Abgasnachbehandlung bei Bussen wirkt

17. Juni 2013

Pressemitteilung, Berlin, 17. 06 2013

Anlässlich der Jahrestagung des Verbandes der Deutschen Ver­kehrs­unternehmen (VDV) fordert der ökologische Verkehrsclub VCD diesen auf, seine ablehnende Haltung hinsichtlich der Nachrüstung von Stadtbussen mit SCR-Systemen aufzugeben. Über dieses neue und effiziente System, das Partikelfiltern nachgeschaltet wird, können die Stickoxidemissionen im Abgas um nachweislich mehr als 50 Prozent reduziert werden. Da Stickoxide neben den Partikeln die schädlichsten Luftschadstoffe sind, muss hier jede Möglichkeit genutzt werden, um das Problem der Luftverschmutzung zu lösen.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Schlechte Luft­qualität ist europaweit für über 400.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verantwortlich und gerade innerstädtisch ist der Verkehr einer der Hauptverursacher. Und obwohl der ÖPNV unbestreitbare Umwelt­vorteile gegenüber dem Pkw-Verkehr hat, können und müssen insbesondere die Busse noch sauberer werden. Der VDV muss als Dachverband seine Mitgliedsunternehmen bei ihren Aktivitäten aktiv unterstützen, anstatt den Nutzen dieser Maß­nahmen kleinzureden.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von VCD-Bundesverband geschrieben

Airbus 350 ermöglicht Direktflüge statt Drehkreuz

15. Juni 2013

VCD-Hessen, Pressemitteilung 8/2013, Kassel, 15. Juni 2013
Kleiner Lichtblick für Rhein-Main?

Zum Pariser Luftfahrtsalon hat erstmals der neue Airbus A 350 ab­gehoben. Der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen weist darauf hin, dass dieser Flieger darauf optimiert ist, mittlere Passagier­zahlen auf lange Strecken zu befördern. Damit werden Direkt­verbindungen gegenüber Umsteigeknoten attraktiver.

Der VCD setzt sich dafür ein, Flüge nach Möglichkeit auf die Bahn, die Straße oder das Schiff zu verlagern. Notwendige Lang­strecken­flüge sollten jedoch so Umweltschonend wie möglich durch­geführt werden.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von VCD Hessen geschrieben

Regio-S-Bahn-Konzept: „Meilenstein für den Verkehr“

14. Juni 2013

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, BUND Naturschutz und VCD – Ulm, 14. Juni 2013

BUND und VCD unterstützen zügige Umsetzung mit konkreten Hinweisen

Im November 2012 wurden vom Regionalverband Donau-Iller die Ergebnisse der Hauptstudie zur Regio-S-Bahn Donau-Iller vorgestellt, welches durch namhafte Planungsbüros erstellt worden war. Fachleute des BUND beiderseits der Landesgrenze sowie des umweltorientierten Verkehrsclubs VCD haben sich intensiv mit den Planungen auseinander gesetzt und nehmen nun dazu Stellung. Sie begrüßen das Konzept einhellig als „Meilenstein für den Verkehr in der Region“ und fordern eine rasche Umsetzung. Sie haben dazu einige detaillierte Forderungen entwickelt, um eine schnelle und gezielte Umsetzung des Konzepts zu ermöglichen. Langfristiges Ziel müsse es sein, das Schienennetz zum verkehrlichen Rückgrat der Region auszubauen, wozu erhebliche Investitionen nötig seien.

„Anstatt Autobahnen auf 6 Spuren zu erweitern und weiter auf ungehemmten Straßenbau zu setzen, ist eine Kehrtwende in der regionalen Verkehrsplanung nötig!“ fordert BUND-Regionalgeschäftsführer Ralf Stolz auch mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes. Während das Schienennetz in der Region heute nahezu dieselbe Kapazität aufweise wie vor fünfzig Jahren und auf einigen Strecken noch veraltete Technik zum Einsatz komme, sei das Straßennetz in dieser Zeit kontinuierlich erweitert und modernisiert worden.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von Werner Korn geschrieben

Hessentag in Kassel – Bitte ohne Auto zum Volks­fest!

