Zum Schulbeginn

VCD-Service-Pressemitteilung 11/10 – Berlin, 02.08.10
VCD rät: Sicher zu Fuß, mit Bus, Bahn oder Rad zur Schule

In vielen Bundesländern enden derzeit die Sommerferien. Vor allem Eltern von Schulanfängern sehen sich damit vor die Frage gestellt, wie ihre Kinder sicher zur Schule gelangen können. Anstatt zu Fuß zur Schule zu gehen, werden immer mehr Kinder mit dem Auto dort­hin gebracht. Was auf den ersten Blick praktisch scheint, hat für den Nachwuchs und Umwelt jedoch viele Nachteile. Die Statistik zeigt: Das Auto ist bei weitem nicht so sicher, wie viele glauben. 40 Prozent der Kinder, die 2009 bundesweit im Straßenverkehr getötet wurden, saßen in einem Pkw. Der ökologische Verkehrsclub VCD empfiehlt, Kinder nicht im Auto zur Schule zu fahren.

Oft seien Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, an­gespannt, weil sie spät dran seien, sie keinen Parkplatz fänden und möglicherweise auch noch das Kind quengele. Der VCD weist darauf hin, dass dadurch ihre Konzentration auf den Verkehr nach­lasse und sie damit nicht nur sich selbst und ihre eigenen, sondern auch andere Kinder gefährden. Je weniger Autos hingegen auf den Straßen unterwegs seien, desto sicherer werde auch der Schul­weg. Wer zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule komme, ver­bessere durch die Bewegung seine körperliche, aber auch geistige Fitness und könne sich im Anschluss besser auf den Unterricht konzentrieren. Zudem stärke die eigenständige Bewältigung des Schulweges zusammen mit Freunden das Selbst­bewusstsein der Kinder und ermöglicht ihnen soziale Kontakte. Nicht zuletzt würden Umwelt und Gesundheit durch verringerte CO2- und Schadstoffemissionen profitieren.

Da es Übung erfordere, sich selbständig und sicher im Stra­ßen­verkehr zu bewegen, rät der VCD den Eltern, ihre Kinder in den ersten Wochen zu begleiten, möglichst belebte und gut be­leuch­tete Wege auszuwählen, das richtige Verhalten im Stra­ßen­verkehr zu üben und gefährliche Stellen durchzusprechen. Für einen sicheren gemeinsamen Schulweg biete sich auch das sogenannte Lauf­bus-Modell an: Laufbusse bestehen aus einer Gruppe von Erst­klässlern, die zusammen zur Schule gehen und dabei abwechselnd von einem oder mehreren Erwachsenen begleitet werden, bis die Gruppe sicher genug ist, um den Weg ohne Begleitung durch Erwachsene zu meistern. Der Laufbus steuert dabei wie ein echter Bus nach einem festgelegten »Fahrplan« Sammelpunkte an, an denen sich weitere Kinder der Gruppe anschließen können.

Der VCD ruft Eltern, Lehrer und Schüler dazu auf, sich an der Aktions­woche »Zu Fuß zur Schule« vom 22. September bis zum 2. Oktober zu beteiligen, die der VCD gemeinsam mit dem Deutschen Kinder­hilfswerk durchführt. Informationen dazu gibt es unter www.zu-fuss-zur-schule.de.

Mehr zum Thema Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr gibt es in der »VCD Mobilitätsfibel«, die unter www.vcd.org/mobifibel.html be­stellt werden kann. Tipps zur Organisation eines Laufbusses und für einen sicheren, gesunden und klimafreundlichen Schulweg bietet der VCD in seiner Broschüre »Schulanfänger – Sicher zur Schule«, die unter www.vcd.org/schule_kita.html als pdf-Datei herun­ter­geladen werden kann.

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Autor: VCD-Bundesverband.

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