04. Februar 2010
VCD-Hessen, Pressmitteilung 2/2010, 4. Februar 2010
In vielen Hessens Städten ist die Luftqualität nach wie vor zu schlecht. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) weist darauf hin, dass auch 2009 die Grenzwerte für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid überschritten wurde. Der zulässige Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde in Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Gießen, Heppenheim, Kassel, Marburg und Wiesbaden nicht eingehalten. Das haben die Messungen des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie ergeben. „In diesem Jahr ist die Schonfrist vorbei“, warnt Martin Mützel, der Sprecher des VCD-Landesverbandes Hessen. „Die Europäische Union verlangt, dass der Grenzwert eingehalten wird.“ Das Umweltministerium und die betroffenen Städte müssten endlich Konzepte vorlegen, wie sie die Luftqualität verbessern wollen. „Die Bewohner der Städte haben ein Recht auf saubere Luft und müssen vor Gesundheitsgefahren geschützt werden.”
Die hohe Stickoxid-Belastung ist in erster Linie auf den Straßenverkehr zurückzuführen. Wegen des zunehmenden Anteils von Dieselfahrzeugen werde das Problem in den nächsten Jahren größer, warnte der VCD. Dieselmotoren stoßen erheblich mehr Stickoxide aus als Benziner. Eine Technik zur Reduzierung der Stickoxide sei zwar vorhanden, derzeit aber noch auf wenige neue Diesel-Pkw und auf schwere Lkw begrenzt. Der VCD fordert daher von der Fahrzeugindustrie, saubere Fahrzeuge schneller in den Markt zu bringen. Kurzfristig wirksam wäre nach Ansicht des VCD ein Tempolimit auf den stadtnahen Autobahnen. „Aber auch die Städte sind gefragt“, sagte Mützel. „Sie müssen stärker als bisher auf umweltverträgliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad sowie Busse und Bahnen setzen.“ Öffentliche Verwaltungen müssten mit gutem Beispiel vorangehen und für ihre Fuhrparks nur noch Modelle mit geringem Schadstoffausstoß anschaffen. In Frankfurt sei ein derartiger Beschluss bereits gefasst worden.
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Tags: CO2, CO2-Grenzwerte, Stickoxid, Umweltzone
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03. Februar 2010
Pressemitteilung VCD Landesverband Elbe-Saale, 3.2.2010
Der minimale Anstieg des Umsatzes um 100 000 Euro auf 12,5 Millionen Euro bei den Binnenhäfen Oberelbe im letzten Jahr ist für den Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale nicht geeignet, um einen weiteren Ausbau der Elbe zu rechtfertigen. “Entgegen der Eigendarstellung sind die Häfen der Oberelbe wahrlich keine Meister der Wirtschaftskrise. Wenn man weiß, dass die Elbeschifffahrt 2008 aufgrund lang anhaltender Niedrigwasserstände schon auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen war, dann wird deren Krise jetzt umso deutlicher, da der Güterumschlag von 2009 noch unter dem des Vorjahres lag,” so VCD-Sprecher Lutz Dressler.
Erst vor wenigen Tagen hatte der zum Bundesverkehrsministerium gehörende Staatssekretär Ernak Ferlemann eine durchgängige Fahrrinnentiefe von 1,60m gefordert, was bei Umweltschützern prompt eine Flutwelle der Empörung auslöste. Auch der ökologisch orientierte VCD hat große Befürchtungen, dass unter dem Vorwand der Hochwasserschadensbeseitigung weitere Steinschüttungen vorgenommen werden und der Fluss weiter kanalartig verengt werde. Zu erwarten sei, dass durch derartige Maßnahmen unter anderem die Auenlandschaft des Biosphärenreservates Mittelelbe weiter stark bedroht wird und womöglich dessen UNESCO-Titel aberkannt werden muss. Die Elbefreunde und Umweltschützer sind der Ansicht, dass der Dresdner Titelverlust für Deutschland schon blamabel genug ist.
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Tags: Elbausbau, Elbe, Hafen
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03. Februar 2010
VCD-Pressemitteilung 07/10 – Berlin, 03.02.10
VCD: Verkehrspolitik ohne Linie – Umsteuern zu mehr Nachhaltigkeit überfällig
100 Tage nach dem Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung zieht der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) eine erste Bilanz der Verkehrspolitik und kritisiert insbesondere die Arbeit des Bundesverkehrsministeriums.