13. Juni 2013

VCD-Hessen, Pressemitteilung 07/2013, Kassel, 13. Juni 2013

Angesichts des bevorstehenden Hessentages in Kassel appelliert der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen an die Besucher, ohne Auto in die nordhessische Großstadt zu fahren.

Bereits an normalen Tagen ist Kassel gut gefüllt. Wer jetzt mit dem Kraftfahrzeug kommt, muss sehr viel Geduld haben“, so VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. Rund um die Innenstadt wird es nur wenige Parkplätze geben. Für Gäste aus Kassel und den Vororten empfiehlt er die Anreise aus eigener Kraft: „Am schnell­sten wird man voraussichtlich mit dem Fahrrad durch­kommen.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von VCD Hessen geschrieben

Schmutzige Luft: Deutschen Städten drohen Straf­zahlungen

07. Juni 2013

Pressemitteilung, Berlin, 7. Juni 2013.
VCD: Begleitmaßen verstärken die Wirkung von Umwelt­zonen, politischer Wille ist die Voraussetzung

Der Aufschrei ist groß. Wegen der Nichteinhaltung der europäischen Normen für Luftreinheit drohen deutschen Städten und Kommunen erst­mals Geldstrafen. Für die Stadt Leipzig beispielsweise könnte die Strafe bei 100.000 Euro täglich liegen. Ob dies gerechtfertigt ist oder nicht, Tatsache ist, viele Städte nutzen bisher noch lange nicht alle bestehenden Möglichkeiten, um die Luftqualität zu ver­bessern.

Wiederholt und zu Recht hat die Deutsche Umwelthilfe auf die völlig unzureichende Kontrolle der Umweltzonen hingewiesen, die in der Folge die Wirkung vermindert. Dazu kommt, dass die staatliche Unter­stützung für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Partikel­filtern derzeit ausläuft. Doch insbesondere die Nachrüstung der Dieselfahrzeuge mit Partikelfiltern liefert einen entscheidenden Beitrag, um Fortschritte beim Kampf für saubere Luft zu erzielen.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von VCD-Bundesverband geschrieben

Substanzloser Bahngipfel

06. Juni 2013

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 14/2013, Stuttgart, 06. Juni 2013
Ankündigungen ohne Finanzierungsperspektive/Verbindliche Mittelzusagen des Bundes für andere Projekte fehlen

­Vorwurf der Kannibalisierung durch Stuttgart 21 bleibt bestehen

Zum gestrigen Bahngipfel zwischen Bahnchef Grube und Minister­präsident Kretsch­mann erklärt der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD): „Die Aussagen von Bahnchef Grube, über acht Milliarden Euro in die baden-württembergische Schienen­infra­struktur investieren zu wollen, hören sich zwar gut an –jedoch be­inhalten diese Aussagen keinerlei finanzielle Substanz.” Be­kannt­lich investiere die Deutsche Bahn (DB) AG nicht eigenes Geld in den Neu- und Ausbau von Bahnstrecken, sondern Mittel des Bundes, so der VCD.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von VCD Baden-Württemberg geschrieben

E-Rad Test der Stiftung Warentest: Wie groß sind die Risiken wirklich?

30. Mai 2013

Pressemitteilung, Berlin, 30. Mai 2013.

Der Aufschrei in den Medien war groß, als ADAC und Stiftung Waren­test vorgestern den ersten gemeinsamen Elektrofahrradtest ver­öffentlichten. Die negativen Ergebnisse – rund die Hälfte der Räder fiel mit »mangelhaft« durch – überraschten die Branche, die Medien und Radexperten. Neben drei getesteten »Discounter­rädern« fielen auch hochpreisige E-Räder renommierter Hersteller durch. Das boomende und umweltfreundliche Verkehrs­mittel also ein Sicher­heits­risiko?

