Pressemitteilung 20/2008, VCD-Landesverband Niedersachsen, Hannover/ Cuxhaven, 21. Juli 2008
Neue Krabbenpul-Fabrik entsteht in Cuxhaven, Positives Beispiel mit Signalwirkung für künftige Verkehrspolitik
Als gute Nachricht bewertet der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die angekündigte neue Krabbenpul-Fabrik in Cuxhaven. „Krabben und Lkw runter von der Straße, das sind beispielhafte und zukunftsweisende Perspektiven“, freut sich VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Schon lange fordert der VCD die Einstellung der völlig unsinnigen Krabben-Transporte per Lkw nach Polen und Marokko. Aufgrund der steigenden Benzinpreise lohne sich jetzt offenbar die Einrichtung einer Krabbenpul-Fabrik in Norddeutschland anstelle der langen Transporte und der billigen Arbeitskraft im Ausland.
„Wir gehen davon aus, dass der Trend zum Überdenken unnötiger Lkw-Transporte erst am Anfang steht aufgrund der hohen Spritpreise. Davon profitiert zum einen die lokale Wirtschaft, zum anderen aber auch die umweltfreundliche Eisenbahn als Alternative zum Schwerlastverkehr“, so Frömming. „Leider ist in der Politik dieser Trend noch nicht bei allen angekommen.“
Der VCD fordert in diesem Zusammenhang von der niedersächsischen Landesregierung, auf die zukunftsweisenden Tendenzen Antworten zu geben. So dürften neue große Gewerbestandorte nicht mehr ohne die mögliche Anbindung an die Schiene ausgewiesen werden. „Gerade im Hamburger Umland gibt es noch immer Planungen für gigantische Ansiedlungen ausschließlich für den Lkw-Verkehr, das ist altbackene Planung der sechziger und siebziger Jahre!“, so Frömming. Auch müsse der aktuelle Bundesverkehrswegeplan hinterfragt werden, inwieweit neue Straßenprojekte mit steigenden Benzinpreisen überhaupt noch vereinbar seien.
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Autor: VCD Niedersachsen.
Tags: Bahnanschluss, Benzinpreis, Eisenbahn, Hamburg, LKW