VCD Servicepressemitteilung 01/09 – Berlin, 06.01.09
Pünktlich zum Jahreswechsel hat sich der Winter in Deutschland zurückgemeldet. Auch in niedrigen Lagen ist mit Schnee und Eisglätte zu rechnen. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) rät daher, der eigenen Sicherheit und der Umwelt zuliebe das Auto stehenzulassen und auf Bus und Bahn auszuweichen. Wer dennoch auf den Pkw angewiesen ist, sollte ein paar Grundregeln beachten:
Grundsätzlich gilt bei Schnee und Eis: Vorausschauend und langsam fahren, viel Abstand halten und vor allem auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer – Fußgänger und Radler – achten. Winterreifen mit einer Profiltiefe von mindestens vier Millimetern sollten bei dieser Witterung selbstverständlich sein. Der VCD empfiehlt zudem, das Auto spätestens jetzt zum Wintercheck zu bringen, um vor allem die kälteempfindliche Batterie zu überprüfen.
Das Auto im Stand warmlaufen zu lassen, schadet nicht nur der Umwelt, dem Motor, dem eigenen Geldbeutel und den Nerven der Anwohner, sondern wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. Wer sich in ein vorgewärmtes Auto setzen will, sollte dem VCD zufolge auf eine Standheizung zurückgreifen. Im Gegensatz zum Warmlaufen im Leerlauf wird hier der Motor tatsächlich angewärmt und so schneller auf Betriebstemperatur gebracht.
Die Fahrzeugscheiben müssen laut Straßenverkehrsordnung vor dem Losfahren – ebenso wie Scheinwerfer, Blink- und Rücklichter – komplett von Eis und Schnee befreit werden. Schnee auf dem Autodach gehört ebenfalls entfernt, damit er beim Bremsen nicht auf die Windschutzscheibe rutscht und die Sicht behindert. Vorgeschrieben sind zudem Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage, um auch bei Schneeregen den Durchblick zu behalten.
Beschlagene oder vereiste Innenscheiben sind auf zu hohe Luftfeuchtigkeit im Auto zurückzuführen. Sind alle Dichtungen, Ablauflöcher und Entlüftungsschlitze in Ordnung, liegt die Ursache im Winter vor allem in nassen Schuhen und Kleidern. Um eine freie Sicht zu gewährleisten, sollte deshalb möglichst wenig Nässe ins Wageninnere eingebracht werden – also den Schnee von den Schuhen vor dem Einsteigen abklopfen und nasse Jacken oder Schirme im Kofferraum verstauen. Der VCD rät zudem, Entfeuchter zu nutzen. So nehmen Zeitungen unter den Fußmatten, die regelmäßig gewechselt werden, und Stoffsäckchen mit Salz oder Reis Feuchtigkeit gut auf.
Weitere Tipps gibt es auf der Internetseite www.vcd.org/verkehrsberatung.html und für VCD-Mitglieder bei der Verkehrsberatung, Fon 030/28035127, E-Mail verkehrsberatung@vcd.org.
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Autor: VCD-Bundesverband.
Tags: Beratung, Sicherheit, Winter, Wintereinbruch
Und warum steht in der PM nichts übers Radfahren? Da könnte man zB darauf hinweisen, daß mit Schnee oder Eis bedeckte Radwege nicht benutzt werden müssen.
@ Jens:
Zum Radfahren im Herbst und Winter gab es eine VCD-Service-Pressemitteilung im Oktober (http://www.vcd-blog.de/2008-10-24-vcd-tipps-sicher-durch-die-dunkle-jahreszeit/). Diese hier wendet sich ganz eindeutig an Autofahrer (die ja auch VCD-Mitglieder und -Zielgruppe sind) mit dem Appell, das Auto stehenzulassen bzw. wenigstens an die Umwelt und die Sicherheit der anderen (schwächeren) Verkehrsteilnehmer zu denken. Hier noch das Rad einzubringen, hätte unter diesen Umständen sicherlich wenig Sinn gemacht (Ich glaube nicht, daß sich ein Autofahrer im Winter aufs Rad schwingt… Aber auf die S-Bahn steigt er vielleicht um.). Das wäre dann eher ein Fall für eine weitere Service-Pressemitteilung.
Die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht bei ungeräumten Radwegen wäre vieleicht was für einen eigenen Blog-Beitrag? Dann würde das thema zumindest gewürdigt.
Jens?
http://www.vcd-blog.de/der_vcd/mitbloggen/