VCD: Jetzt auf Ortsumfahrungen setzen

VCD Hessen, Pressemitteilung 10/2008, 28.2.2008

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert nach den Verhandlungen zur A 44 vor dem Bundesverwaltungsgericht, die Planungen für die Auto­bahn fallen zu lassen und stattdessen die bestehende Bundes­straße 7 auszubauen.

Auch wenn noch kein Urteil gefällt wurde, ist deutlich geworden, dass sich durch dieses Gebiet nach bestehendem Naturschutzrecht keine Autobahn bauen lässt“, meint Udo Messer, Landesvorsitzender des VCD. Die erneute Klage des BUND habe erhebliche Fehler im Plan­fest­stellungs­beschluss aufgedeckt.

Das vom Land eingeleitete Planergänzungsverfahren ist aus Sicht des VCD ein Versuch, die fehlerhafte Planung in letzter Minute zu retten. „Dass noch am letzten Verhandlungstag Unterlagen nachgereicht werden, zeigt deutlich, mit welch heißer Nadel gestrickt wurde. Die erhoffte Rechts­sicherheit wird auch damit nicht gegeben sein.

Der VCD fordert daher, die Planungen für den Autobahnbau ein­zu­stellen. Zur Bewältigung der Verkehrsmenge reiche ein Ausbau der Bundesstraße 7 aus. Die Entlastung der Anwohner könne besser durch den Bau von Ortsumfahrungen erreicht werden. Diese seien schnell und kostengünstig zu realisieren. Bei einem Bau der A 44 würden bislang nur wenig von Lärm und Abgasen betroffene Räume wie der Ringgau neu belastet.

Jahrzehntelange Erfahrungen von Verkehrsplanern zeigen, dass sich Verkehrsprobleme nicht durch den Bau neuer Straßen lösen lassen. Freie Straßen sind immer auch attraktive Straßen und führen zu neuem Verkehr“, meint Messer.

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Autor: VCD Hessen.

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