VCD vermisst frischen Schwung bei der Schiene

Pressemitteilung 10/2009 VCD Hessen, Kassel/Wiesbaden, 16. März 2009
Keine einseitige Förderung des Straßenbaus

Anlässlich der Vorstellung des Landesstraßenbauprogramms Hessen for­dert der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Hes­sen, zusätzlichen Schwung bei der Schiene. Eine einseitige För­derung des Straßenbaus ist nach Ansicht des Umwelt- und Ver­brau­cher­verbandes weder umwelt- noch wirt­schaftspolitisch sinn­voll. Udo Messer, Vorstandsmitglied des VCD Hessen: „Wenn man sofort loslegen will, könnte man zum Beispiel die längst fertig geplante Wiedereröffnung Korbach–Frankenberg anpacken“. Dringenden Handlungsbedarf sieht der VCD auch bei der Modernisierung von Bahnhöfen.

Der VCD bedauert, dass für den erforderlichen Ausbau von Bahn­strecken immer noch keine kurzfristig umsetzbaren Pläne vor­liegen. Ein Beispiel dafür ist das Bahnkonzept „Frankfurt 2010“, zu dem unter anderem der immer weiter verschleppte S-Bahn-Ausbau nach Friedberg gehört.

Dass es im Straßenbau weit mehr baureife Projekte als bei der Schie­ne gibt, liegt nach VCD-Angaben an der bisherigen und aktuellen Vergabe von Planungsaufträgen durch Land und Bund. Mes­ser: „Bei der Straße plant man auch Unrealistisches auf Halde, bei der Schiene wartet man auf die letzte Finanzie­rungs­ver­ein­barung, bis man in die Verfahren geht.“ Der VCD fordert daher die Landesregierung auf, für alle erwünschten Bahnprojekte Vorrats­planungen zu beauftragen, wie dies im Straßenbau üblich ist.

Hintergrund: Der hessische Verkehrsminister Posch stellt am Dienstag (17. März) unter dem Motto „Frischer Schwung im Landes­straßen­bau“ das massiv aufgestockte Landesstraßenbauprogramm 2009 vor. Entsprechende Auf­stockungen bei Bahn, Bus und Fahrrad sind bislang nicht angekündigt.

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Autor: VCD Hessen.

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