VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 5/2010, 18.01.10, Hannover.
VCD: „Endlich die schnelleren und effektiveren Alternativen für die Seehäfen umsetzen!“ /Konzepte liegen seit Jahren vor
Nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung steht die Y-Trasse auf einer internen Streichliste der Deutschen Bahn AG. Die Hochgeschwindigkeitstrasse von Hamburg und Bremen nach Hannover sei bis zum Jahr 2025 nicht umsetzbar. Zudem fehlen die finanziellen Mittel für die rund zwei Milliarden Euro teure Strecke.
„Hoffentlich ist das jetzt endlich das endgültige Aus! Für die norddeutschen Seehäfen wäre das eine große Chance, die seit Jahren in zahlreichen Studien angemahnten effektiveren Alternativen schneller realisiert zu bekommen!“, so Michael Frömming, Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD). „Wir haben auch überhaupt kein Verständnis dafür, dass vor allem die niedersächsische Landesregierung sich an den veralteten Planungen zur Y-Trasse klammert, obwohl in der Fachwelt ein nachhaltiger Nutzen einer Neubaustrecke nicht gesehen wird. Bei der Y-Trasse geht es aber seit Jahren offensichtlich nicht mehr um die fachliche, sondern um eine Debatte um Prestige und den möglichen Gesichtsverlust einiger Politiker.“
Der VCD fordert die Politik und Wirtschaft auf, sich jetzt schnell mit dem Ausbau der bestehenden Bahnlinien zu den Seehäfen befassen. Zu den Maßnahmen zählen vor allem die Ertüchtigung von Bahnlinien der Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe/Weser GmbH (EVB) aber auch der Osthannoverschen Eisenbahn AG (OHE). Neben der derzeit in Angriff genommenen Strecke Harburg – Lüneburg der Deutschen Bahn AG gehört die Linie Rotenburg (Wümme) – Verden (Aller) zu den dringenden Sofortmaßnahmen, die der VCD vorschlägt. Die Strecke zwischen Rotenburg und Verden gehört schon heute zum Nadelöhr in der niedersächsischen Bahninfrastruktur.
Verwandte Artikel
Autor: VCD Niedersachsen.