Verkehrsclub begrüßt Zustimmung des Ministerrats zum Vergleich über Luftreinhaltung in Stuttgart

21. Juni 2016

Pressemitteilung, Berlin, 21. 06 2016

Der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs begrüßt die heutige Zustimmung des Ministerrats zum Vergleich des Verwaltungsgerichts Stuttgart zur Einhaltung der Immissionswerte von Feinstaub und Stickstoffoxid an der Messstelle „Stuttgart Am Neckartor“ als ein wichtiges Signal, um das bisherige Tabu von verantwortlicher Seite gegenüber verkehrsbeschränkenden Maßnahmen endlich aufzuheben.

„Seit rund 10 Jahren werden in Stuttgart die Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten – es ist höchste Zeit, dass endlich energische Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung ergriffen werden“, erklärt der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. Der grün-schwarze Koalitionsvertrag sehe vor, die Region Stuttgart als Modell für eine funktionsfähige und nachhaltige Mobilitätsregion weiter zu entwickeln – aktuell sei die Region davon noch weit entfernt, stellt der VCD fest.
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EU beschließt realitätsnähere Verbrauchstests für Pkw ab 2017

17. Juni 2016

Pressemitteilung, Berlin, 16. 06 2016

EU-Rat und Parlament haben sich Dienstagnacht mit großer Mehrheit auf die Einführung der neuen Messprozedur WLTP ab September 2017 geeinigt. Damit haben sie den Versuchen der Autoindustrie, das Einführungsdatum zu verschieben, eine Absage erteilt. Ein wichtiger Schritt nach langem Ringen, den auch Deutschland unterstützt hat. Verbraucher erhalten damit künftig verlässlichere Angaben zum Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Ausstoß.

Allerdings, so die Kritik des ökologischen Verkehrsclub VCD, ist die Einführung des WLTP nur ein erster Schritt, denn nach wie vor wird der Verbrauchstest im Labor stattfinden. Autoherstellern bleiben somit weiterhin Möglichkeiten, die Tests in ihrem Sinne zu schönen.
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Schlechte Sicht durch Parken an Kreuzungen: Unfallgefahr für Fußgänger und Radfahrende

17. Juni 2016

Pressemitteilung, Berlin, 17. 06 2016

Jährlich verunglücken weit über 100.000 Fahrradfahrer und Fußgänger im Straßenverkehr, über 900 verloren im Jahr 2014 dadurch ihr Leben. Die Unfallgründe sind vielschichtig: fehlende Sichtbeziehungen zwischen den Verkehrsteilnehmern, der technisch bedingte „Tote Winkel“ an Fahrzeugen, aber auch Unkenntnis oder Nicht-Beachtung der geltenden Verkehrsregeln. Das Fatale daran: Ohne Knautschzone und Airbag sind Radfahrende und zu Fuß Gehende im innerstädtischen Verkehr schlichtweg besonders gefährdet. Kommt es zu einem Unfall sind die Folgen meist schwerwiegend.

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Immer noch zu viele Unfälle zwischen PKW und Radfahrenden auf Berlins Straßen

17. Juni 2016

Pressemitteilung zum Tag der Verkehrssicherheit, Berlin, 17. Juni 2016.

Der VCD Nordost nimmt den Tag der Verkehrssicherheit zum Anlass, um auf die geringe Kenntnis der StVO aufmerksam zu machen und ruft alle Verkehrsteilnehmenden zu mehr Miteinander und Rücksicht auf Berlins Straßen auf.

Alle zehn Stunden stirbt irgendwo in einer deutschen Stadt ein Mensch im Straßenverkehr. Hauptsächlich trifft es zu Fuß Gehende und Radfahrende. Seit Januar 2016 verunglückten auf Berliner Straßen bereits sieben Radfahrende tödlich. Das sind dreimal mehr als im Vorjahreszeitraum. Zum Tag der Verkehrssicherheit ruft der Landesverband Nordost des ökologischen Verkehrsclub VCD (VCD Nordost) daher zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme und Beachtung der Regeln im Berliner Straßenverkehr auf.

