VCD kritisiert pro A 39-Kampagne

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 33/2009, 09.11.09, Lüneburg/Hannover.
„Peinliches Theater der IHK und einiger Speditionen!“/Ausbau des Bahnverkehrs und Erhöhung der Lkw-Maut als Alternative angemahnt

Erhöhter Stress auf der B4: Gegen Bluthochdruck hilft A39!“ Daneben eine Tablettenpackung mit Autobahnsymbolen. So wirbt der Nordland-Autobahn-Verein auf seiner neuen Website für die A39. Gleichzeitig startet er eine Kampagne mit Großplakaten auf Lkw ortsansässiger Speditionen.

Dazu Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender Landes­vor­sitzen­der des Verkehrsclub Deutschland (VCD): „Bei diesen Spe­di­tio­nen handelt es sich um die gleichen Akteure, die auch im Vorstand der Industrie und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg den Ton angeben. So zum Beispiel der Wolfsburger VW-Spediteur und Oberbürgermeister Schnellecke. Diese Verzahnung von Politik und Wirtschaft nennt man Lobbyismus – in diesem Fall nur noch peinlicher Lobbyismus.“ Der VCD kritisiert, dass hier der massive Eingriff in einen Raum mit erheblicher Umweltzerstörung und Belastung der Anwohner mit verharmlosenden Werbesprüchen schöngeredet wird. „Wer die A39 mit Pillen gegen Bluthochdruck, mit einem Pflaster oder mit einem Abführmittel gleichsetzt – also mit Medizin – hat die Grenzen des guten Geschmacks doch weit überschritten“, so Friedrichs.

Wir laden den Nordland-Autobahn-Verein ein, sich unter Ein­be­ziehung der Wirtschaft, Kommunen und Verbände an einer sach­lichen Debatte über zukunftsfähige Mobilität zu beteiligen, die ohne den Bau milliardenschwerer Autobahnprojekte auskommt.“, erklärt Friedrichs. Der VCD fordert den nachhaltigen Ausbau des Schienen­netzes sowie eine Erhöhung der Lkw-Maut auf allen Straßen, um die Belastungen für Mensch und Natur durch immer mehr Schwer­transporte auf der Straße zu verringern. „Das ist kon­sequen­terer Gesundheitsschutz als Bluthochdrucktabletten für neue Auto­bahnen.

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Autor: VCD Niedersachsen.

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