Bahnverkehr in Nordhessen

Gemeinsame Pressemitteilung von AVN, ADFC, BUND und VCD Hessen, 11.12.2009, Kassel/Eschwege
ADFC, BUND und VCD: Gratulation an Werra-Meißner-Kreis/Jetzt ist Kreis Waldeck-Frankenberg dran

Die in der Aktionsgemeinschaft Verkehr Nordhessen (AVN) ko­operierenden Umwelt- und Verkehrsverbände Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Allgemeiner Deutscher Fahrrad­club (ADFC) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Hessen gratulieren Eschwege und dem Werra-Meißner-Kreis zur Wieder­inbetriebnahme des Bahnanschlusses nach Eschwege. In einer gemeinsamen Pressemitteilung sprechen sie von „einem rich­tigen und wichtigen Schritt für Mensch und Umwelt“. Die Strecke sei ein Vorbild dafür, dass der Schienenverkehr auch in länd­lichen Regionen sinnvoll ausgeweitet werden kann.

Ab Sonntag, 13. Dezember 2009, kann man von der Eschweger Innenstadt ohne Umsteigen nach Göttingen, Bad Hersfeld und Fulda fahren, der Umstieg in Eschwege West entfällt. „Das ist gerade für Personen mit Gepäck oder Fahrrädern ein großer Fortschritt“ stellt Volkmar Gerstein vom ADFC fest. „Wir hoffen, dass sich eine hohe Zahl von Pendlern von der B 27 auf die R 7 umgewöhnt“ ergänzt Otto Löwer vom BUND. Die Verbände gehen davon aus, dass es bei guter Annahme des Angebotes mittelfristig auch zu umsteigefreien Verbindungen über Witzenhausen nach Kassel kommen kann.

Jetzt hat der Werra-Meißner-Kreis eine klare Verbesserung er­halten. Nun ist der Kreis Waldeck-Frankenberg an der Reihe!“ spielt Martin Mützel vom VCD Hessen auf die immer wieder verschleppte Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Korbach–Frankenberg an. Auch der zunehmende Radtourismus wird laut Volkmar Gerstein von dieser Wieder­eröffnung profitieren. Nur die werktags fahrenden Busse nehmen jeweils zwei Fahrräder mit, am Wochenende muss man bereits ab Frankenberg, Korbach oder Bad Wildungen in die Pedale treten. Der BUND erinnert an die mangelhafte Anbindung des Nationalparkzentrums Kellerwald-Edersee mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Es ist nicht nachvollziehbar, dass auf der anderen Ederseite betriebsbereite Schienen liegen, das Nationalparkzentrum aber nicht von dort aus erreichbar sein soll.

Außerdem bemängeln die Verbände damit den nicht geschlossenen Bahnverkehr im Bereich des Nordhessischen Nahverkehrs (NVV). Über die Schiene ist Frankenberg nur über einen Umweg und durch das Tarifgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes erreichbar. Klaus Schotte, Sprecher der Aktionsgemeinschaft Verkehr Nord­hessen (AVN), dem die drei Verbände angehören, unterstreicht die Bedeutung des Bahnanschlusses: „Dies ist ein preisgünstiger und beispielhafter Schritt zur Verbesserung des öffentlichen Nah­verkehrs, und wir hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht!“ Mit nicht einmal zwanzig Millionen Euro wurden fünf Kilometer Bahn­strecke saniert und elektrifiziert sowie zwei neue Bahnhöfe errichtet.Die Verbände bitten ihre Mitglieder und die Bevölkerung, das neue Bahnangebot nach Eschwege auszuprobieren. „Zu­sätz­liche Fahrgäste sind ein starkes Argument für weitere Ver­bes­serungen“, darin sind sie sich einig.

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Autor: VCD Hessen.

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Eine Antwort zu “Bahnverkehr in Nordhessen”

  1. Joaquin sagt:

    Es wäre zu begrüßen, wenn der NVV etwas geschickter ausgebaut bzw. besser mit den anderen Verkehrsunternehmen verzhant würde.

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