Der Test zeigt zunächst einmal, dass bei sehr großen Belastungen und 20.000 Kilometern simulierter Fahrt nicht alles so stabil ist, wie es sein sollte. Die Branche muss sich das zu Herzen nehmen und Bauteile, wie Lenker oder Rahmen, auch für extreme Belastungen auslegen. Im Zweifel also mehr Sicherheit einplanen.” so Wasilis von Rauch, E-Rad Experte beim ökologischen Verkehrs­club VCD.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von VCD-Bundesverband geschrieben

Stuttgarter S-Bahn fit für Zukunft machen

29. Mai 2013

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 13/2013, Stuttgart, 29. Mai 2013
Lange Haltezeiten neuer S-Bahnen gefährden Taktsystem
Weitere Maßnahmen notwendig

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt das ‚Jede-Sekunde-zählt’-Programm der S-Bahn Stuttgart, um die S-Bahnen pünktlicher zu machen. „Die Pünktlichkeit der S-Bahn im März und April lag unter den schon schlechten Vor­jahres­werten, hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden“, erklärt VCD-Landes­vor­sitzen­der Matthias Lieb: „In der Hauptverkehrszeit fahren die S-Bahnen alle 2,5 Minuten durch den Tunnel, Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen führen dann schnell zu Ver­spätungen, die sich auf alle nachfolgenden Züge übertragen.“ Insofern begrüße der VCD das zusätzliche Personal an der S-Bahn-Station Hauptbahnhof, das mithelfen solle, die Aufenthaltszeiten der S-Bahnen zu senken.

Die S-Bahn mit täglich bis zu 360.000 Fahrgästen ist das Herz­stück des Nahverkehrs in der Region Stuttgart. Berufspendler und Arbeitgeber sind auf pünktliche und zuver­lässige S-Bahn-Ver­bindungen angewiesen“, betont Matthias Lieb. Deshalb beobachtet Lieb mit Sorge den Einsatz der neuen S-Bahnen der Baureihe ET 430: „Zwar sind diese Züge komfortabler als die alte Baureihe 420, doch durch die neuen Türen mit den Spalt­überbrückern gehen beim Öffnen und Schließen der Türen wertvolle Sekunden verloren, die sich schnell in zusätzlicher Verspätung niederschlagen –in der Folge verpassen die Fahrgäste in Böblingen oder Herrenberg ihre Anschlüsse.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von VCD Baden-Württemberg geschrieben

Schlechtreden der Stadtbahn Wiesbaden ist Symptom – Hessen muss mehr für die Schiene tun

29. Mai 2013

VCD Hessen, Pressemitteilung 6/2013, Kassel, 29. Mai 2013.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Hessen sieht in der Ablehung der Stadtbahn Wiesbaden durch Landesverkehrsminister Florian Rentsch „eine Symptom für Desinteresse der Landes­regierung am Schienenverkehr“.

Der Minister hatte angekündigt, keine Bauzuschüsse zu dem Projekt der Landeshauptstadt geben zu wollen. Der VCD kann die vor­gebrachten wirtschaftlichen Bedenken nicht nachvollziehen. Andreas Henning, Landesvorstandsmitglied aus Wiesbaden: „Für eine Stadt dieser Größe ist es schon ungewöhnlich, keinen städtischen Schienenverkehr zu haben. Kleinere Städte wie Saarbrücken haben die Stadtbahn mit großem Erfog wieder eingeführt, in Schwerin ist die Tram eine Selbstverständlichkeit, selbst Orte wie Nordhausen wollen aus guten Gründen nicht darauf verzichten. Gleichzeitig erstickt Wiesbaden im Autoverkehr!“ Bleibe es dabei, käme es zu der Situation, dass die Bahnstrecke Wiesbaden–Bad Schwalbach–Diez nur im ländlichen rehinland-pfälzischen Abschnitt wiedereröffnet werde, im hessischen Ballungs­gebiet jedoch ungenutzt bleibe.
Weiterlesen »