Als anhaltendes Problem sieht der VCD Nordost die fehlende oder nur unzureichende Kenntnis der geltenden Straßenverkehrsordnung. So befolgen viele Verkehrsteilnehmenden – egal ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß – die Regeln nicht richtig. Die Folgen sind Konflikte und Unfälle, die durch bessere Regelkenntnis hätten vermieden werden können. Gerade bei Unfällen sind die Leittragenden insbesondere die, die nicht über eine Knautschzone oder einen Airbag verfügen. Im Rahmen seiner Verkehrs­sicherheits­kampagne „Miteinander unterwegs“ erinnerte der VCD Nordost bereits im Jahr 2015 mit ansprechenden und einprägsamen Postkarten an die wichtigsten Paragraphen der StVO. Diese wurden bei Gesprächen an Informationsständen an Interessierte, aber auch in Restaurants und Cafés verteilt.

Im Dezember 2015 symbolisierten Aktive des VCD Nordost bei der Flashmob-Aktion „Beachte mich“ auf der Kreuzung Mollstraße Ecke Otto-Braun-Straße die vielen verletzten Radfahrenden, die durch Abbiegeunfälle meist tödlich verunglückten. Auch in diesem Jahr und über den Tag der Verkehrssicherheit hinaus, wird der VCD Nordost weiter aktiv für das bessere Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden werben und sich für eine Erhöhung der Regelkenntnis und Regelakzeptanz einsetzen.

Die wichtigste Regel der Straßenverkehrsordnung, um sicher und gesund auf Berlins Straßen mobil sein zu können, lautet:

§ 1 StVO, Absatz 2: Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

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VCD fordert Grundsatzdiskussion zu Stuttgart 21

06. Juni 2016

Pressemitteilung, Stuttgart, 06. 06 2016

Angesichts der neuerlichen Kostenerhöhungen und Bauzeitverschiebungen bei gleichzeitig immer deutlicher zu Tage tretenden ungelösten Sicherheits- und Leistungsfähigkeitsfragen fordert der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs VCD eine Grundsatzdiskussion zu Stuttgart 21:

„Die neuerlichen Verzögerungen und die Steigerung der Baukosten zeigen, dass die Bahn – allen Versprechungen zum Trotz – das Projekt Stuttgart 21 nicht im Griff hat. Anders als der Bau des Gotthard-Tunnels in der Schweiz läuft Stuttgart 21 sowohl kostenmäßig als auch zeitmäßig aus dem Ruder“, bemängelt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. Die Frage nach der Sicherheit aufgrund der geneigten Gleise und Bahnsteige sei nach wie vor nicht geklärt und werde aus politischen Gründen verschoben – aus VCD-Sicht sei nicht ausgeschlossen, dass die Inbetriebnahme des Schrägbahnhofs überhaupt nicht genehmigungsfähig sei. Der Verkehrsclub fordert deswegen alle Beteiligte, das Land Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart, den Verband Region Stuttgart und die Deutsche Bahn auf, Kosten und Nutzen des Projektes neu zu überdenken.
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VCD begrüßt Vorschläge zum Ausbau der Stuttgarter Eisenbahninfrastruktur

04. Juni 2016

Pressemitteilung VCD-Baden-Württemberg, Stuttgart, 01. 06 2016

Viele sinnvolle Vorschläge zum Ausbau der Stuttgarter Eisenbahninfrastruktur sieht der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland in der vom Verband Region Stuttgart (VRS) vorgelegten Studie, die heute im Verkehrsausschuss der Region behandelt wird.

