Zum Tag gegen Lärm am 16. April 2008

VCD-Pressemitteilung 24/2008 – Berlin, 15. April 2008
VCD warnt: »Verkehrslärm gefährdet Ihre Gesundheit« / Wirksamer Lärmschutz im Verkehr gefordert

Lärm gefährdet die Gesundheit in erheblichem Ausmaß. Darauf weist der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) zum morgigen Tag gegen Lärm hin. Einen großen Anteil an der Lärmbelastung vor Ort hat der Verkehr: Wer an einer vielbefahrenen Straße, einer lauten Eisen­bahn­trasse oder im Einzugsbereich eines Flughafens lebe, habe ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung. Diesen Zu­sammen­hang hätten medizinische Studien wiederholt nach­gewiesen. Zuletzt habe eine internationale Studie unter Beteiligung des Umweltbundesamtes vom Januar 2008 belegt, dass der Blutdruck mit zunehmender Flug- und Straßen­verkehrs­lärm­belastung steige.

Nicht nur die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt sollten uns dazu veranlassen, unsere Mobilität anders zu organisieren. Auch gegen die Gesundheitsgefahren des Verkehrslärms müssen wir dringend vorgehen“, mahnt Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand. Noch immer wer­de die negative Wirkung von Verkehrslärm stark unterschätzt. Dabei seien allein in Deutschland rund 15 Millionen Menschen massiv und dauerhaft davon betroffen, mit entsprechenden Folgen für ihre Ge­sund­heit. Sie müssten mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko rechnen. Daneben träten häufig Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Be­ein­träch­tigung des allgemeinen Wohlbefindens auf.

Nach EU-Vorgaben müssen für Ballungsräume mit mehr als 250000 Ein­wohnern spätestens bis Juli dieses Jahres Lärmaktionspläne erstellt werden. Sie sollen konkrete Maßnahmen beinhalten, wie die Lärm­belastung der Bevölkerung an den neuralgischen Punkten verringert werden kann. “Verkehrsverlagerung auf leisere und umwelt­schonendere Verkehrsmittel sowie aktive Lärmschutzmaßnahmen sind die Schlüssel zu einem verträglicheren Verkehr“, erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrs­politischer Sprecher des VCD. Um spürbare Ver­besserungen der Lärmsituation zu erreichen, müssten Bund, Länder und Kommunen jetzt schnell aktiv werden.

Der ökologisch ausgerichtete VCD fordert die weitgehende Einrichtung von Tempo-30-Zonen in Städten und Ortschaften sowie ein generelles Nachtfahrverbot für Lkw. Auf Autobahnen könne in Siedlungsnähe eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 100 km/h für Pkw bzw. 60 km/h für Lkw den Lärmpegel senken und so die Anwohner entlasten. Zudem müsse der Einsatz von lärmarmen Reifen und Straßenbelägen gefördert werden. Im Bereich Schienenlärm könne der Bund über lärmabhängige Trassenpreise die Eisenbahn­unternehmen dazu brin­gen, in deutlich leisere Fahrzeuge zu investieren. Außerdem sei auf vielen Strecken eine Lärmsanierung der Gleisanlagen sowie der Aufbau von Lärmschutzwänden notwendig.

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Autor: VCD-Bundesverband.

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Eine Antwort zu “Zum Tag gegen Lärm am 16. April 2008”

  1. Gottfried Leiser sagt:

    Gestern, am Tag gegen den Lärm, wurde zwischen 14.05 und
    15.00 Uhr Telefongespräche von NDR 90,3 geführt, wie Mitmen-
    schen mit dem Lärm umgehen. Es wurden 5 Gespäche geführt. Ich wunder mich, daß kein Anrufer direkt sagte, daß es zu viel
    mit dem Lärm wird. Es war wohl laut, aber man lernt damit um-zugehen. Bei ewinem Gespräch ging es um Fluglärm (erträglich)
    und bei den den Übrigen um Lärm von der Güterumgehungsbahn.
    Ich wohne seit Juni 91 hier in HH.Groß-Flottbek, direkt im Bereich der Flugschneise NW. Heute ist Landen angesagt, trotz
    Wind NNW 3, also kaum aus der Flugrichtung. Es wird immer behauptet, das immer gegen den Wind gestartet oder gelandet
    wird.
    Im Januar 08 hatten wir 3297 Start-Überflüge und 273 Landungen. Angeblich soll im Januar der Wind somit immer aus
    zwischen West und Nord gewesen sein. Wer`s glaubt?
    Die Lande-Startbahn ist von hier ca 7 Km. entfernt Entsprechend sind die Flughöhen. Auf unsere Gesundheit wird
    keine Rücksicht genommen.

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