Zeitumstellung am 31. Oktober

VCD-Service-Pressemitteilung 16/10 – 29.10.2010
VCD: Umweltfreundlich und sicher durch die dunkle Jahreszeit

Der Herbst ist da, der Winter naht: Nachdem die ersten Frost­nächte bereits für Raureif sorgen, erhöht mit der Zeit­umstellung am Sonntag auch die noch früher am Abend einsetzende Dunkelheit die Unfallgefahr. Der ökologische Verkehrs­club VCD gibt Radfahrern Tipps zu mehr Verkehrs­sicherheit in der dunklen Jahreszeit und fordert Autofahrer zu mehr Rücksicht­nahme gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern auf.

Tagtäglich zeigen zahlreiche Alltagsradler ungemütlichen Witterungs­bedingungen zum Trotz, dass umweltfreundliche Mobilität auch im Herbst und im Winter möglich ist. Der VCD weist darauf hin, dass Autofahrer daher auch in den kalten Monaten jederzeit und überall mit Radfahrern rechnen müssen. Für ein sichereres Miteinander sei es sinnvoll, nicht nur als Radler, sondern auch als Auto­fahrer die aktuellen Radfahr-Regelungen der StVO zu kennen: Laut dieser gehört der Radverkehr auf die Fahrbahn und Radler müssen nur dann zwingend auf Radwegen fahren, wenn diese benutzungs­pflichtig sind. Das ist der Fall, wenn sie durch das blaue Schild mit weißem Fahrradsymbol gekennzeichnet und nicht durch Schnee oder andere Hindernisse unpassierbar sind. Ansonsten kann der Radler frei wählen, ob er den Radweg oder die Fahrbahn nutzt. Immer wieder komme es zu lebensgefährlichen Situationen, wenn Auto­fahrer in einem Akt der Selbstjustiz versuchen, den Radler auf den häufig zu schmalen und nicht anordnungsfähigen Nebenweg abzudrängen, so der VCD.

Auch zugeparkte Radwege seien nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Selbst wer nur »kurz was abgeben« möchte, muss sein Auto ordnungsgemäß abstellen – oder sollte selbst aufs Rad um­steigen. Das spare gerade auf kurzen Strecken nicht nur Zeit, Geld und vermeide Schadstoffe, sondern schärfe durch den Per­spektiven­wechsel auch das Bewusstsein für Verkehrsteilnehmer »ohne Windschutzscheibe«.

Radfahrer können laut VCD aber auch selbst viel für ihre Sicherheit tun. So sollte das Rad vor dem Wintereinbruch noch einmal gründ­lich überprüft werden: Habe ich griffige Reifen oder spezielle Winter­reifen mit Spikes, um Regen, Eis und Schnee zu begegnen? Verfügt mein Rad über leicht­gängige Bremszüge und optimal eingestellte Bremsen mit leistungsstarken Bremsbelägen? Und: Funktioniert das Licht? Denn durch die Rückstellung der Uhren würden viele Arbeit­nehmer ihren Heimweg nun zunehmend im Dunkeln antreten. Für Radfahrer sei da das Motto »Sehen und gesehen werden!« be­sonders wichtig: Eine funktionierende Licht­anlage mit Front­schein­werfer und Rücklicht sowie Rück­strahler sind gesetzlich vor­ge­schrieben. Der VCD rät, Lampen und Rück­strahler stets sauber zu halten, die reflektierenden Reifen­flanken wenn nötig zu reinigen, alte angegraute Glühbirnen zu ersetzen oder besser gleich hellere und langlebige LED-Lampen mit Standlicht­funktion vorn und hinten zu montieren. Ein Austausch des Seiten­läufer-Dynamos bringe große Vorteile: Nabendynamos seien zwar teurer, dafür aber leise, leichtgängig und störungsresistenter. Zusätzliche Auf­merk­sam­keit erreiche man durch helle Kleidung, am besten mit reflek­tieren­den Streifen oder Schärpen, sowie beim Abbiegen durch gelbe Reflektor-Armbänder.

Wenn es unerwartet rutschig wird, empfiehlt der VCD, aus­zu­ba­lan­cieren und das Fahrrad rollen zu lassen, aber nur vor­sichtig zu bremsen. Ein etwas niedriger eingestellter Sattel helfe, bei Bedarf schnell mit beiden Füßen Bodenkontakt zu bekommen. Grundsätzlich gelte bei Glätte, Schnee und Matsch für alle Fahrzeugführer: voraus­schauend fahren, größeren Sicher­heits­abstand, auch seitlich, einhalten und sich besonders rücksichts­voll gegenüber anderen Verkehrsteilnehmer verhalten.

Persönliche Beratung rund ums Rad bieten Experten des Gemeinschaftsprojekts »RADschlag – Infos rund ums Rad für Schulen, Kindergärten, Familien und Vereine« von VCD, Auto Club Europa ACE und Deutscher Sporthochschule montags bis freitags von 14 bis 17 Uhr zum Festnetztarif unter 030 / 555 76 386 sowie rund um die Uhr unter www.radschlag-info.de.

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Autor: VCD-Bundesverband.

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