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Eine klare Linie sucht man in der Politik des neuen Verkehrsministers Peter Ramsauer bisher vergeblich. Dafür verwirrte er bereits kurz nach seinem Amtsantritt die Öffentlichkeit mit Forderungen nach einer Pkw-Maut und dem Aufbau West und zementiert falsche Mythen der Verkehrspolitik – etwa dass jeder siebente Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt von der Automobilindustrie abhänge.“ Der Minister fordere neben massiven Investitionen in den Straßenbau zwar auch Geld für die Schiene – dort jedoch vorrangig für teure Prestigeprojekte. Verkehrspolitik verstehe er vorwiegend als Infrastrukturpolitik. Gehrmann: “Wer meint, Verkehrsprobleme mit dem massiven Ausbau der Infrastruktur für alle Verkehrsträger lösen zu können, der steuert in die verkehrspolitische Sackgasse. Angesichts der massiven Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschäden durch den Verkehr ist ein generelles Umsteuern in der Verkehrspolitik hin zu nachhaltiger Mobilität längst überfällig – insbesondere in Zeiten zunehmender Staatsverschuldung.“
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Tags: Arbeitsplätze, CO2, Mythen, PKW-Maut, Schulden, Straßenbau
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02. Februar 2010
VCD Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 5/10 – Stuttgart, 2. Februar 2010
VCD zum symbolischen Baustart für Stuttgart 21: Prellbockverschiebung ist unanständige Politshow auf Kosten der Steuerzahler
Mit massiver Kritik hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf den symbolischen Baustart für Stuttgart 21 mit der Prellbockverschiebung am Gleis 49 des Stuttgarter Hauptbahnhofes reagiert. Der VCD empfiehlt den Projekt-Befürwortern, endlich auf dem Boden der Realität anzukommen und sich vom Wolkenkuckucksheim Stuttgart 21 zu verabschieden. So lange die Finanzierung der Neubaustrecke nach Ulm nicht feststehe, sei es unanständig und verantwortungslos den Bau des Tunnelbahnhofes zu beginnen.
Stuttgart 21 sei in keiner Hinsicht nachhaltig. VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Stuttgart 21 ist nach wie vor das verkehrlich, ökologisch und ökonomisch unsinnigste Projekt der deutschen Bahngeschichte. Was wir brauchen ist keine symbolische Prellbockverschiebung, sondern eine Projektverschiebung, bis geklärt ist, ob die Neubaustrecke nach Ulm überhaupt gebaut und finanziert werden kann. Wer jetzt anfängt, in Stuttgart zu graben, ohne zu wissen, wie es auf den Fildern weitergeht, schafft unnötige Sachzwänge und schadet auf Kosten der Steuerzahler dem Schienenverkehr im ganzen Land.“
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Tags: Mannheim, Neubaustrecke, Stuttgart 21
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01. Februar 2010
VCD Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 4/10 – Stuttgart, 1. Februar 2010
Land und Bund setzen komplett falsche Prioritäten bei Bahnprojekten/VCD fordert Bahnausbau nach verkehrlicher Dringlichkeit und mit wirtschaftlichem Verstand
Stuttgart 21 blockiert dringend notwendigen Ausbau der Rhein-Schiene
Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) unterstützt die Deutsche Bahn in ihren Bemühungen, das deutsche Schienennetz endlich nach vernünftigen und verkehrlich dringend notwendigen Kriterien auszubauen und diese Maßnahmen auch entsprechend finanziell abzusichern.
Der VCD kritisiert vor allem die Fokussierung des Landes Baden-Württemberg auf den Tunnelbahnhof Stuttgart 21 und die daran anschließende Neubaustrecke nach Ulm. Zahlreiche Fachleute bestätigen: Für das deutsche Schienennetz hat diese Verbindung keine Priorität, sie ist für den zunehmenden Güterverkehr bedeutungslos und mit ein bis zwei ICE-Fahrten je Stunde niemals rentabel zu betreiben. Viel wichtiger ist nach VCD-Meinung der Ausbau der Rheintalbahn bis Basel und der Verbindung Frankfurt/Main – Mannheim.
VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb erklärte am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz: „Die derzeitige Schienenverkehrspolitik des Bundes und des Landes Baden-Württemberg gleichen einer Geisterbahnfahrt ohne Richtung und Ziel. Statt das deutsche Schienennetz nach einem sinnvollen und wirtschaftlichen Gesamtkonzept weiterzuentwickeln, bestimmen Provinzfürsten mit fragwürdigen Prestigeprojekten, wo gebaut wird und wo nicht. Unter dieser Kirchturmpolitik leidet der Bahnverkehr in ganz Deutschland massiv.“
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Tags: Bahn, Basel, Bundesverkehrswegeplan, Geislinger Steige, Rheintalbahn, Schienennetz, Stuttgart 21, Wendlingen - Ulm
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27. Januar 2010
Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, Mittwoch, 27. Januar 2010
Die Differenzen um die Beteiligung am Flughafen Altenburg zeigen nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes Elbe-Saale des Verkehrsclub Deutschland. (VCD) Andreas Grimm, dass der Flughafen Altenburg weder wirtschaftlich noch verkehrspolitisch haltbar ist Insbesondere die Nähe zum Flughafen Leipzig aber auch die Einordnung in ein ohnehin viel zu dichtes deutsches Flughafennetz lassen Zweifel an der Erforderlichkeit und Tragfähigkeit dieses Flughafens aufkommen. Dies hat auch die Landesregierung erkannt und fördert ihn deshalb nicht.
Der Flughafen ist nach den Zahlen des Jahresabschlusses 2009 erneut auf Zuschüsse seiner Gesellschafter angewiesen. Die Stadtwerke Altenburg, die für die Stadt die Gesellschaftsanteile trägt, hat beschlossen aus der Gesellschaft auszusteigen. Dies zeigt, dass die Stadt auch für die Zukunft mit einem Zuschussgeschäft rechnet. Die Weigerung des Landes und der Firma Ryan Air, sich am Flughafen zu beteiligen, bestätigen diese Einschätzung.
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Tags: Altenburg, Flughafen, Leipzig, Regionalflughafen
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