Diskussion um Schienenwegefinanzierung

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 15/2010, 21.10.10 Hannover/Lüneburg.
„Jetzt endlich die Y-Trasse zu Grabe tragen und bestehende Strecken ausbauen!“
Niedersachsen klammert sich weiter an alten Konzepten fest

Die Zeit für die in Norddeutschland heftig umstrittene Y-Trasse läuft ab! Es wird höchste Eisenbahn, sich rechtzeitig stattdessen für einen Ausbau des bestehenden Schienennetzes zu den nord­deutschen Seehäfen einzusetzen“, fordert Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender Landesvorsitzende des Verkehrsclub Deutsch­land (VCD) in Niedersachsen.

Mit der neuen, vor wenigen Tagen veröffentlichten Studie des Um­welt­bundesamtes, wurden zum wiederholten Male die zahlreichen Argumente genannt, warum die Y-Trasse keinen nennens­werten Nutzen für die Verkehrsprobleme im Norden bringt. „Niedersachsens Landes­regegierung klebt aber weiter an den Planungen für die rund vier Milliarden Euro teure Bahntrasse von Hamburg und Bremen nach Hannover. Besonders die FDP mit ihrem Verkehrsminister Jörg Bode zeigt sich beratungsresistent“, bedauert Friedrichs.

Erschwerend kommt für die Befürworter der Y-Trasse jetzt hinzu, dass die CDU/FDP-Bundesregierung nach einem Bericht der „Süd­deutschen Zeitung“ 46 als vordringlich eingestufte Bahn­projekte auf eine Streichliste gesetzt habe. Bis zum Jahr 2023 bestehe eine Finanzierungslücke von rund 23 Milliarden Euro. „Es ist höchste Zeit in der Realität anzukommen und sich vom Y zu verabschieden. Wir anerkennen, dass mit den Ausbaumaßnahmen auf dem Netz der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) oder zwischen Hamburg und Lüneburg erste Schritte für den Ausbau des bestehenden Netzes auf den Weg gebracht wurden. Weitere kostengünstigere Maßnahmen als die Y-Trasse, etwa der zwei­gleisige Ausbau der Linie Rotenburg – Verden müssen man aber unmittelbar in Angriff nehmen, um den Ansprüchen der Zu­kunft gerecht zu werden!“, so Friedrichs.

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Autor: VCD Niedersachsen.

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