VCD-Landesverband tagte in Osnabrück an diesem Wochenende

Pressemitteilung 9/2009, VCD Niedersachsen, 22.03.09, Osnabrück.
„Viel erreicht, aber noch viel zu tun in Niedersachsen!“

Wir haben viel erreicht für eine bessere Verkehrspolitik in Nieder­sachsen, es gibt aber auch noch viel tun!“, fasst der alte und neue 1. Vorsitzende Michael Frömming die aktuelle Lage aus Sicht des Verkehrsclub Deutschland (VCD) zusammen. Der VCD-Landes­ver­band Niedersachsen tagte anlässlich seiner Jahres­haupt­ver­sammlung an diesem Wochenende in Osnabrück.

Die Teilnehmer der Tagung waren sich darüber einig, dass ins­be­son­dere der Öffentliche Nahverkehr in einigen Regionen des Landes er­hebliche Forschritte gemacht habe. So sei die Zahl der Fahr­gäste inner­halb der letzten zehn Jahre um 50 Prozent angestiegen. Angesichts der aktuellen Weltwirtschaftskrise beobachtet der VCD allerdings, wie insbesondere der Straßenbau trotz der Klimadebatte massiv und zu Lasten des Öffentlichen Verkehrs ausgebaut werde. Als krasses Beispiel für Fehl­investitionen durch die Kon­junk­tur­programme nennt der VCD neben der Auto-Abwrack­prämie die niedersächsische Planung für den rund 50 Millionen Euro teuren Ith-Straßentunnel bei Holzminden.

Die Jahreshauptversammlung des Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landes­verband Niedersachsen, appelliert deshalb an die nieder­sächsische Landesregierung, genügend finanzielle Mittel für den Erhalt und Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zur Verfügung zu stellen. Der heutige Status-Quo bei den Angeboten im Bahn- und Busverkehr sei als Grundangebot fest­zuschreiben und konsequent weiterzuentwickeln mit dem Ziel, zusätzliche Kunden für den öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen und Alternativen zum eigenen Pkw-Gebrauch anzubieten.

Der VCD fordert die Landesregierung auf, umgehend mit der Planung für Reaktivierungen von wichtigen Zweigstrecken für den Per­so­nen­verkehr, etwa Rinteln – Stadthagen oder Stade – Bremen, zu beginnen. Der Rückbau von zukünftig wichtiger Gleis­infrastruktur, zum Beispiel zwischen Dannenberg und Uelzen sowie im Bereich Sulingen, muss aus landespolitischem Interesse und mit Blick auf die nächsten Generationen verhindert werden. Die Bahnhöfe im Lande seien als attraktive Visitienkarten der Kommunen weiter herzurichten, entsprechende Programme der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) unterstützt der VCD daher ausdrücklich.

Im Zuge des Ausbaus der Schienenverbindungen für die nord­deutschen Seehäfen ist die Ertüchtigung von regionalen Güter­bahnen auch für Personenzugverkehre umzusetzen. Auch die Stärkung der überlasteten Bahnkonten Hamburg, Bremen und Hannover seien wichtige Beiträge, die umstrittene Y-Trasse zwischen diesen drei Metropolen zu den Planungsakten legen zu können. Die ebenfalls heftig kritisierten Autobahnen A 22 (Küsten­autobahn) und A 39 Lüneburg – Wolfsburg lehnt der VCD aufgrund fehlender verkehrlicher Bedeutung und somit zur Vermeidung unnötiger Subventionen sowie der ökologischen Risiko­faktoren ab.

Die Teilnehmer der VCD-Versammlung wählten Michael Frömming (Ro­ten­burg/Wümme) einstimmig zu ihrem 1. Vorsitzenden, Hans-Christian Friedrichs (Reppenstedt) und Harald Walsberg (Braun­schweig) zu den beiden stellvertretenden Vorsitzenden. Das Amt des Schatzmeisters übt Martin Zimmermann (Wolfenbüttel) aus. Im erweiterten Vorstand arbeiten fortan Claudia Schmidt (Lüne­burg), Martin Mützel (Göttingen), Wilfried Jankowski (Olden­burg), Dr. Wolfgang Konukiewitz (Nordsode) und Tobias Demircioglu (Osnabrück).

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Autor: VCD Niedersachsen.

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Eine Antwort zu “VCD-Landesverband tagte in Osnabrück an diesem Wochenende”

  1. Lara sagt:

    finde es gut, dass solche Tagungen echt statt finden, wäre natürlich noch besser, wenn so was auch jtwas bewegen könnte
    Danke

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