Bahnstreckenjubiläen in Waldeck-Frankenberg

Pressemitteilung 9/2010 VCD Hessen, Kassel, 28. April 2010
VCD: Beste Wünsche für die Zukunft!

Der VCD Hessen gratuliert der Kurhessenbahn zu zwei Strecken­jubiläen: Am 1. Mai 1900 wurde die Bahnstrecke Korbach–Franken­berg eröffnet. Genau zehn Jahre früher hatten Volkmarsen und Bad Arolsen den Bahnanschluss erhalten.

Aus diesem Anlass erneuerte der VCD seine Forderung, den Per­sonenverkehr zwischen Frankenberg und Korbach wieder auf­zu­nehmen. Leider fehlt hier immer noch der Startschuss aus Wies­baden. VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel: „Der Landtag hat die Wiederinbetriebnahme beschlossen. Seitdem prüft die Lan­des­regierung, ohne dass Themen oder Ergebnisse dieser Prüfungen bekannt geworden wären. Letztes Jahr hat der VCD fünf­tausend an Verkehrsminister Posch adressierte Postkarten verteilt, mit denen Bürger die Wiederinbetriebnahme forderten. Sie waren in kurzer Zeit vergriffen. Doch auch darauf haben wir keine Antwort erhalten.

Die Modernisierung der seit 20 Jahren weitgehend ungenutzten Bahnstrecke ist nach Ansicht des Umwelt- und Ver­brau­cher­ver­bandes wichtig für die Erschließung des National­parks Keller­wald-Edersee, der momentan nur schlecht mit öffentlichen Ver­kehrs­mitteln zu erreichen sei. Durch eine Reaktivierung würden unter anderem deutlich attraktivere Verbindungen aus den dicht besiedelten Regionen Rhein-Main und Rhein-Ruhr in die Tourismus-Region Waldecker Land ermöglicht. Korbach würde dann in etwa einer Stunde Fahrzeit von Marburg aus erreicht.

Ein nicht ganz so rundes Jubiläum kommt im Osten des Landkreises hinzu: Am 1. Mai 1911 fuhr der erste Zug nach Waldeck. Diese Strecke von Bad Wildungen nach Korbach ist mittlerweile auf weiten Abschnitten wieder abgebaut. Dasselbe gilt für den am 1. Mai 1890 eröffneten Streckenabschnitt von Volkmarsen nach War­burg. Im Kreis Waldeck-Frankenberg ist zudem noch die Bahn­strecke zwischen Winterberg und Allendorf, von Battenberg nach Bad Berleburg und die beiden Strecken von Gemünden (Wohra) nach Kirchhain und Zimmersrode verschwunden. Ähnlich sieht es in den anderen hessischen Landkreisen aus. Mützel: „Es ist schon zu viel verloren gegangen. Der Rest muss genutzt werden.

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Autor: VCD Hessen.

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