Zukunft der Bahnstrecken „Sulinger Kreuz“

Pressemitteilung 3/2009, 19. Januar 2009, VCD-Landesverband Niedersachsen, Hannover/ Sulingen.
Neue Perspektiven für den Schienenverkehr auf alten Gleisen/Zum heutigen Gespräch des VCD mit kommunalen Spitzenvertretern

In Sulingen trafen sich heute im Ratssaal der Stadt Vertreter des Ver­kehrsclub Deutschland (VCD), dem Landkreis Diepholz, der be­trof­fenen Gebietskörperschaften und zweier Güter-Verkehrs­dienst­leister, um über die Zukunft der von Sulingen ausgehenden Bahn­strecken zu diskutieren. Eingeladen zu diesem Fachgespräch hatte der VCD-Landesverband Niedersachsen. Ziel des VCD ist neben dem kurz­fristigen Erhalt der Infrastruktur die mittelfristige Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Linie Bremen – Bassum – Sulingen – Rahden – Bielefeld.

Die langjährige Debatte um das Sulinger Kreuz hat mit neuen Aus­sagen aus der Landesregierung aus unserer Sicht eine erfreuliche Wendung genommen“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. „Sowohl die CDU-Landtagsfraktion als auch ein neues Gutachten des Wirtschaftsministeriums plädieren für den Erhalt der Bahngleise, um die Option für künftige Verkehre zu erhalten“. Hintergrund dieser Entwicklungen ist die jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), die sich mit den Auswirkungen der Hafen-Hinter­land­verkehre befasst. Darin wird die Linie Bassum – Sulingen – Rahden explizit als Perspektive für die Zukunft genannt.

Mit dem heutigen Treffen in Sulingen wollte der VCD auch den Ent­scheidungsträgern Mut machen in dem im jahrelangen Engagement um die Sulinger Bahnlinien, zu denen auch die Strecke Diepholz Su­lin­gen – Nienburg zählt. „Kurz­fristig geht es nun darum, die der­zeit nicht benutzten Bahn­abschnitte zu sichern und für eine künftige Nutzung zu erhalten. Mit absehbar steigenden Benzin­preisen, einem höherem Umweltbewusstsein und spürbar wachsen­der Nachfrage auf bestehenden Bahnlinien sehen wir auch gute Chancen, Sulingen im Personenverkehr wieder anzubinden. Für die künftige Entwicklung der Stadt und Region ist dies eine wichtige Perspektive als Zukunftsstandort!“, so Frömming.

Den Kommunen entlang der Strecke empfahl Frömming, sich nun ge­gen­über der Landesregierung einhellig für den Erhalt der Bahn einzusetzen. Es gibt nicht nur in anderen Flächenländern wie Rhein­land-Pfalz viele Leuchtturmprojekte dieser Art, auch in Nieder­sachsen ergreifen immer mehr Kommunen die Eigeninitiative, Nieder­sachsen Bahn-Infrastruktur für künftige Bahnverkehre nutzbar zu halten. Neben dem erfolgreichen lokalen Engagement für den „Moorexpress“ von Stade über Bremervörde, Worpswede und Osterholz-Scharmbeck nach Bremen haben gerade in diesen Tagen auch die Gemeinden an der Küstenbahn Norden – Esens eine Mach­bar­keits­studie für die Reaktivierung des Bahnverkehrs auf dem Weg gebracht.

Der VCD wird sich in den kommenden Wochen und Monaten auf lo­ka­ler und Landes-Ebene für das „Sulinger Kreuz“ weiterhin stark machen. „Überall, wo es gewünscht ist, stehen wir mit Rat und Tat für eine innovative Verkehrspolitik in Niedersachsen zur Verfügung. Für das Sulinger Kreuz sehen wir wieder neue Hoffnung!“, so Frömming.

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Autor: VCD Niedersachsen.

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2 Antworten zu “Zukunft der Bahnstrecken „Sulinger Kreuz“”

  1. Klaus Liebich sagt:

    Durch die täglichen Autotransporte von Wolfsburg und Hannover ins BTX Logistik Autolager Rheden wäre eine Reaktivierung
    der Bahnlinie Nienburg – Sulingen nach Rheden sinnvoll.
    Die B6 und B214 könnten dadurch bis zu 50 Lkw Transporte täglich je Richtung entlastet werden.
    Die Bahn fährt über Osnabrück – Diepholz nach Rheden und verteuert
    dadurch den Autotransport mit der Bahn.
    Eine LKW Maut auf der ausgebauten vierspurigen B6 ist notwendig,
    damit die Reaktivierung der Bahn schneller verwirklicht werden kann.

  2. Maria sagt:

    ist aber auch ein Rechenexempel was sich besser lohnt

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