Achtung Sturzgefahr! VCD fordert schnelle Frost­schaden­beseitigung auf Fuß- und Radwegen

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 5.2.2010

Ramponierte Straßen, die sich größtenteils noch unter Schnee- und Eismatsch verbergen, beschäftigen schon jetzt die Gemüter. Alle sächsischen Gemeinden zusammen werden in diesem Jahr etliche Millionen Euro aufbringen müssen um Schlaglöchern und Frost­schäden den Kampf anzusagen. Nicht nur dem Straßennetz hat der Winter diesmal besonders stark zugesetzt, auch viele Fuß- und Radwege wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale bittet daher alle Bürger auch wachsam zu bleiben, wenn Schnee- und Eisglätte verschwunden sind. “Viele Gehwegplatten haben sich gelöst, sind wackelig oder stehen hoch und werden so zu gefährlichen Stolperfallen. Und die Schlaglöcher machen leider auch vor Fuß- und Radwegen keinen Halt“, so VCD-Sprecher Lutz Dressler.

Er appellierte an die Gemeindeverantwortlichen bei der Beseitigung der Frostschäden bei Straßen, Radwegen und Fußwegen mit glei­cher Priorität vorzugehen. Natürlich weiß auch der VCD, dass die meisten Gemeindekassen chronisch klamm sind. Schon die vorab geplanten Etats für die Winterdienste wurden so gut wie überall gesprengt. Die meisten Gemeinden haben momentan die Be­fürchtung, dass ihre Kassen 2010 wieder mit exorbitant hohen Kosten für Flickerei und Straßenunterhalt belastet werden und somit an anderer Stelle etwa bei Kunst und Kultur weiter gespart werden müsse.

Unterdessen verkündete der sächsische FDP-Wirtschaftsminister Sven Morlok in dieser Woche, dass den Kommunen in diesem Jahr wieder Gelder im neunstelligen Eurobereich für den Straßenneubau zur Verfügung gestellt werden. Für VCD-Sprecher Dressler ein Pa­radoxon: “Wenn das Geld jetzt schon nicht für den Unterhalt des vor­handenen Straßen- und Wegenetzes reicht, dann ist es doch mit Blick auf die Folgekosten unverantwortlich, jetzt noch mehr Stra­ßen zu bauen.” Sachsen verfüge bereits über ein bestens aus­gebautes Straßennetz. “Man stelle sich einmal vor, Herr Morlok würde nur zehn Prozent dieses Straßen­neubauetats abzwacken und in die Förderung des Fuß- und Radverkehrs stecken – die meisten Sachsen würden es sicher sehr zu schätzen wissen.

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Autor: VCD Elbe-Saale.

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