VCD fordert mehr Verbindungen und mehr Sitzplätze in Zügen Baden-Württembergs

Pressemitteilung Nr. 16/08, VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 18. August 2008
Volle Züge führen zu Rekordgewinn der Deutschen Bahn – Fahrgäste gehen leer aus

Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt den verstärkten Trend zur Schiene. Angesichts der am heutigen Montag vorgestellten Halbjahresbilanz der Deutschen Bahn (DB) fordert VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: “Die von der DB eingefahrenen Rekordgewinne müssen auch den Fahrgästen zu­gute kommen. Zumal die Rekordgewinne überwiegend beim vom Steuer­zahler mitfinanzierten Regionalverkehr entstehen.

Aufgrund explodierender Spritpreise lassen auch in Baden-Württem­berg immer mehr Menschen das Auto stehen und steigen auf die Bahn um“, kommentiert Lieb die aktuellen DB-Zahlen. “Aber mehr Fahrgäste benötigen auch mehr Sitzplätze und mehr Zug­verbindungen.

Gerade in Baden-Württemberg erwirtschaftet die DB aufgrund eines monopolartigen, für den Steuerzahler extrem nachteiligen Ver­kehrs­vertrages mit dem Land Rekordgewinne. Der VCD fordert eine Reinvestition der Gewinne in längere Züge und mehr Zug­ver­bin­dungen auf den heute schon stark ausgelasteten Strecken in Baden-Württemberg. Hier sei insbesondere auch die Landes­regierung gefordert, sich gegenüber der DB für die Interessen der Fahrgäste stark zu machen, so Lieb.

Hintergrund: In Baden-Württemberg sind viele Regionalzüge der DB sehr gut ausgelastet oder quellen sogar über. Besonders zwi­schen Stuttgart und Karlsruhe, aber auch zwischen Offenburg und Karlsruhe oder am Hochrhein (Basel – Singen) reichen die Ka­pa­zi­tä­ten oft nicht aus. Trotz Mehreinnahmen durch ständig stei­gende Fahr­gast­zahlen werden aber weder die Züge mit zu­sätzlichen Wagen verstärkt noch werden zusätzliche Züge eingesetzt.

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Autor: VCD Baden-Württemberg.

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