Beim Autokauf nach Verbrauch und CO2-Ausstoß entscheiden: VCD-Faustformel hilft

VCD Service-Pressemitteilung 12/07 – Berlin, 12.12.2007
Verunsicherung bei Autokäufern
Umbau der Kfz-Steuer, CO2-Grenzwerte für Pkw, steigende Spritpreise, Einführung von Umweltzonen, fortschreitender Klimawandel: Viele aktuelle Diskussionen und anstehende Entscheidungen in der Politik betreffen den Autoverkehr und verunsichern die Verbraucher. Dabei gibt es nach Analysen des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) bereits genügend Modelle, mit denen man schadstoffarm und sparsam unterwegs sein kann. Alle Autokäufer sollten sich nach Angabe des VCD vor allem nach dem Verbrauch eines Fahrzeugs entscheiden. Am einfachsten ist es dabei, sich am Ausstoß des Treibhausgases CO2 zu orientieren, der direkt mit dem Kraftstoffverbrauch zusammenhängt.

Für die Kaufentscheidung gibt der VCD eine einfache Faustformel an die Hand. Wer sie berücksichtigt, trägt nicht nur zum Klima- und Umweltschutz bei, sondern ist auch bei weiteren Kostensteigerungen auf der sicheren Seite. Die VCD-Faustformel für den CO2-Ausstoß in Gramm pro Kilometer lautet »120 – 140 – 150«. Im Einzelnen bedeutet das:

Kleinwagen sollten durchschnittlich nicht mehr als 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen (entspricht einem Verbrauch von 5,1 l Benzin bzw. 4,5 l Diesel auf 100 km), ein Mittelklassewagen maximal 140 (= 5,9 l bzw. 5,3 l) und ein Familienauto höchstens 150 g CO2 pro km (= 6,3 l bzw. 5,7 l) produzieren. Da alle Neufahrzeuge inzwischen die Schadstoffnorm Euro 4 erfüllen, ist erhöhte Vorsicht laut VCD nur noch bei Diesel-Pkw geboten. Diese sollten unbedingt einen geregelten Partikelfilter und möglichst eine Technik zur Stickoxidminderung haben, um möglichen Beschränkungen des Autoverkehrs in der Zukunft nicht zu unterliegen.

Auch wer einen Gebrauchtwagen anschafft, kann sich an der Formel »120 – 140 – 150 Gramm CO2 pro Kilometer« orientieren, so der VCD. Entscheidend für die Fahrzeugwahl ist nach Ansicht des Umwelt- und Verbraucherverbandes, den Kraftstoffverbrauch gegenüber dem Vorgängermodell deutlich zu senken und bei der Schadstoffklasse mindestens Euro 3 zu erreichen. Diesel-Fahrzeuge sollten über einen Rußpartikelfilter verfügen oder mit einem solchen nachgerüstet werden. Neben steuerlicher Vergünstigung garantiert diese Maßnahme freie Fahrt in Umweltzonen.

Einen Überblick über 350 aktuelle Pkw-Modelle nach Umweltkriterien gibt die VCD Auto-Umweltliste. Wer Hilfe bei der Entscheidung für einen umweltverträglichen Pkw oder Transporter braucht und wissen will, ob Benzin, Diesel oder Erdgas der richtige Treibstoff für seine Zwecke ist, findet Informationen im Internet unter www.besser-autokaufen.de.

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Autor: VCD-Bundesverband.

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Eine Antwort zu “Beim Autokauf nach Verbrauch und CO2-Ausstoß entscheiden: VCD-Faustformel hilft”

  1. Das ganze ist grundsätzlich zu bejahen. Vor allem die Dieselfilter. Ich las vor kurzem einen Artikel in der Genom Biology, dass Feinstaub von Dieselfahrzeugen Entzündungen in den Gefäßen auslösen kann und die Belastung mit Sauerstoffradikalen erhöht. Beide Faktoren begünstigen die Arteriosklerose enorm.

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