VCD-Tipps zum Tag gegen Lärm

VCD-Service-Pressemitteilung 08/09 – Berlin, 28.04.09
Straßenverkehrslärm belastet die Gesundheit / Kommunen und Bürger sind gefordert

Rund 50 Millionen Menschen leiden deutschlandweit unter Straßen­verkehrslärm. Aufgrund der Zunahme des Pkw- und Lkw-Verkehrs in den letzten Jahren ist der Lärm trotz verschiedener Lärm­minderungs­maßnahmen nahezu konstant hoch geblieben. Dauerhafter Lärm gefährdet die Gesundheit, da er das Risiko von Herz- und Kreis­lauf­krankheiten erhöht. Um diese Gesundheits­belastung zu verringern, sind Politik und Bürger gleichermaßen gefordert. Darauf verweist der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Lärm und gibt Tipps, wie jeder Einzelne zur Lärmvermeidung beitragen kann.

Die Hauptursache für Straßenlärm ist das Rollgeräusch der Fahr­zeugreifen. Ab etwa 40 km/h sind die Reifen die dominante Ge­räusch­quelle am Auto, und mit wachsender Geschwindigkeit nimmt dieser Lärm zu“, erklärt VCD-Lärmexpertin Frauke Spottka. “Des­wegen sollten Autofahrer auf leise Reifen und den optimalen Reifen­druck achten.” Ein weiterer Tipp: Je langsamer gefahren und je früher hochschaltet wird, desto geringer ist der Motorlärm. Wenn das Auto länger als zehn Sekunden steht, sollte der Motor ausgeschaltet werden. Das sorgt nicht nur für mehr Ruhe, sondern spart auch Sprit. Besonders nachts sollte darauf geachtet werden, Autotüren nicht laut zuzuschlagen – auch das verringert die Lärmbelastung. Wer im Auto gern Musik hört, sollte darauf achten, nicht die ganze Umgebung zu beschallen: Nicht nur die Nerven der Mitmenschen könnten darunter leiden, auch die eigenen Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. “Der einfachste Weg, Straßen­lärm zu verringern, ist aber immer noch, das Auto häufiger stehen­zulassen, unnötige Fahrten zu vermieden und kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen“, so Spottka.

Der VCD fordert die Bürger auf, sich auch in der Kommunalpolitik aktiv für mehr Lärmschutz einzusetzen. So könne man Druck auf die örtliche Politik ausüben, verkehrsberuhigte Bereiche und Ge­schwin­dig­keits­begrenzungen auszuweiten. Diese senkten das Tempo von Autos und Lkw und verringerten so den entstehenden Lärm. Sogenannter Flüsterasphalt auf Hauptstraßen könne die Lärmbelastung um bis zu 80 Prozent senken. Auch könne die Kommune dazu angeregt werden, den Fuß- und Radverkehr zu fördern. Dadurch werde der Verkehr vom Auto weg verlagert, hin zu einer leiseren und dabei auch umweltfreundlicheren Mobilität. Spott­ka: “Für viele Kommunen gibt es Lärmkarten zur Lärm­situation vor Ort. Bei einer zu hohen Lärmbelastung sind nach europäischer Umgebungslärm-Richtlinie Aktionspläne vor­geschrie­ben, die eine Bürgerbeteiligung vorsehen. Interessierte können die Lärmkarten einsehen, sich informieren und an der Erstellung der Aktions­pläne mitwirken.

Weitere Informationen zum Tag gegen Lärm unter www.vcd.org.

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Autor: VCD-Bundesverband.

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