Rücktritt des Bundespräsidenten

VCD-Pressemitteilung 45/10 – Berlin, 01.06.10
VCD würdigt Köhlers Eintreten für zukunftsfähige Mobilität

Der Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) bedauert den Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler. Er habe sich wiederholt – etwa bei Veranstaltungen des ADAC – öffentlich für eine neue, nach­haltigere Mobilitätskultur ausgesprochen und zuletzt auf dem Welt­ver­kehrs­forum in Leipzig mehr Kostenwahrheit im Verkehr ein­gefordert.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Mit Horst Köhler geht ein Bundespräsident, der über den Tellerrand hinausblicken konnte. Er hat mehr als einmal deutlich gemacht, dass wir eine neue Mobilitätskultur brauchen, die nicht ausschließlich auf das Auto setzt. Auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig forderte er, unnötige Transporte im Güterverkehr zu vermeiden und Flugbenzin endlich zu besteuern, um somit mehr Kostenwahrheit im Verkehr zu schaffen. Damit machte er deutlich, dass die umweltpolitischen Erfordernisse des Klimawandels im politischen Mainstream angekommen sind. Angesichts von Klimakrise und begrenzter Erd­öl­vorräte müssen wir den Verbrauch fossiler Energieträger ein­schränken und den Ausstoß des Treibhausgases CO2 reduzieren. Auch Alternativen wie das Elektroauto haben nur dann eine Chance, wenn die fossilen Kraftstoffe entsprechend ihrer schäd­li­chen Wirkung auf das Klima und ihrer Knappheit teuer werden. Wir bedauern Köhlers Rücktritt als Bundespräsident und wünschen uns von seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger ein ebenso eindeutiges Eintreten für nachhaltige, zukunftsfähige Mobilität.“

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Autor: VCD-Bundesverband.

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