Dieser Beitrag wurde von VCD Hessen geschrieben

Verkehrsminister Olaf Lies ist 100 Tage im Amt- VCD zieht kritische Bilanz zur Verkehrspolitik

29. Mai 2013

VCD-Landesverband Niedersachsen, 29.05.2013, Hannover/Wolfsburg. Pressemitteilung 4/2013

Verkehrsminister setzt in Wolfsburg falsche Prioritäten

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Nieder­sachsen, nahm am 28. Mai an der Verkehrsinfrastruktur-Konferenz des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB) in Wolfsburg teil, wo Verkehrsminister Olaf Lies seine „Landespolitische Leitlinien zur Verkehrsinfrastruktur in Niedersachsen“ vorstellte – Grund genug, die ersten 100 Tage seiner Amtszeit kritisch zu bewerten.

Wir sehen zwei Gesichter in der neuen Verkehrspolitik des Landes: Positive Erwartungen wecken die Aussichten auf Eisenbahn­strecken-Reaktivierungen und die Botschaft vom ‘Erhalt vor Neubau’ auf der Straße“, so Hans-Christian Friedrichs, neuer Vorsitzender des VCD-Landesverbandes Niedersachsen. „Erhebliche Defizite gibt es aber beim erforderlichen Stopp unbezahlbarer Fernstraßenneubauprojekte, wie A 20 und A 39“, so Friedrichs weiter.

Die Regierungskoalition hat versprochen, mit den zur Verfügung stehenden landesplanerischen Mitteln nachhaltige und bezahlbare Mobilitäts- und Verkehrskonzepte zu entwickeln, den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs auf der Straße zu fördern und die Konzentration des Güterverkehrs auf der Schiene zu unter­stützen. Damit soll eine Wende in der Verkehrs­politik herbeigeführt werden. Nachdem der dafür zuständige Minister Lies 100 Tage im Amt ist, stellt sich die Frage, ob davon schon etwas zu erkennen ist“, so Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Konukiewitz. „Viele derjenigen, die sich schon immer für eine andere Verkehrs­politik eingesetzt haben und bei der alten Regierung auf taube Ohren gestoßen sind, finden bei dem neuen Minister nun Gehör. Er macht deutlich, dass er etwas anderes will als sein Vorgänger. In der seit langem anstehenden Frage zur Reaktivierung von Bahnstrecken für den Schienen­personen­nah­verkehr hat er zum Beispiel der Landes­nah­verkehrs­gesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) den Auftrag erteilt, zu prüfen, welche Schienenstrecken reaktiviert werden sollen“, so Konukiewitz weiter.

Im Bereich Fernstraßen sieht der VCD dringenden Handlungsbedarf: „Die unsägliche Liste von 241 Fern­straßenneubauprojekten, die noch der ehemalige FDP-Verkehrsminister Jörg Bode kurz vor der Land­tagswahl beim Bund abgegeben hat, muss umgehend zurückgerufen und auf ein Minimum reduziert werden. Es bleibt völlig unverständlich, wie Lies – auch bei der Verkehrs­infra­struktur-Konferenz in Wolfsburg – an Großprojekten wie A 20 und A 39 festhalten kann, wo er doch genau wissen müsste, dass sie faktisch nicht finanzierbar sind. Nur bei klarer Abkehr von der Betonpolitik seines Vorgängers und einer realen Prioritätensetzung für nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität, kann Lies die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Ziele der Landesregierung erreichen. Wir wünschen ihm viel Erfolg für eine wirkliche Verkehrswende und werden seinen Weg konstruktiv begleiten“, so Hans-Christian Friedrichs abschließend.

Dieser Beitrag wurde von VCD Niedersachsen geschrieben