VCD fordert Mut zur Einsicht beim Flughafenausbau

Pressemitteilung 35/2008, VCD Hessen, 21. August 2008
Flugverkehr in Frankfurt rückläufig

Wegen der rückläufigen Nachfrage am Frankfurter Flughafen wird der Bau der geplanten Landebahn nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutsch­land (VCD) immer fragwürdiger. Auf diese Weise entfalle das einzige juristisch ausschlaggebende Kriterium für den Ausbau.

Im Juli war das Passagieraufkommen auf Deutschlands größtem Flug­hafen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,4 Prozent gesunken. (Hiervon führt der Flughafenbetreiber Fraport 0,4 Prozent­punkte auf die Streiks bei Lufthansa zurück.) Im Plan­fest­stellungs­beschluss zum Flug­hafen­ausbau hatte das hessische Verkehrsministerium der Prognose eines kontinuierlich steigenden Bedarfs höchste Priorität vor allen anderen Argumenten eingeräumt.

Der Preis für das immer knappere Öl erreicht bislang un­vor­stellbare Höhen und wird in Zukunft weiter steigen. Vor diesem Hinter­grund scheint die Annahme permanenter Zuwächse zu­neh­mend fragwürdig“, erklärt Werner Geiß, Flugverkehrsexperte des VCD Hessen.

Geiß setzt auf die Einsicht einer möglichen neuen Landesregierung. „Der Flughafenausbau muss bei Koalitions- und Tolerierungs­ver­hand­lungen ein entscheidendes Thema sein. Die Menschen in Hessen erwarten von einer neuen Regierung eine neue Verkehrs- und Um­welt­politik, das muss auch der SPD-Landes­vorsitzenden Andrea Ypsilanti klar sein. Noch besteht die Chance, eine Fehl­investition zu verhindern.

Für den Verkehrsclub steht die geplante Erweiterung im Wider­spruch zu den aktuellen politischen Bemühungen um die Auf­wertung der Rhein-Main-Region. Werde der Flughafen wie geplant aus­gebaut, drohe weiten Teilen der Region die Unbewohnbarkeit.

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Autor: VCD Hessen.

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