„Damit werden mehrere VCD-Vorschläge, wie die Realisierung eines Regionalbahnhaltes in Stuttgart-Feuerbach oder der dreigleisige Ausbau der geplanten S-Bahn-Station Mittnachtstraße aufgegriffen“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Dennoch beklagt der VCD weiterhin bestehende Denkverbote beim Verband, die wichtige Lösungsansätze blockierten: „Das kategorische Ausschließen von weiteren Gleisverbindungen zum Hauptbahnhof führt zu absurden Vorschlägen wie einer Express-S-Bahn Calw – Feuerbach anstelle von Calw – Stuttgart Hbf, wie es die Fahrgastströme erfordern würden“, kritisiert Matthias Lieb. „Solche Linien können nur erfolgreich sein, wenn sie direkt zum Hauptbahnhof geführt werden – und wenn die Infrastruktur dazu derzeit nicht in  der Lage ist, muss man sich Gedanken über den Ausbau machen und darf dieses Denken und Planen nicht verbieten“, so Lieb.
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Gotthard-Basistunnel zeigt Fehler der deutschen Verkehrspolitik

04. Juni 2016

Pressemitteilung, Berlin, 31. 05 2016
Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels für den Transit-Schienengüterverkehr durch die Alpen, nach 17 Jahren Bau und mit dem Ziel mehr Güter auf die Schiene zu holen, blamiert die deutsche Verkehrspolitik, so die deutliche Kritik des ökologischen Verkehrsclub VCD. 17 Jahre lang hat es die Bundesregierung geschafft, das Ziel der Verlagerung auf die Schiene zu vernachlässigen.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Verkehrsverlagerung auf die Schiene ist möglich, es bedarf aber nicht nur politischer Sonntagsreden, sondern klarer verbindlicher Ziele und den Willen, diese umzusetzen, das zeigt uns heute die Schweiz. Es ist beeindruckend, wie es die Schweiz mit verkehrslenkenden Instrumenten und mutigen Investitionen in sinnvolle Infrastrukturen schafft, Verkehre zu verlagern. Bereits heute finden 70 Prozent der alpenquerenden Güterverkehre auf der Schiene statt. In Deutschland hingegen scheint eine solche Verlagerungspolitik nicht gewollt. Beispielhaft ist aktuell die geplante Schließung weiterer Güterbahnhöfe, nicht nur als Ergebnis des Sparkurses der DB AG, sondern auch aufgrund massiver Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der Schiene.“ Weiterlesen »

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VCD: Die Schiene braucht eine andere Investitionsstrategie

31. Mai 2016

Pressemitteilung VCD Baden-Würrtemberg, Stuttgart, 31. 05 2016

Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels für den Transit-Schienengüterverkehr durch die Alpen, nach 17 Jahren Bau und mit dem Ziel mehr Güter auf die Schiene zu holen, blamiert die deutsche Verkehrspolitik, so die deutliche Kritik des ökologischen Verkehrsclub VCD. 17 Jahre lang hat es die Bundesregierung geschafft, das Ziel der Verlagerung auf die Schiene zu vernachlässigen.

Michael Ziesak, Bundesvorsitzender: „Verkehrsverlagerung auf die Schiene ist möglich, es bedarf aber nicht nur politischer Sonntagsreden, sondern klarer verbindlicher Ziele und den Willen, diese umzusetzen, das zeigt uns heute die Schweiz. Es ist beeindruckend, wie es die Schweiz mit verkehrslenkenden Instrumenten und mutigen Investitionen in sinnvolle Infrastrukturen schafft, Verkehre zu verlagern. Bereits heute finden 70 Prozent der alpenquerenden Güterverkehre auf der Schiene statt. In Deutschland hingegen scheint eine solche Verlagerungspolitik nicht gewollt. Beispielhaft ist aktuell die geplante Schließung weiterer Güterbahnhöfe, nicht nur als Ergebnis des Sparkurses der DB AG, sondern auch aufgrund massiver Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der Schiene.“  

Zum Leidwesen der Schweiz hält die Bundesregierung nicht einmal den Staatsvertrag von 1996 ein, kritisiert der VCD. Erst eine von drei deutschen Eisenbahn-Zulaufstrecken wird derzeit ausgebaut, Fertigstellung voraussichtlich – 2035. 15 Jahre später, als im Vertrag von Lugano vereinbart.

