Tourismusverband Niedersachsen fordert schnelle Küstenautobahn A 20

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 14/2010, 16.07.10 Hannover.

VCD: „Dem Touristik-Dachverband muss die Hitze in den Kopf gestiegen sein!“/Bahnverkehr als umweltfreundliche Alter­na­tive zu mehr Straßen angemahnt

Das muss an der Hitze liegen! Anders können wir uns nicht vor­stellen, dass der Touristikverband Niedersachsen den zügigen Bau der heftig umstrittenen Küstenautobahn A 20 fordert!“ Mit dieser Stellungnahme reagiert Harald Walsberg, stellvertretender Landes­vorsitzender der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Landes­verband Niedersachsen auf die heutige Straßenbau-Forderung der Touristik­organisation.

Besser wäre es, wenn sich der Touristikverband für einen nach­haltigen Tourismus von Anfang an einsetzen würde. Dazu zählt bei der Anreise schon die Nutzung der umweltfreundlichen Bahn.“, so Walsberg. Die seit Jahren geplante Küstenautobahn A 20 sei ein „Anti-Tourismusprojekt“, zerschneidet sie doch etwa im Elbe-Weser-Bereich eine Region, in der der Tourismus sich gerade erst positiv entwickelt. „In manchen Köpfen ist aber Tourismus noch die Parkpalette mit Seeblick. Das sind überholte Vorstellungen aus den sechziger Jahren, als man gerade an der niedersächsischen Nord­see­küste schlimme Fehler mit dem Aufbau des Massen­tourismus gesetzt habe.

Wenn im Bereich Infrastruktur Defizite existieren, so vor allem im Schienenverkehr. „Uns ist es mit größter Mühe im vergangenen Jahr etwa gelungen, dass man nicht die Trasse der derzeit still­gelegten Küsten-Eisenbahn, die durchgehende Linie von Sande über Esens nach Norden durch einen Supermarkt in Esens verbaut hat. So sehen die Realitäten in der Infrastruktur­politik in Nieder­sachsen aus!“, so Walsberg. Auf bestehenden Bahnstrecken müsse zudem die Anbindung an den Fernverkehr verbessert werden, vor allem nach Wilhelmshaven und Cuxhaven.

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Autor: VCD Niedersachsen.

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