Kein Wunder das Bahn-Chef Hartmut Mehdorn an dem Privatisierungszeitplan der Bahn festhalten wollte, obwohl absehbar war, dass der erwartete Preis bei weitem nicht erzielt werden konnte. Wie der Spiegel berichtet war nach einem erfolgreichen Börsengang für die Bahnvorstände eine dicke Bonuszahlung vereinbart. Sicherheitshalber wurde die Politik darüber nicht informiert. Der Personalausschuss des Bahn-Aufsichtsrats hat die Zahlungen bereits im Juni verabschiedet – darüber jedoch strengstes Stillschweigen vereinbart.
Ein kleines Zitat aus dem Spiegelartikel:
“Es kann doch nicht sein, dass wir bei Bankmanagern hart durchgreifen, aber die Chefs unserer eigenen Unternehmen dafür belohnen, wenn sie Bundesvermögen verschleudern”, kritisiert auch der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Bundestags, Otto Fricke (FDP).
Mal schauen ob die versprochenen Bonuszahlungen weiter gültig bleiben. Und hoffen wir vor allem, das zukünftig die Politik endlich ihre Verantwortung für den öffentlichen Verkehr wahrnimmt und realisiert, das sie -noch- Besitzer der Bahn ist und nicht Bittsteller bei einer AG auf die sie keinen Einfluss nehmen kann.
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Autor: Knut Lickert.
Tags: Bahn, Börsengang, Mehdorn, Privatisierung, Spiegel
Tja, warum sollte das bei der DB anders sein, als bei anderen Konzernen. Ärgerlich ist ja nur wiedermal, dass Minister Tiefensee empört tut, als hätte er nix gewusst. Dabei sitzen haufenweise Politiker (Staatssekretäre …) im Aufsichtsrat der DB und haben die geplanten Bonusregelungen abgesegnet.