Schneller klappt in Deutschland dafür der Straßenbau, so Matthias Lieb, Landesvorsitzender des VCD Baden-Württemberg. „Damit die Lastwagen schneller auf der Straße in die Schweiz kommen, wurde innerhalb weniger Jahre die Autobahn von Baden-Baden nach Offenburg sechsspurig ausgebaut, nachdem zuvor die Planungsmittel für den Ausbau der Rheintalbahn gestrichen wurden.“

Solche Entscheidungen zulasten der Schiene und zugunsten der Straße ziehen sich wie ein roter Faden durch die Verkehrspolitik der letzten Jahre: Beispielhaft die Absenkung der Straßenmaut, die Erprobung von Gigalinern, ein Bundesverkehrswegeplan, der weiterhin massiven Straßenbau vorsieht.

Michael Ziesak merkt an: „Warum fährt Kanzlerin Angela Merkel zu einer Feier für das System Schiene, wo ihre Bundesregierung doch das Gegenteil tut, und durch ihr bisheriges Nichthandeln den Schweizer Vertragspartner düpiert?“

Der VCD fordert von der Bundesregierung den verkehrspolitischen Kurswechsel. Die Schiene braucht eine andere, eine wirkliche Investitionsstrategie, Vorbild kann die Schweiz sein. Gleichzeitig muss die Bundesregierung für faire Rahmenbedingungen sorgen. Die weiterhin bestehende Kostenungerechtigkeit muss beendet werden, dies ist Aufgabe der Politik.

Hintergrund Ausbau Schiene / Straße:

Viergleisiger Ausbau der Rheintalbahn: Gesamtstrecke 182 km ? in Betrieb 2016 nach 29 Jahren Bauzeit:
65 km von 182 km = 36%
(Rastatt Süd – Offenburg, Bauzeit 1987 – 2004: 44 km; Katzenbergtunnel mit Zulaufstrecke, Bauzeit 2002 – 2012: 21 km)

Versus Autobahnausbau A5: Baden-Baden – Offenburg Bauzeit 2009 – 2014: 41,5 km


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VCD Baden-Württemberg fordert Übernahme der S21-Mehrkosten durch den Bund

30. Mai 2016

Pressemitteilung VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 30. 05 2016

Angesichts der nun belegten massiven Einflussnahme des Bundeskanzleramtes auf unternehmerische Entscheidungen der DB AG beim Projekt Stuttgart 21 fordert der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs VCD die Übernahme der daraus resultierenden Verluste der DB AG von mindestens zwei Milliarden Euro durch den Bund: „Im Hinblick auf die negativen Erfahrungen mit der Bundesbahn wollte man mit der Bahnreform gerade eine strikte Trennung zwischen wirtschaftlichem Handeln der Eisenbahn einerseits und Entscheidungen der Politik andererseits“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: Weiterlesen »

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VCD zu heutigen Einigung der Deutschen Bahn mit privaten Wettbewerbern zum Ticketverkauf

29. Mai 2016

Pressemitteilung, Berlin, 24. 05 2016

Zur heutigen Einigung der Deutschen Bahn mit privaten Wettbewerbern, den Ticketverkauf an Bahnhöfen zu vereinfachen, erklärt Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclub VCD:

„Die Einigung ist ein gutes Signal in Richtung Verbraucher, denn ob die Bahn benutzt wird oder nicht, entscheidet maßgeblich mit, wie einfach es ist, an ein Ticket zu kommen. Der Ticketkauf ist eine der ersten Einstiegshürden. Um mehr Menschen für die umweltfreundliche Bahn gewinnen zu können, muss es einfach sein. Die heutige Einigung wird somit dem gesamten System Bahn zu Gute kommen.“
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