VCD-Pressemitteilung 13/08 – Berlin, 29.02.2008
VCD begrüßt Maßnahmen gegen Feinstaub und fordert Diesel-Besitzer zur Nachrüstung mit Partikelfiltern auf
Morgen treten in acht baden-württembergischen Städten Umweltzonen in Kraft. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt diese Maßnahme als wichtigen Schritt zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitsschädlichem Feinstaub und Stickstoffdioxid. Nach Berlin, Köln und Hannover, die bereits im Januar Umweltzonen eingeführt hatten, gelten ab dem 1. März Fahrverbote für Fahrzeuge ohne Schadstoffplakette auch in Stuttgart, Mannheim, Ludwigsburg, Reutlingen, Tübingen, Leonberg, Schwäbisch Gmünd und Ilsfeld. Grund für die Einrichtung der Umweltzonen ist die schlechte Luftqualität: In den betroffenen Städten wurde der Grenzwert für Feinstaub im vergangenen Jahr öfter überschritten als erlaubt. Die Überschreitungen treten dabei zumeist an stark befahrenen innerstädtischen Straßen auf.
“Umweltzonen ersetzen nicht eine nachhaltige Verkehrspolitik in den Kommunen, helfen aber dabei, die Gesundheit der Menschen in Städten und Ballungsräumen vor den negativen Folgen des motorisierten Verkehrs zu schützen“, erklärt Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand und empfiehlt: “Wer seinen alten Diesel-Pkw noch nicht mit einem Partikelfilter nachgerüstet hat, sollte dies nun schleunigst nachholen“. Damit verringere sich der gefährliche Feinstaubausstoß eines Fahrzeugs beträchtlich und es könne so eine Schadstoffplakette erhalten. “Eine solche Plakette ist Voraussetzung, um die Umweltzonen befahren zu können“, ergänzt Vogt. Wer einen Filter nachrüste, erhalte zudem einen Steuerzuschuss von 330 Euro vom Staat und erhöhe auch den Wiederverkaufswert seines Fahrzeugs deutlich.
Da die Plakettenpflicht nicht nur Pkw, sondern auch für Lkw und Busse gelte, müssten auch Handwerker und Gewerbetreibende verstärkt auf emissionsarme Antriebe setzen. Doch seien im Nutzfahrzeugbereich sowohl das Angebot an Neufahrzeugen mit serienmäßigem Partikelfilter als auch entsprechende Nachrüstmöglichkeiten derzeit völlig unbefriedigend. “Nutzfahrzeuge sind vielerorts Hauptquelle verkehrsbedingter Schadstoffemissionen. Daher ist es nicht nachvollziehbar, dass der Einsatz entsprechender Filtertechnik sowohl von den Herstellern als auch von der Politik weiterhin vernachlässigt wird“, kritisiert Michael Müller-Görnert, Verkehrsreferent beim VCD. Um freie Fahrt in Umweltzonen zu erhalten, seien emissionsarme Transport- und Lieferfahrzeuge eine wesentliche Voraussetzung für Handwerker und Gewerbetreibende. “Hier müssen Politik und Nutzfahrzeugindustrie schleunigst für ein ausreichendes Angebot sorgen“, verlangt Müller-Görnert.
Der VCD weist darauf hin, dass bei der Nachrüstung eines Partikelfilter unbedingt auf seriöse Filterhersteller geachtet werden muss, um mangelhafte Funktion der Umwelttechnik auszuschließen. Informationen über zuverlässige Anbieter hält der Umwelt- und Verbraucherverband VCD im Internet unter www.vcd.org bereit.
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Autor: VCD-Bundesverband.
Tags: Feinstaub, Handwerker, Luftqualität, Schadstoffplakette, Stuttgart, Umweltzonen
Viel spannender als die acht neuen Umweltzonen finde ich die fehlenden Umweltzonen. In Esslingen z.B. gibt es keine Umweltzone – obwohl im gleichen Talkessel gelegen direkt neben Stuttgart – weil die feste Messstelle abgebaut wurde.
Frei nach dem Motto: “Seit wir weniger Messstellen haben, ist die Luft in Baden-Württemberg deutlich besser geworden!” (Gilt auch für Ozon-/Sommersmog-Alarm, den es seither praktisch nicht mehr gab!)
Und was macht Balduin der Sonntagsfahrer ?
Mein Opa ist 78 Jahre und fährt immer noch seinen Trabi, der so um die 45 000 km seit 89 runter hat. Sein Auto steht meistens in der Garage, aber hin und wieder möchte er doch mal fahren. Der schimpft vielleicht und ich muß ihm Recht geben.
Und das ist gar nicht so komisch wie im Louis de Funes – Film.
Die Politik bestraft diejenigen, die nur hin und wieder Auto fahren. Die Trabant – Steuer für die lächerlichen 26 PS ist auch schon astronomisch hoch. Und es gibt keinen KAT dafür. Ergo in Zukunft stehenlassen oder nur noch in den Außenbezirken Berlins rumkrepeln.
Soll er sich jetzt so ein lächerliches Versehrtenmobil mit 6 km/h -Zulassung kaufen, weil daß wie ein Motorrad behandelt wird. Ich glaube, die PDS (Die Linke)hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Die geht nur gegen Ältere und Arme vor.
Hoffentlich ist man im Ländle schlauer, sonst fallen wir bald hinter die Zeiten von Franz List zurück.