unterstreicht: “Städte und Gemeinden müssen sich immer wieder bewusst werden, dass eine Fahrrad­förderung nur mit Ver­kehrs­sicherheit einhergehen kann. Allein Maßnahmen zur Steigerung des Radverkehrs­anteils reichen nicht aus, auch gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Ver­kehrs­sicherheit müssen von den Städten umgesetzt werden.

Das Hintergrundpapier »VCD Städtecheck 2011 – Fahr­rad­sicher­heit« finden Sie ab sofort zum Download unter www.vcd.org/vcd-staedtecheck.html.

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Autor: VCD-Bundesverband.

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Eine Antwort zu “VCD Städtecheck 2011 – Fahrradsicherheit”

  1. VCD-Blog sagt:

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