VCD zur Absage des Erfurter Karnevalumzuges

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 12.2.2010
Die Absage ist konsequent aber auch bezeichnend

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Elbe-Saale be­wertet die Absage des Karnevalsumzuges als richtig und konse­quent: “Wenn die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet werden kann, ist das die einzig richtige Entscheidung.” sagte Andreas Grimm, der Stellvertretende Vorsitzende des VCD-Landes­verbands zu der Entscheidung der Stadt. “Allerdings lassen die Zustände in der Stadt den Eindruck entstehen, dass Erfurt wie auch fast der ganze Freistaat dem Winter nicht gewachsen ist.” Natürlich sei es verständlich, dass die Winterdienste bei längeren Schneefällen an ihre Grenzen stoßen. Die eigentliche Katastrophe jedoch sei, dass viele ältere Verkehrsteilnehmer und Menschen mit Behinderungen durch schlecht geräumte Fußwege und Haltestellen massiv in ihrer Mobilität eingeschränkt seien, da sie sich bei Schnee- und Eisglätte nicht mehr hinaus zu gehen trauten.

Zu der Debatte über die Konsequenzen aus dem harten Winter mahnt der VCD an, dass nicht nur einseitig über die Verbesserung des Winterdienstes für den Autoverkehr gesprochen wird – was na­türlich auch wichtig sei – sondern, dass überlegt wird, wie das Funk­tio­nieren der umweltfreundlicheren Mobilitätsarten wie der Fuß- und Radverkehr sichergestellt werden könne.

VCD-Sprecher Grimm richtet sich mit einem Wunsch an die Men­schen: “Bitte haben Sie offene Augen für ihre Mitmenschen, bieten Sie beispielsweise Senioren in der Nachbarschaft an, die Ein­käufe mit zu erledigen oder sie auf dem Weg zum Arzt zu begleiten.

Außerdem hatte er noch ein paar allgemeine Tipps: “Passanten, die sich jetzt über glatte Gehsteige ärgern, rät der VCD, die ge­fähr­lichen Stellen den Ordnungsämtern zu melden. Auch Rad­fahrer sollten auf schlecht geräumte Wege und Gefahrenstellen hin­weisen.

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Autor: VCD Elbe-Saale.

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